Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.170
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Betr,:Sparkasse


09.06.2005 14:22 |
Preis: ***,00 € |

Insolvenzrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Jutta Petry-Berger



Meine Frau hat in 3/1999 eine Buchgrundschuld über 102000€
unterzeichnet.Im Grundbuch wurde diese dingliche Sicherheit
eingetragen. Nun will Sie den Betrag umschulden. Die Bank
verlangt nunmehr 197000€. --15% Grundschuldzinsen
Ist das richtig??

Sehr geehrter Ratsuchender,

zu Ihrer online-Anfrage nehme ich aufgrund Ihrer Angaben wie folgt Stellung:

Zunächst ist festzustellen, dass die Grundschuldzinsen in Höhe von 15 %, die regelmäßig im Grundbuchformular niedergelegt sind, sich im Rahmen der üblichen Zinssätze bewegen, oft sogar bis zu 20 % betragen. Gerechnet auf den Zeitraum von 6 Jahren betragen die Grundschuldzinsen rund EUR 95.000,-, so dass die Berechnung der Bank somit rechnerisch zutreffend und grundsätzlich auch zulässig ist.

Trotzdem müssen Sie sich durch die nunmehr errechneten Buchgrundschuldzinsen nicht beunruhigen lassen. Denn die Grundschuldzinsen sind keine Zinsen, die für das gesicherte Darlehen gezahlt werden müssen, sie werden also tatsächlich nicht gezahlt. Maßgeblich sind insofern ausschließlich die im Darlehensvertrag vereinbarten Zinsen. Vielmehr erhöhen die Grundschuldzinsen nur den Sicherungsumfang der Grundschuld für beispielsweise den Fall des Verzuges Ihrerseits bei Rückzahlung des Darlehens oder um eine mögliche Steigerung des variablen Zinssatzes des Darlehens abzudecken. Durch die Festlegung hoher Grundschuldzinsen wird zudem eine Flexibilität der Grundschuld erreicht, weil sie später auch für andere Finanzierungszwecke eingesetzt werden kann.

Hinzuweisen ist allerdings auf den Umstand, dass auch die Grundschuldzinsen der nunmehr geltenden Verjährung von 3 Jahren nach Fälligkeit unterliegen, so dass die Bank aufgefordert werden sollte, hier ggf. eine Neuberechnung vorzunehmen..

Für weitere Nachfragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen


Jutta Petry-Berger
Rechtsanwältin
FRAGESTELLER 30.12.1899 /5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60118 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Vielen Dank für diese konkrete, ausführliche Antwort. So soll es sein, Sie haben wir definitiv weiter geholfen. Gerne wieder. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Schnelle und relevante Beantwortung, vielen Dank! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Ich bin sehr zufrieden. Das Problem hat mich schon seit laengerem belastet und in meinen Handlungsmoeglichkeiten eingeschraenkt. Der Anwalt konnte mir mit seiner rechtlichen Einschaetzung des Sachverhalts aufzeigen, wie ich dieses ... ...
FRAGESTELLER