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Asyl, Scheidung, Sorgerecht, Frankreich

31.01.2020 20:52 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


in unter 1 Stunde

Ich bin eine Russin und war mit einem Franzose verheiratet, wir haben einen kleinen Jungen und lassen uns scheiden. Der lebt mit mir in kleiner französischer Stadt und darf auch ab und zu seinen Vater sehen. Vor 2 Jahren hat sich mein Mann von mir getrennt. Vor einem Jahr hat er die Scheidung eingereicht. Seither bin ich im besonderen Maße den häufigen Meinungsumschwüngen meines Ex-Partners ausgesetzt. Es wird versprochen und widerrufen.
Ich bin bei allem von der Zustimmung meines Mannes abhängig. So hat er die Aufenthaltserlaubnis meiner Mutter kurz nach ihren Eintreffen widerrufen. Im Moment schürt mein Mann Intrigen und Beleidigungen beim Generalrat und Jugendamt, ich habe Angst, dass sie unseren Sohn ins französische Kinderheim schicken, wo kleine Kinder Schlafmittel und Antidepressiva bekommen… Man hat mir schon gesagt, ich darf mit ihm nicht Russisch sprechen!
Ich habe einen internationalen Abschluss in Wirtschaft. Doch nun sitze ich in einer kleinen Stadt fest, wo ich keine Arbeit finde. Weil ich keinen Führerschein habe, kann ich mich nicht bewegen. Ich würde gern umziehen, um einen Job zu finden, einen Spezialisten aufzusuchen oder einfach nur die medizinische Wüste zu meiden. Aber ohne Verständnis von meinem Mann darf ich sogar nicht mal die Schule wechseln! Mein Mann wird oft handgreiflich, macht Bedrohungen, aber wegen Kinderheim-Gefahr muss ich das verschweigen.
Mein Kind hat manche Gesundheitsproblemen nach der Geburtsverletzung. Nachdem ich eine Beschwerde an ÄrzteKammer eingereicht hatte, verweigerte unser behandelnder Arzt mir und meinem Sohn die medizinische Hilfe! Wir verlieren die Zeit ohne Diagnostik und man schubt seine Symptome auf Streit zwischen uns Eltern. Ich finde, dass Kinder- und Menschenrechte hier ganz und gar nicht respektiert sind.
Ich würde nie verboten, dass mein Sohn seinen Vater sieht. Aber ich möchte auch die Möglichkeit haben, ihre Großeltern in Russland für meinen Sohn zu besuchen. Doch mein Mann hat ein Ausreiseverbot für unseren Sohn bekommen.
Die Entscheidung für jemanden nach Frankreich zu ziehen sollte nicht in einer Art Gefangenschaft enden. Es steht einem zivilisierten Land wie Frankreich nicht gut zu Gesicht. Ich bin sehr verzweifelt, mein Sohn ist schon mal fast gestorben wegen Aerztemangel...
Unser Kind hatte eine deutsche Grossmutter (auf Vater's Seite), ich hab auch Verwandte, die in Deutschland leben.. Meine Frage ist folgend: wenn ich mit meinem Kind trotz Reiseverbot nach Deutschland gehe, habe ich die Möglichkeit, Asyl für uns zu bekommen? Oder darf ich vielleicht aus deutschem Flughafen nach Russland mit meinem Sohn fliegen (trotz Ausreiseverbot?)



31.01.2020 | 21:18

Antwort

von


(346)
Freiheitsweg 23
13407 Berlin
Tel: 03080571275
E-Mail:

Sehr geehrter Fragestellerin,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:
Wenn Sie trotz Reiseverbot mit dem Kind nach Deutschland kommen, dann ist Deutschland nach Artikel 7 Haager Übereinkommens über den Schutz von Kindern verpflichtet, das Kind wieder zum Vater zurück, zu bringen. Auch Russland wäre theoretisch dazu verpflichtet, wenn Sie es mit dem Kind bis dort schaffen.
Asyl setzt eine Verfolgung durch den Staat voraus. Eine solche ist hier nicht erkennbar. Ein Asylantrag wäre daher offensichtlich unbegründet.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Bernhard Müller

ANTWORT VON

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