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Scheidung und alleiniges sorgerecht beantragen

22.07.2018 10:27 |
Preis: 25,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Anja Holzapfel


Hallo. Mein noch Mann und ich sind seit 2007 verheiratet. Wir haben 3 Kinder, wovon die beiden kleinsten evtl nicht seine sind.
Seit Oktober 2017 Leben wir getrennt. Ich wohne bei meinen Eltern. Die Kinder sind bei mir.
Alter 1,5 und 10.
Er hat sich in der Ehe um nicht gekümmert. Weder um die Kinder, noch den Haushalt oder die Finanzen. Ich stand 24 Stunden am Tage 7 Tage die Woche 365 Tage im Jahr allein da. Selbst am Wochende waren nie mehr als 5 Minuten Zeit da, außer es war Fußball vom großen. Da hat er ihn hin gefahren und zurück gebracht.
Aber sonst blieb alles an mir hängen. Schule, Hausaufgaben, Hobbys, Krankenpflege, nachts aufstehen, wickeln, Mahlzeiten ohne ihn grundsätzlich, spielen, ins Bett bringen.
Finanziell war mein einziges Problem. Ich habe viel Mist gebaut und viele Schulden verursacht. Die Kinder waren aber immer Top versorgt und hatten alles, daher auch viele Schulden.
Seit der Trennung ist es ein auf und ab. Mal lieben und mal hassen wir uns. Klären können wir aber nichts zusammen. Vereinbarungen wurden nur eingehalten Solange es gut lief. Reden konnten wir bisher nicht.
Es gab Phasen wo mein Mann mich massiv bedroht hat und beschimpft hat. Vorige Woche drohte er die Kinder vom Umgang nicht mehr zurück zu bringen und sie auch im Umgang gegen mich aufzuhetzen.
Nachrichten habe ich auf dem Handy.
Bezüglich Umgang, der große, 10, hat seit der Trennung 1 mal für eine Stunde Kontakt zu meinem Mann gehabt. Er verweigert ansonsten den Umgang und den Kontakt.
Den ganz kleinen hat er jetzt 5 mal gesehen. Immer so 10 Minuten.
Die kleine hat er seit etwa 2 Monaten unregelmäßig gesehen. 1 mal hat er sie für 2 Stunden alleine gehabt.
Bei ihm war keines der kinder seit der Trennung.
Wir haben ihn seit Oktober seit der Trennung immer wieder eingeladen, ob zu Weihnachten, Geburtstagen, Zoo, Bad....Er hat immer abgelehnt.
Kam es zu einem Treffen mit der mittleren zu ungünstigen Zeiten wollte er nicht mit in die Wohnung um den kleinen zu sehen. Auch nicht wenn er krank war oder geschlafen hatte. Oder wenn das Wetter draußen zu schlecht war im Winter.
Beim ASB war das ok...Ich sollte ihn nicht mehr einladen wegen seiner finanziellen angespannten Situation. Obwohl ich das anders gesehen hab. Wenn ich ihn einlade und ihn mit nehmen will und bezahlen will gibt es für mich keinen Grund das abzulehnen wenn man seine Kinder angeblich sehen will. Auch nicht wenn Schwiegereltern dabei sind.
Nun gut der ASB sah das anders. Wir vereinbarten Sonntags um 2 den Umgang bei uns. schriftlich.
Das klappte 1 mal mit zu spät kommen und nur für eine dreiviertel Stunde. Beim nächsten mal war ich in der Notfall Apotheke mit den Kindern um Medikamente zu holen weil sie spontan krank geworden sind. Ich bat etwas später um Umgang. Er kam nicht. Und fuhr zu seiner Freundin. Auch der nächste Sonntag fiel aus weil er feiern war.
Ich bot immer wieder treffen freitags oder samstags an, als Ersatz. Fehlanzeige.
Dann kamen Fußball Turniere meines großen hinzu. Ich wollte die treffen verschieben. Er wollte nicht mit und bestand auf den Termin plötzlich. Später oder alternativ war nichts drin. So fielen wieder treffen aus. Ich war natürlich schuld.
Ich ließ mich darauf ein im Notfall auf Turniere zu verzichten oder halt nur mal 1 Kind oder 2 zur Verfügung zu stellen. Das schlug auch fehl weil er null Interesse am kleinen hatte und der große nicht wollte wenn kein Turnier war aber ich mit der mittleren zum reiten wollte.
Laut ASB hat er sonntags die volle Entscheidung. Er entscheidet was gemacht wird und soll alles besorgen. Das klappte ja auch nicht weil ich natürlich badesachen besorgen musst und schwimmflügel und einen Autositz leihen sollte. Ich weigerte mich. Er sagte ab. Wo Er die kleine mal 2 Stunden hatte brachte er nicht mal Ersatz Sachen mit, obwohl er wusste das sie ab und zu noch mal einpullert, oder trinken und fuhr ohne Kindersitz mit ihr weg.
Er droht auch viel mit Selbstmord wenn er durch die Scheidung unser Haus verliert oder Unterhalt zahlen muss.
Er wurde zur Trennung eingewiesen einen Tag, drohte danach massiv weiter mit Selbstmord und versuchte es auch 1 mal. Ein Kumpel verhinderte das.
Bis heute droht er immer wieder. Auch mir die kinder zu entziehen. Daher will ich das alleinige Sorgerecht. Auch weil wir nicht reden können ich ohnehin qlles alleine kläre und es immer wieder so eskaliert. Habe ich Chancen hierauf?
Mein Problem. Ich muss für 2 Jahre in Haft wegen Betruges. Der kleinste soll mit. Die beiden anderen sollen bei meinen Eltern wohnen. Sie sollen sich kümmern zu der Zeit. Meine Schwestern helfen hier auch.

