Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

eBay Verkauf, Handy Neu Sonstiges, B-Ware verkauft, Käufer verlangt Neuware

18.09.2019 00:22 |
Preis: ***,00 € |

Internetauktionen


Beantwortet von


06:30

Zusammenfassung:

Käuferrecht

Sehr geehrte Damen und Herren,
Ich bin in eBay als Kleinunternehmer tätig und verkaufe B-Ware, seit Jahren, habe auch treue Kunden, wegen guten Preisen und hatte bisher wenig ärger.
Nun zum Konkreten Fall, ich habe Mitte August ein Handy unter Neu Sonstiges (siehe Artikelnummer) verkauft, in der Artikelbeschreibung steht B-Ware (Das Gerät hat minimale Gebrauchsspuren, keine Kratzer oder sonstiges).
Nach Erhalt des Artikels, schrieb mir der Käufer folgendes:
"Hallo, habe das Handy erhalten und schaut auch gut aus, leider habe ich bei Ebay in der suche Neu als Filter eingegeben aber das Handy ist gebraucht! Der Akku zeigt nach kurzer zeit nach dem Laden schon 95% an und nach einem halben Tag ohne große Benutzung schon 70%. Der Akku wurde laut System schon über 400 mal geladen, das ist nun wirklich nicht mehr als neu zu bezeichnen!"

Daraufhin schrieb ich ihm, er könne mir den Artikel zurück senden, da er ja 14 Tage Rückgaberecht hätte, bei Widerruf trägt der Käufer die Rücksendung.

Darauf antwortete der Käufer so:
"In Ihrer Anzeige steht Artikel NEU, eBay kann da wohl nichts dafür. Ich möchte keinen Widerruf sondern mache gewährleistungsansprüche gelten! Ich habe ein neues Handy gekauft und möchte das von Ihnen auch geliefert bekommen! Wenn Sie das Handy zurrückwollen senden Sie mir einen Rücksendeschein. Ich werde nicht dafür bezahlen denn es war nicht mein Fehler. Schadenersatzansprüche halte ich mir vor! Für ine Erstattung von 50€ würde ich das Gebrauchte Handy auch behalten!"
3 Tage später schrieb er noch folgendes:
"Zur vermeidung weiterer kosten fordere ich sie letztmalig auf mir bis spätestens 30.8.2019 das bei Ihnen gekaufte "Neue" Galaxy A3 zu liefern oder mir mein Geld zuzüglich Rücksendekosten auf das nachfolgende Konto zu erstatten, ich werde das Handy dann nach Beschaffung eines neuen Handys zurücksenden. Bei erfolglosem Fristablauf werde ich weitere rechtliche schritte einleiten durch welche unnötige kosten entstehen werden."

Es gibt leider, sehr viele Kunden, die bei Widerruf behaupten etwas wäre defekt oder es stimmt was nicht damit, damit sie die Rücksendekosten nicht tragen, daher biete ich ihnen nach Prüfung, die Versandkosten zu Übernehmen.

Ich habe zwischenzeitlich auch öfters mit seinem Anwalt geschrieben.

Mein Problem gerade ist, er hat zwischenzeitlich nochmal ein Handy bei mir gekauft, das andere ist laut seinem Anwalt runtergefallen und am Display defekt, ich soll jetzt 200€ zurück Überweisen, damit ich das kaputte zurück erhalte.

Ich habe das Geld sofort zurück Überwiesen, für das erneut gekaufte Handy, wir haben gerade einen Streit darüber und jetzt kauft er extra ein zweites bei mir, dies schrieb mir auch sein Anwalt, als Info.

Ich hatte öfters nachgefragt, warum er einfach das Handy nicht zurück schickt, er hatte ja ein Rückgaberecht und 1 Jahr Gewährleistung, es ist ja kein Sperriges Gerät.

Meine Frage lautet nun, ob der Käufer einfach ohne Beweis, den Artikel behält, Schadenersatzansprüche verlangt und sein Anwalt auf :" Da Sie sich zum Zeitpunkt des Sturzes des Handys bereits in Annahmeverzug befanden könnte mein Mandant natürlich auch Rücknahme des Handys gegen (volle) Kaufpreiserstattung verlangen, denn die Gefahr des Untergangs bzw. der Beschädigung tragen zum Zeitpunkt des Annahmeverzugs Sie."

Ich hatte den Käufer so verstanden, dass er ein Nagelneues Handy gekauft hat und keine B-Ware, dies habe ich zu keinem Zeitpunkt angeboten.

Zur Info das Handy ist nicht defekt, es sieht auch Neu aus, laut seiner Behauptung aber, schon über 400x aufgeladen wurde, da ich die Ware von einem Großhändler als B-Ware kaufe, verkaufe ich die Ware auch so wie Beschrieben, als B-Ware, Neu Sonstiges (siehe Artikel Beschreibung).

Es ging eigentlich um die Versandkosten und nicht das ich das Gerät nicht zurück nehmen wollte, ich ging auch davon aus, das er das Gerät zurück sendet, da er ja ein neues Gerät erwartet hat, was auch kein Problem war.

Daher brauche ich einen Rat, wie ich weiter vorgehen sollte, da sein Anwalt immer höhere Beträge verlangt und nun mit dem zweiten erworbenen Handy, ja auch bestimmt ein Rechtsstreit wird, außerdem hat er bereits negativ bewertet, mit verkauft gebrauchte Handys als Neu und einen weiteren Käufer dazu animiert hat, ebenfalls negativ zu bewerten, er hatte lediglich ausversehen eine falsche Farbe erhalten.


