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stehe im Darlehensvertrag aber nicht im Grundbuch

31.10.2009 17:04 |
Preis: ***,00 € |

Kredite


Hallo,
ich männlich wir haben 2004 geheiratet das Elternhaus meiner Frau wurde auf Sie überschrieben. 2005 haben wir dann aus dem Einfamilienhaus zwei Eigentumswohnungen gemacht - Sie steht alleine im Grundbuch ( wollten die Schwiegereltern so haben) im Darhensvertrag bei der Bank stehen wir beide drin.
Die Schwiegereltern haben in Ihrer Wohnung ein lebenslanges Wohnrecht - nach de Tod der Schwiegereltern erbt meine Ex-Frau auch diese Wohnung.
Wert der Immobilie 300.000,00 Wert des Wohnrechtes 60.000,00 Schulden auf dem Haus 180.000,00 über den Zugewinn bei der Scheidung bekomme ich noch einige € da Sie über einen höheren Anfangswert hatte ( Sie hat das alte noch nicht umgebaute Haus in die Ehe mitgebracht)..
Ich habe in den 4 Jahren auch alleine den Kredit an die Bank gezahlt meine Frau hat die restlichen Lebenshaltungskosten übernommen....
Die Bank hat mich damals nicht gefragt ob ich im Grundbuch stehe -Wie komme ich aus dem Darlehensvertrag raus??
muss ich für immer eine Immobilie zahlen die mir nicht gehört??




Sehr geehrter Fragesteller,

Zunächst ist festzuhalten, dass Sie gegenüber der Bank weiterhin verpflichtet sind, die Raten zu zahlen. Da Sie den Darlehensvertrag persönlich abgeschlossen haben, müssen Sie die eingegangene vertragliche Verpflichtung auch weiterhin erfüllen. Dies betrifft aber nur das Verhältnis zur Bank.

Im Verhältnis zu Ihrer früheren Ehefrau können Erstattungsansprüche oder sogar ein Anspruch auf vollständige Freistellung von den Ratenzahlungen bestehen.

Bei einem gemeinsam aufgenommenen Darlehen ist es zunächst so, dass beide Teile im Innenverhältnis (also untereinander) zu gleichen Teilen haften. Derjenige, der im Außenverhältnis (zur Bank) die Zahlungen vollständig übernimmt, kann im Innenverhältnis vom anderen Teil die Hälfte seiner Zahlungen erstattet verlangen. Dies ergibt sich aus der gesetzlichen Regelung über die sog. Gesamtschuld. Anspruchsgrundlage ist § 426 Abs. 1 Satz 1 BGB (diese Regelung bleibt von den Bestimmungen über den Zugewinnausgleich unberührt).

Rückzahlungen können Sie mindestens für die Zeit nach der Trennung verlangen. Hinsichtlich der Zahlungen während der Ehe müsste genauer geprüft werden, wie die Absprachen genau aussahen (teils lehnt die Rechtsprechung Ausgleichsansprüche für Zahlungen während der Ehe ganz ab).

Darüber hinaus liegt auch - da Ihre Ehefrau Alleineigentümerin des Grundstücks ist - ein Anspruch auf vollständige Freistellung von den Ratenzahlungen nahe, d. h. Sie können evtl. sämtliche Gelder, die Sie (zumindest nach Trennung) an die Bank zahlen und gezahlt haben, erstattet verlangen.

Die Antwort auf Ihre Frage lautet also: Nein, zahlen müssen Sie (gegenüber Ihrer Ex-Frau zumindest) wohl nicht mehr. Aus dem Darlehensvertrag im Verhältnis zur Bank kommen Sie allerdings nicht heraus. Die Rückabwicklungen Ihrer Zahlungen beschränken sich auf das Verhältnis zu Ihrer Ex-Frau.

Für die genauere Prüfung und ggfs. Geltendmachung der Rückzahlungs- und Freistellungsansprüche kann ich nur dringend empfehlen, dass Sie sich anwaltlich vertreten lassen.


Mit freundlichen Grüßen

M. Juhre
Rechtsanwalt

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