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Berechnung Trennungsunterhalt & Wohn-/Nutzungsrecht

11.07.2018 17:54 |
Preis: 35,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


15:09
Sehr geehrte/r Anwalt/in, folgender Sachverhalt.

Der Unterhaltspflichtige hat ein Nettoeinkommen von 2700 €, er wohnt während des Trennungungsjahres weiterhin bei seiner (noch) Ehefrau, in deren Haus , da er nicht ausziehen will oder keine Wohnung findet.
Sie hat ein Nettoeinkommen von null Euro.

Wie berechnet sich in diesem Fall der Trennungsunterhalt für die Frau, wenn der Unterhaltspflichtige sein Wohn-/Nutzungsrecht beansprucht, aber sich an den laufenden Kosten des Hauses nicht mehr beteiligt?

Vielen Dank für Ihre Antwort.

Mit freundlichen Grüßen
11.07.2018 | 18:22

Antwort

von


(201)
Saalestraße 20
63667 Nidda
Tel: 06043 801 59 60
Web: http://ra-krueckemeyer.de
E-Mail:
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Sehr geehrte Fragesteller,

Ich beantworte Ihre Frage auf Grundlage der von Ihnen gemachten Angaben. Bitte beachten Sie das schon geringe Abweichungen im Sachverhalt zu einer anderen rechtlichen Bewertung führen können.

Auf Grundlage Ihre Angaben kann nur eine grobe Schätzung vorgenommen werden.

Von Ihrem Nettoeinkommen sind eine Reihe von Positionen abzuziehen (zum Beispiel berufsbedingte Aufwendungen). Ich gehe also von einem bereinigten Nettoeinkommen von 2.500€ aus. Hiervon sind nur 9/10 zu beachten da 1/10 als Berufstätigenbonus zu berücksichtigen sind. Auf diese 2250€ ist der Wohnvorteil aufzuschlagen (vergleichbare ortsübliche Miete, im Beispiel 350€). Die sich so ergebende Summe von 2.600€ ist durch zwei zu teilen. Der Anspruch auf Trennungsunterhalt liegt somit bei 1.300€.

Dies ist nur ganz allgemein gesprochen. Mit fortlaufender Trennungsdauer steigt die Eigenverantwortlichkeit für das eigene Auskommen zu sorgen.

ich hoffe Ihre Frage umfassend beantwortet zu haben. Sollte dies nicht der Fall sein nutzen Sie bitte die kostenlose Nachfragefunktion.

Mit freundlichen Grüßen

Krueckemeyer
Rechtsanwalt


Nachfrage vom Fragesteller 19.07.2018 | 13:01

Sehr geehrter Herr Krueckemeyer,

vielen Dank für Ihre Mühe.

Als Anhaltspunkt zur Berechnung kann man weiterhin finden,

... Richtlinien zur Düsseldorfer Tabelle bzw. den Unterhaltsrechtlichen Leitlinien der Familiensenate in Süddeutschland (SüdL) beträgt die Höhe des Trennungsunterhalts 3/7 bzw. 45% des bereinigten Nettoeinkommens aus der Erwerbstätigkeit des früheren anderen Ehegatten, sofern der geschiedene Ehegatte nicht erwerbstätig ist.

Diese Berechnung würde zu einem etwas anderen Ergebnis führen als Ihre genannte.

Können Sie den Berechnungsunterschied bitte erläutern/erklären ?

Danke vorab & mfG.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 19.07.2018 | 15:09

Sehr geehrter Fragesteller,

Vielen Dank für ihre Nachfrage.

Die Düsseldorfer Tabelle dient der Berechnung von Kindesunterhalt, dieser kann keinesfalls mit Trennungsunterhalt verglichen werden.
Kindesunterhalt ist bedarfsorientiert angelegt. Trennungsunterhalt geht von einer Teilhabe der Einkommensverhältnisse aus.

Für die Norddeutschen Länder gilt ein Erwerbstätigen Bonus von 1/7. Für die Süddeutschen Länder von 1/10. Da Sie aus Baden-Württemberg stammen, sind also 9/10 des bereinigten Einkommens zu teilen. Dies sind dann 45%.

Ich hoffe, dies beantwortet Ihre Nachfrage.
Wenn Sie die unterhaltsrechtlichen Leitlinien durchgehen, werden Sie auch eine Liste mit abzugsfähigen Positionen finden (zum Beispiel private Altersvorsorge).

Sollten Sie weitere Nachfragen haben, können Sie mich via E-Mail kontaktieren.

Mit freundlichen Grüßen

Krueckemeyer
Rechtsanwalt

ANTWORT VON

(201)

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63667 Nidda
Tel: 06043 801 59 60
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