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Bedrohung, eins auswischen


30.05.2007 19:31 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Tanja Stiller



Guten Tag!

September- Oktober 2006 wurde ich von zwei mir, damals, unbekanntenn Personen übelst bedroht und beschimpft, traute mich kaum vor die Tür, hatte große Angst und habe bis heute Schlafstörungen.
Vor einigen Monaten habe ich erfahren wer diese Person ist und um ihr eins "auszuwischen" Brief& SMS geschickt und eine Kontaktanzeige im Internet geschaltet. Dazu muß ich sagen, dass ich sie in KEINER Weise bedroht oder beschimpf habe und mir bewußt ist dass es ein Fehler war die Briefe, Sms und Anzeige zu schreiben. Die Anzeige habe ich längst wieder gelöscht.
Mittlerweile weiß ich dass sie die noch Frau von meinem Freund ist(sie hat die Scheidung eingereicht)und sie mich wegen den Briefen usw. angezeigt hat.
Vor einigen Tagen stand sie mit drei weitern Frauen in meiner Wohnungstür, weigerte sich zu gehen und beschimpfte mich erneut aufs übelste und ihr Vater usw. steht seit einger Zeit abends öfter im Auto vor meiner Tür um zu gucken ob ich alleine oder mit seinem noch Schwiegersohn nach Hause komme.
Dementsprechend habe ich natürlich wieder Angst das Haus zu verlassen oder die Tür zu öffnen.
Ich habe sie nicht angezeigt, weil mein Freund genug familiären Stress hat und mich darum gebeten hat. Heute bekam ich Post von ihrem Anwalt, in diesem Brief stand dass ich es unterlassen soll Briefe/SMS zu schreiben usw., das mache ich schon seit Wochen nicht mehr.
Ich möchte gerne wissen was mich durch diese Anzeige erwartet (überhaupt etwas/ Geldstrafe?) und wie ich mich weiter verhalten soll?! Bei der Polizei wurde mir auf Nachfragen gesagt dass sie mir nichts sagen können aber dass solche Anzeigen meistens fallengelassen werden?? Vielen Dank
Eingrenzung vom Fragesteller
30.05.2007 | 19:33

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Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für die Einstellung Ihrer Frage.

Zuerst möchte ich Sie daraufhin weisen, dass dieses Forum lediglich eine erste rechtliche Orientierung bieten soll, die in keinem Fall den Gang zu einer Kollegin/ einem Kollegen vor Ort ersetzt.
Durch Hinzufügen oder Weglassen von Sachverhaltsangaben kann nämlich die rechtliche Beurteilung komplett anders ausfallen und somit zu einem anderen Ergebnis führen.

Ihre Frage beantworte ich aufgrund, der von Ihnen erhaltenen Angaben und eingesetzten Betrag wie folgt:

Sie könnten sich gemäß § 238 StGB strafbar gemacht haben.
Diese Vorschrift stellt Stalking unter Strafe.
Unter Stalking versteht man das Verfolgen oder Belästigen einer Person.
Stalking-Handlungen sind unter anderem häufige Telefonanrufe oder Versenden von SMS, Schriftverkehr per Brief oder Email, Veröffentlichungen im Internet etc.
Ihre Handlungen erfüllen demnach die Voraussetzungen des § 238 StGB

Nach § 238 StGB wird mit Freiheitsstrafe bis zu 3 Jahren oder mit Geldstrafe bestraft, wer einen Menschen unbefugt nachstellt, indem er zum Beispiel beharrlich seine räumliche Nähe aufsucht oder unter Verwendung von Telekommunikationsmitteln oder sonstigen Mitteln der Kommunikation oder über Dritte Kontakt zu ihm herzustellen versucht.

Ich gehe davon aus, dass Sie nicht vorbestraft sind. Aller Wahrscheinlichkeit haben Sie dann eine Geldstrafe zu erwarten.

Vor der Polizei müssen Sie weder Erscheinen noch eine Aussage machen.
Meines Erachtens sollten Sie einen Anwalt/ eine Anwältin vor Ort beauftragen, die dann erst einmal Akteneinsicht beantragt.
Erst dann kann eingeschätzt werden, was Sie zu erwarten haben und ob eventuell das Verfahren nicht schon frühzeitig eingestellt werden kann.
Außerdem kann der Kollege/ die Kollegin dann entscheiden, ob es überhaupt sinnvoll ist, eine Aussage zu machen oder ob es für Sie günstiger ist zu schweigen.
Daher rate ich Ihnen vor Akteneinsicht keine Aussage zu machen.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen und verbleibe

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin Tanja Stiller

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