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Wiedereingliederung nach Schwangerschaft

10.09.2014 11:59 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Zusammenfassung: Zum Anspruch des Arbeitnehmers auf Rückkehr an den alten Arbeitsplatz nach der Elternzeit.

Sehr geehrte Damen und Herren,

meine Frau ist Krankenschwester in einer großen Klinik.

Im Jahr 2013 wurde sie schwanger und aufgrund dessen bekam sie vom Ihrem Arzt ein Beschäftigungsverbot für die Zeit Juni 2013 bis zur Entbindung in August 2013 ausgeschrieben. In Mai 2013 befand sie sich wegen Ihr Übergewicht für zwei Wochen auf Kur. Dies war der Leitung seit Oktober 2012 bekannt. Hier hatte meine Frau angefragt, ob es in Ordnung sei, wenn sie auf Kur ginge. Keine Beanstandungen seitens der Leitung.

Die Elternzeit wurde für die Zeit September 2013 bis September 2014 beantragt und genehmigt.

In Mai 2014 hat meine Frau die Klinik kontaktiert, weil sie bereits in August wieder mit der Arbeit beginnen wollte.

Nun sind folgende Probleme aufgetaucht:
1. Laut Aussage der Klinikleitung sind keine Stellen frei. Sie darf zwar kommen, wird aber von Station zu Station wandern müssen. Die Verweildauer auf die jeweilige Stationen schwankt zwischen 2 bis 4 Monate.

2. Die Leitung Ihrer ehemaligen Station mag meine Frau nicht wieder als Arbeitskraft anstellen weil sie übergewichtigt ist und die arbeit nicht erledigt. Zusätzlich sei sie im Jahr 2013 zu oft krank gewesen. Ich stelle jedoch fest, dass meine Frau sehr wohl die Arbeit erledigt. Dies kann von ihren vielen Kolleginen bezeugt werden. Außerdem war sie im Jahr 2013 wegen der Schwangerschaft krank gemeldet gewesen (Beschäftigungsverbot). Wir haben versucht damit zu Betriebsrat zu gehen. Hier wissen die Herrschaften aber mit dem Thema nicht umzugehen.

Offenbar wird versucht seitens der Klinik meine Frau zur Kündigung zu motivieren. Immerhin werden die freien Stellen mit Zeitarbeiterinnen ausgefüllt.

Was können wir tun um uns gegen die Klinik zu wehren? Meine Frau ist tatsächlich übergewichtig. Jedoch kann sie ihr Gewicht nicht ohne Weiteres reduziert werden. Eine Diät hilft da nicht. Es muss behandelt werden. Was sie auch tut. Deswegen aber keine Arbeit zu bekommen, empfingen wir als Diskriminierung. Auch die Aussage, meine Frau sei offenbar faul ist eine Lüge. Immerhin geht sie sogar mit Fieber zur Arbeit.

Vielen Dank im Voraus für eine Antwort.

Mit freundlichen Grüßen

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Ihre Frau hat nach Ende der Elternzeit einen Anspruch darauf gemäß Arbeitsvertrag beschäftigt zu werden. Es besteht nicht automatisch ein Anspruch auf die alte Stelle, sondern es kommt auf die Formulierung im Arbeitsvertrag an. Wenn Ihre Frau laut Arbeitsvertrag als Krankenschwester beschäftigt ist und der Vertrag keine Konkretisierung auf eine bestimmte Station enthält, dann ist der Arbeitgeber berechtigt Ihre Frau auch auf anderen Stationen einzusetzen, auch verbunden mit einem Wechsel zwischen Stationen. Ihre Frau muss nur als Krankenschwester eingesetzt werden, ihr dürften keine anderen Tätigkeiten zugwiesen werden.

Arbeitsrechtlich kommt es gar nicht darauf an, ob und wie Ihre Frau bisher die Arbeit verrichtet hat, weil es wahrscheinlich, je nach Inhalt des Arbeitsvertrages, keinen Anspruch auf die Beschäftigung auf der alten Station gibt.

Die Frage des Übergewichtes würde nur eine Rolle spielen, wenn es um eine Kündigung des Arbeitgebers aus personenbedingten Gründe ginge.

Es macht natürlich Sinn das Gespräch mit dem Arbeitgeber zu suchen um eine Lösung zu finden, letztlich wird Ihre Frau den Einsatz auf einer bestimmten Station aber nicht verlangen können.



Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Oliver Wöhler, Rechtsanwalt und Fachanwalt für Arbeits- und Familienrecht

Nachfrage vom Fragesteller 10.09.2014 | 13:41

Sehr geehrter Herr Wöhler,

vielen Dank für Ihre Antwort.

Das Wechsel zwischen den Station kommt aber zu stande, weil die jeweilige Stationleitungen laut Personalakte eine Mitarbeiterin bekommen, die nicht arbeiten will. Dieses Aussage ist aber falsch. Kann meine Frau die Herausgabe und Berichtigung der Personalakte verlagen?

Mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 10.09.2014 | 21:01

Sehr geehrter Fragesteller,

gerne komme ich auf die Nachfrage zurück.

Der Arbeitgeber hat eine Fürsorgepflicht. Der Arbeitnehmer hat einen Anspruch darauf, dass unrichtige Inhalte aus der Personalakte entfernt werden, oder aber eine Klarstellung aufgenommen wird.

Ihre Frau kann nicht die Herausgabe der Personalakte verlangen, sehr wohl aber eine Berichtigung bzw. Entfernung der falschen Angaben.

Dies sollte Sie schriftlich verlangen.

Mit freundlichen Grüßen

Oliver Wöhler, Rechtsanwalt

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