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Wie errechnet sich der Trennungsunterhalt?


| 11.07.2007 14:45 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Thomas Bohle



Trennungsunterhalt:

Ich lebe seit einem Dreivierteljahr von meinem Mann getrennt.

Mein Mann ist Arzt. Er verdient 115.000 Euro (netto) jährlich.

Ich bin freiberuflich journalistisch tätig und verfüge über ein jährliches Netto-Einkommen von 10.000 Euro. Die Chancen meine freiberufliche Tätigkeit mit einer Festanstellung zu tauschen sind gering, da ich inzwischen 53 Jahre alt bin.

Unsere beiden Kinder studieren. Sie erhalten monatlich von meinem Mann eine Unterstützung von jeweils 600 Euro.

Mein Mann bewohnt das gemeinsame Einfamilienhaus, das Ende des Jahres abgezahlt ist. Ich lebe in einer kleinen Wohnung zur Miete.

Wie errechnet sich daraus der Trennungsunterhalt, den mein Mann mir gewähren muss? Kann der Trennungsunterhalt rückwirkend eingefordert werden?

Herzlichen Dank für die Beantwortung meiner Fragen.

Annita

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Sehr geehrte Ratsuchende,

für die Berechnung des Trennungsunterhaltes muss zunächst das anrechenbare Nettoeinkommen von Ihnen und Ihrem Mann ermittelt werden.

Dafür reichen allein die Angaben des Nettoverdienstes nicht aus.

Das Einkommen Ihres Mannes liegt nach Ihren Angaben bei 9.590,00 EUR monatlich. Voraussichtlich werden davon aber noch Abzüge vorgenommen werden müssen; z.B. private Krankenkasse oder u.U. Zahlungen für Altersvorsorge, Darlehensverbindlichkeiten, während der Trennung auch die des Hauses....). Auch der Kindesunterhalt ist vorweg abzuziehen.

Desweiteren wird auf der anderen Seite aber ein sogenannter Wohnvorteil dem Einkommen hinzugerechnet. Die Höhe ist von dem bewohnten Haus abhängig.

Erst nach einer genauen Ermittlung des Einkommens, das nur anhand der Unterlagen berechnet werden kann, kann auch Ihr Trennungsunterhalt berechnet werden.

Geschätzt könnte sich ein Anspruch auch unter Anrechnung Ihres Einkommens in Höhe von ca. 2.000,00 EUR ergeben. Da stellt aber nur eine sehr grobe Schätzung dar. Eine genaue Berechnung ist unerläßlich und ersetzt diese Schätzung in keinem Fall.

Um rückwirkend Unterhalt zu bekommen, müsste sich Ihr Mann in Verzug befinden. Das wäre dann der Fall, wenn er bereits in der Vergangenheit zu Unterhaltszahlungen oder zur Auskunft über seine Einkünfte aufgefordert worden wäre.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle

Nachfrage vom Fragesteller 12.07.2007 | 12:19

Herzlichen Dank für Ihre schnelle und kompetente Auskunft.

Ihre Antwort dient der Orientierung, mahnt mich aber auch zu handeln.

Ich hätte noch eine Nachfrage: Besteht der Anspruch auf Trennungsunterhalt bis zur Scheidung? Und wird danach als nachehelicher Unterhalt fortgesetzt?

Nochmals vielen Dank

Annita

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 12.07.2007 | 12:36

Sehr geehrte Ratsuchende,


vielen Dank für die freundliche Bewertung.

Der Trennungsunterhalt ist nur bis zur Rechtskraft des Scheidungsunterhaltes zu zahlen.

Da der entsprechende Titel nicht automatisch "weiter gilt", muss für die Zeit nach Rechtskraft des Scheidungsurteils der Anspruch dann neu berechnet werden; diese Berechnung sollte auch rechtzeitig vorgenommen werden, damit die Unterhaltszahlungen fortlaufend gesichert sind.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle

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