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Sehr geehrte Fragestellerin,



Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen wie folgt beantworten:


Während der Haft werden Sie das Sorgerecht praktisch aufgrund Ihrer Abwesenheit nicht ausüben können. Daher sollte vor Ihrem Haftantritt eine Regelung erfolgen.

Ich gehe davon aus, dass das Sorgerecht Ihnen und Ihrem Mann gemeinsam zusteht. Wenn Einigkeit besteht, dass Ihre Eltern die Betreuung der Kinder übernehmen sollen, wäre es am einfachsten, wenn Sie und Ihr Mann gemeinsam die Eltern schriftlich bevollmächtigen. Dann können Ihre Eltern in der Zwischenzeit alle erforderlichen Entscheidungen für die Kinder treffen. Dazu müssten Sie und Ihr Mann sich aber einig sein.

Wenn eine einvernehmliche Regelung scheitert, muss das Familiengericht entscheiden. Entweder lassen Sie Ihre Eltern als Vormund einsetzen, oder Sie beantragen das alleinige Sorgerecht für sich, und zwar mit dem Ziel, nach einer entsprechenden Entscheidung allein Ihre Eltern bevollmächtigen zu können.

Das Gericht wird dann dem Kindeswohl entsprechend entscheiden. Da die Kinder bisher bei Ihnen gelebt haben, ist ein solches Verfahren sicherlich nicht aussichtslos. Im Hinblick auf die Haftstrafe werden Sie allerdings erläutern müssen, was Sie für diese Zeit planen. Eine endgültige Prognose über den Ausgang des Verfahrens ist ohne Kenntnis aller Einzelheiten unmöglich.

Die Probleme mit dem Umgang lassen sich über dieses Verfahren allerdings nicht lösen. Ein Umgangsrecht hat der Elternteil, der die Kinder nicht bei sich hat, unabhängig davon, ob er sorgeberechtigt ist.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen.



Mit freundlichen Grüßen aus Wunstorf

Anja Holzapfel
-Rechtsanwältin-
-Fachanwältin für Familienrecht-

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