Vielen Dank schon mal im Voraus

18.09.2019 | 00:56

Antwort

von


(721)
Stedinger Str. 39a
27753 Delmenhorst
Tel: 04221-983945
Web: http://www.drseiter.de
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Erstmal vorweg: Sie brauchen einen Anwalt, denn Sie verstricken sich immer mehr und wie Sie schon schreiben, die Kosten werden immer höher!

Des weiteren kommt es auf die genaue Bezeichnung an: B-Ware ist ein weiter Begriff, diese kann - ebenso wie A-Ware und C-Ware - neu, gebraucht oder neuwertig sein. Wenn Sie also neu und B-Ware geschrieben haben, dann wäre eine Akkuaufladung von 400 mal tatsächlich nicht mehr neu!

Wenn Sie das Handy nun von einem Händler gekauft haben, der diese Ihnen als Neu verkauft hat, so können Sie alle Kosten dort geltend machen und ebenfalls Schadensersatz verlangen - allerdings als Händler unverzüglich nach Kenntnis! Also jetzt!

Beachte Sie auch: Gemäß § 439 Abs. 2 BGB müssen Sie alle Kosten tragen. Sie hätten also die Rücksendekosten tragen müssen. Wenn Sie dann nach Prüfung festgestellt hätten, dass die Sache nicht mangelhaft ist, hätten Sie die Kosten zurückverlangen können.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwältin Dr. Corina Seiter
Fachanwältin für Familienrecht, Fachanwältin für Strafrecht

Rückfrage vom Fragesteller 18.09.2019 | 11:59

Danke für die Antwort,
Im Artikel selbst steht ja die Erklärung zur B-Ware, es steht:
"Das Gerät ist B-Ware.
Als B-Ware werden Verkaufsartikel bezeichnet, die nicht mehr original verpackt
sind oder die Verpackung kann geringfügig beschädigt sein.
Die Geräte sind geprüft technisch und optisch einwandfrei.
Beschädigte Verpackungen wurden ergänzt oder erneuert (siehe immer Lieferumfang).
Ebenfalls gehören hierzu Artikel, die vorgeführt, bzw. vom Kunden angesehen wurden,
sowie Retouren aus dem Versandhandel.
Die Artikel weisen keine oder sehr geringfügige Gebrauchsspuren auf (siehe Lieferumfang)."

Ich habe vom Käufer, nicht mal ein Bild der Ladezyklen erhalten oder vom Akku Zustand, deswegen sollte er ja das Handy zurück senden, muss man nicht als Händler versuchen 3x die Sache auszubessern?
Bevor man vor Gericht geht oder Minderungen bezahlt ohne Beweis?
Also ohne das Gerät zusehen oder den Mangel, kann ich auch nicht meinen Händler zur Rede stellen, natürlich weiß ich das 400 Ladezyklen sehr viel sind, aber das Gerät sah nicht aus wie gebraucht, also bezweifelte ich das nicht und habe das Angebot so erstellt.
Ich wollte keinen Kunden hinters Licht führen, die Versandkosten trage ich immer als Händler, nur hatte ich einfach in letzter Zeit, so viele Tricks von Kunden gesehen, man kriegt sein Geld von denen nicht wieder und der Zustand in dem sie die Sachen zurück senden, ist eine Katastrophe, daher sage ich denen sie sollen es zurück senden.

Vor Gericht kann ich sicherlich nicht gegen den Händler vorgehen, der hat noch bessere Anwälte.


Vielen Dank schon mal


Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 20.09.2019 | 06:30

Erstmal haben Sie in der Artikelbezeichnung die Ware richtig bezeichnet - Sie haben beschrieben, was eine B-Ware ist. Das ist schonmal gut!

Wenn er Recht hat, wäre diese jedoch tatsächlich nicht neu. Da Sie jedoch die Rückabwicklung oder Gewährleistung nicht alleine von den Behauptungen des Käufers abhängig machen können, haben Sie das Recht, dass dieser Ihnen die Ware zur Prüfung zusenden (so auch Bundesgerichtshof im Urteil 10.03.2010 – Az.: VI ZR 310/08 ). Wer die Kosten dafür tragen muss, hängt davon ab, ob die Rüge berechtigt war (lag also ein Fehler vor: Sie, lag dieser nicht vor: er). Warum er das 2. Handy gekauft hat, erschließt sich nicht. Allerdings beachten Sie, dass das ein eigenständiger Kauf ist, den er bezahlen muss! Gehen Sie schnell zum Anwalt, denn Sie können viel rechtlich falsch machen, obwohl Sie ggf. im Recht wären ((was dieser prüfen müsste).

ANTWORT VON

(721)

Stedinger Str. 39a
27753 Delmenhorst
Tel: 04221-983945
Web: http://www.drseiter.de
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Internet und Computerrecht, Fachanwalt Familienrecht, Fachanwalt Strafrecht, Kaufrecht, Urheberrecht, Verkehrsrecht, Tierrecht, Ordnungswidrigkeiten, Zivilrecht, Vertragsrecht
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,7 von 5 Sternen
(basierend auf 90264 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
4,8/5,0
Klar und deutlich, und sogar mit Humor ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Einfach einzigartig perfekt einfühlsam und geduldig wie meine vielen Fragen und Nachfragen ausführlich und auch für mich als Laie verständlich und vorallem auch schnell „Tag und Nacht" beantwortet werden. Meine Hochachtung und ... ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Es ging um die Frage, mit welchem Argument eine Mieterhöhung begründet werden kann, wenn kein Mietspiegel und keine Vergleichsmiete vorliegt. Diese Frage wurde zu meiner vollsten Zufriedenheit beantwortet. ...
FRAGESTELLER