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Berechnung von Trennungsunterhalt. Abziehbare Kosten?

| 09.04.2013 12:56 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Zusammenfassung: Berücksichtigungsfähige Positionen bei der Berechnung des Trennungsunterhalts

mal angenommen eine Frau bezieht aktuell kein Einkommen, da sie noch in Elternzeit ist bis Ende Juli. Sie erhält 2 Beiträge für Kindergeld = 364 Euro + Unterhalt für eine 11 jährige Tochter ca. 320.- Euro.

Sie ist aktuell verheiratet und möchte sich nun jedoch scheiden lassen und es soll der Trennungsunterhalt berechnet werden. Fallen Kindergeld und der Unterhalt als Einkommen bei der Frau in der Berechnung an oder verfügt sie tatsächlich über Null Einkommen?

Bei den abzugsfähigen Posten werden berufsbedinte Aufwendungen aufgeführt. Eine Gerichte ziehen pauschal 5% des Nettoeinkommens ab (maximal 150.- Euro). Sind das 150.- Euro pro Monat oder pro Jahr?
Kann ich Fahrtkosten zur Arbeit gesondert abziehen? Ich habe eine Jahresfahrkarte Bahn für ca. 550.- Euro.

Kann ich die Miete für die alte Ehewohnung als Abzüge aufführen? Falls ja in welcher Höhe auf welchen Zeitraum gesehen? Aktuell zahle ich die Miete dafür alleine mit 920.- Euro pro Monat. Was kann ich noch abziehen? Kosten für Strom, Wasser, Gas? In welcher Höhe?


Einsatz editiert am 09.04.2013 13:04:17

Sehr geehrter Fragesteller,

gern beantworte ich die von Ihnen gestellten Fragen wie folgt:

Kindergeld und Kindesunterhalt bleiben bei der Berechnung des Trennungsunterhaltes unberücksich-tigt, so daß in dem von Ihnen geschilderten Fall die Frau ohne Einkommen ist.

Richtig ist, daß 5 % berufsbedingte Aufwendungen abgezogen werden von dem sog. bereinigten Nettoeinkommen des Unterhaltspflichtigen. Dieses bereinigte Nettoeinkommen errechnet sich bei Angestellten anhand eines durchschnittlich zu errechnenden mtl. Gehaltes unter Berücksichtigung von 12 Verdienstbescheinigungen. Bei Selbständigen wird das Einkommen anhand der Vorlage von Bilanzen der vergangenen 3 Jahre ermittelt. Weiterhin abzugsfähig sind ehebedingte Verbindlichkeiten.

Fahrkosten können nur ausnahmsweise einkommens-mindernd berücksichtigt werden, wenn der Arbeitsplatz mit öffentlichen Verkehrsmitteln nicht oder nicht in zumutbarer Weise erreicht werden kann oder wenn das Fahrzeug während der Berufstätigkeit benötigt wird oder das Fahrzeug z.B. wegen Krankheit oder Körperbehinderung benötigt wird. In Ihrem Fall ist also davon auszugehen, daß Sie keine weiteren Kosten der Bahncard geltend machen können, da diese bereits in den berufsbedingten Aufwendungen in Höhe von 5 % mit enthalten sind, die im übrigen mtl. von dem bereinigen Nettoeinkommen abzuziehen sind.
Weitere Kosten können Sie nicht abziehen, die Kosten für Miete, Strom, etc. müssen von dem Ihnen verbleibenden Selbstbehalt gezahlt werden.
Ich hoffe, Ihnen Ihre Fragen ausreichend beantwortet zu haben und darf Sie darauf hinweisen, daß eine genaue Berechnung des Trenn-ungsunterhaltes nur nach Vorlage sämtlicher Un-terlagen sowie Würdigung der gesamten finanziel-len Umstände vorgenommen werden kann.
Sollten Sie noch eine Nachfrage haben, können Sie gern die kostenlose Nachfragefunktion des Portals nutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Claudia Bertram

Nachfrage vom Fragesteller 09.04.2013 | 14:13

Ich habe eine Nachfrage zur Miete der alten Ehewohnung, in der ich wohnen bleiben möchte (Miete monatlich 920.- Euro). Ich habe die folgende Ausnahmeregelung gefunden:

zahle ich die Miete allein und verbleibe in der Wohnung, so kann ich einen Teil der Miete in Abzug bringen, wenn die Wohnung für mich nach dem Auszug des anderen Ehegatten zu groß bzw. zu teuer ist. Dies gilt während des Trennungsjahres.

Gilt diese Ausnahmegeregelung nicht? Wie hoch könnte der Teil sein, den ich in Abzug bringen kann?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 09.04.2013 | 16:00

Sehr geehrter Frageteller,

gern beantworte ich Ihre Nachfrage wie folgt:

Wie Sie schon sagen, handelt es sich um eine Ausnahmeregelung. Ob Sie in Ihrem Fall gilt oder nicht, läßt sich nur nach Kenntnis und Würdigung sämtlicher Umstände Ihrer gesamten Situation beantworten und übersteigt die Möglichkeiten einer Erstberatung, die dieses Portal bieten soll.
Grundsätzlich gilt diese Regelung bei der Berechnung des Wohnvorteils durch ein Eigenheim, d.h. wenn Sie mitfrei in einem Eigenheim wohnen würden, würde während der Zeit der Trennung der sich hieraus ergebende Wohnvorteil, durch den Ihr Einkommen erhöht wird, nur nach der Miete bemessen, die für eine dem ehelichen Lebensstan-dard entsprechende angemessene kleinere Wohnung auf dem örtlichen Wohnungsmarkt zu zahlen wäre. Sollte die Ausnahmerregelung in Ihrem Fall geltend, würde also eine Anrechnung in Höhe des Betrages erfolgen, den die Miete für eine dem ehelichen Lebensstandard entsprechende angemessene kleinere Wohnung zahlen müßten.
Für weitere Fragen können Sie mich gern per Mail kontaktieren, da dieses Portal nur eine einzige Nachfrage zuläßt und nur der Erstberatung dienen soll.

Mit freundlichen Grüßen
Claudia Bertram

Bewertung des Fragestellers 11.04.2013 | 09:07

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Stellungnahme vom Anwalt:
FRAGESTELLER 11.04.2013 4,6/5,0
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