Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.463
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Adoption des unehelichen Kindes


01.07.2006 14:26 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht



Derzeit bin ich noch eine arbeitslose alleinerziehende Mutter.Meine Tochter wird 2 Jahre alt.Ich habe einen Freund ,der meine Tochter adoptieren wuerde.Er verdient gut und erbt auch mal einiges.Da der leibliche Vater unbekannt ist,bekomme ich Unterhaltsvorschuss von 127Euro/monatl.
Da ich selbst niemals heiraten moechte,will ich wenigsten meinem Kind diese finanzielle Absicherung (Erbe)einraeumen und habe vor ,den Freund in der Geburtsurkunde der Tochter eintragen zu lassen.Wer weiss,ob jemals so eine Chance nochmal kommt.Es geht hier also nur um das Finanzielle.Die Tochter soll auch seinen Nachnamen bekommen.
Ich selbst lebe in der Insolvenzphase und hasse die Armut.
Er ist Englaender,nebenbei.
Frage:Muesste mein Freund ,bei Namensregistrierung als Vater in der Geburtsurkunde die vom Jugendamt bisher bezahlten Gelder auch zahlen? Also 127€ MAL 24 Monate.Wie geht man am besten vor?Ist die Adotion gleichzeitig auch offiziell eine Anerkennung einer Vaterschaft? Gibt es evtlt. auch Nachteile dabei? Danke fuer ihre Antwort

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten
Sehr geehrte Ratsuchende,

Nein, Ihr Freund müsste im Falle der Adoption Ihres Kindes keine Unterhaltsrückstände des unbekannten leiblichen Vaters begleichen.

Die Adoption steht im Übrigen nicht einer Anerkennung der Vaterschaft im Sinne des § 1592 Nr. 2 BGB gleich und hat eine solche auch nicht zur Folge.

Dies ergibt sich aus dem Regelungszusammenhang der Vorschriften des § 1754 BGB und § 1755 BGB.

Mit der Adoption erlangt das Kind gemäß § 1754 Abs. 2 BGB die rechtliche Stellung eines Kindes des Annehmenden (dies bedeutet auch, dass eine gemeinschaftliche elterliche Sorge nur in Betracht kommt, wenn Sie beide gemeinsam das Kind adoptieren oder wenn Sie später heiraten).

Erst ab diesem Zeitpunkt haftet der Annehmende für den Kindesunterhalt.

Nach § 1755 Abs. 1 Satz 2 HS. 2 BGB erlöschen mit der Adoption die Unterhaltsansprüche des Kindes gegen seinen leiblichen Vater, und zwar grundsätzlich auch rückwirkend.
Dies gilt aber nach dem Zweck des Gesetzes nicht für solche Unterhaltsansprüche aus der Vergangenheit, die – wie hier zum Teil – bereits fällig geworden sind (Bundesgerichtshof NJW 1981, 2298). Es soll vermieden werden, dass der leibliche Vater durch Hinauszögern der Zahlungen noch belohnt wird.

Der Übergang der Unterhaltsansprüche auf das Jugendamt in Höhe von € 127 pro Monat kann daher nicht zu Lasten Ihres Freundes, sondern nur zu Lasten des unbekannt gebliebenen leiblichen Vaters gehen.


Ich hoffe, ich konnte Ihnen eine erste Orientierung in Bezug auf Ihr Rechtsproblem vermitteln.

Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen


Wolfram Geyer
Rechtsanwalt

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60176 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Kompetent und verständlich besten Dank ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Besten Dank!!! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Vielen herzlichen Dank für die ausführliche Beantwortung meiner Frage! ...
FRAGESTELLER