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Trennungsunterhalt: Ist Kindergeld Einkommen?

| 20.02.2009 12:21 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


meine Frau erhält Kindesunterhalt von ihrem ersten Ehemann in Höhe von 550 €. Wir haben uns getrennt, ihr Anwalt hat die Berechnung für den von mir zu zahlenden Trennungsunterhalt vorgelegt. Wird Kindergeld und Einnahmen aus der Ehe ihres ersten Mannes an Kindesunterhalt nicht als Einkommen angesehen? In der Berechnung erscheint lediglich ihr monatlicher Verdienst.
Die Berechnung erfolgte nach Vorlagen aus dem Vorjahr (Jahreseinkommen 2008). Jetzt habe ich aber seit Jan.09 bereits die Steuerklasse 1 (Trennung 12/08) und damit ein wesentlich geringeres Einkommen. Meine Frau hingegen hat durch eine neue Tätigkeit in der Firma seit Jan. 09 ein höheres Einkommen als im Vojahr. Warum werden für die Berechnung des Trennungsunterhaltes die "alten" nicht mehr zutreffenden Beträge zugrunde gelegt, das kann doch nicht richtig sein.
Meine Frau hat mit ihren -2-Kindern demnach 3000 € zur Verfügung, incl. Kindergeld und Kindesunterhalt von ihrem Ex. Mir bleiben nach Leistung des Unterhaltes noch 1400 €.

Sehr geehrter Fragesteller,

auf Grund des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes und insbesondere unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes beantworte ich Ihre Frage zusammenfassend wie folgt:

Das Kindergeld als sozialstaatliche Leistung gehört unterhaltsrechtlich nicht zum Einkommen. Ebensowenig wird der Kindesunterhalt, den der erste Mann Ihrer Frau noch auszahlt, als deren Einkommen angesehen, da er nicht ihr zugute kommt, sondern dem Kind.

Änderungen bei den Einkommenswerten sind selbstverständlich zu berücksichtigen. Sie müssen jedoch vorgebracht werden. Sie sollten daher Ihrer Frau bzw. deren Anwalt darlegen, dass Sie durch die neue Steuerklasse weniger verdienen. Der gegnerische Anwalt wird dies kaum selbst ermitteln (können und wollen). Auch sollten Sie darauf bestehen, dass das höhere Einkommen Ihrer Frau angesetzt wird.
Wenn Sie Bedenken haben, dass hier nicht richtig angerechnet wird, rate ich Ihnen an, ebenfalls einen Anwalt zu mandatieren. Schon aus Gründen der „Waffengleichheit“ ist dies empfehlenswert, um nicht letztlich übervorteilt zu werden.

Abschließend sei noch gesagt, dass es durchaus passieren kann, dass Ihrer Frau mehr Geld (unter Zurechnung der Kindesunterhaltsbeträge) zur Verfügung steht als Ihnen. Solange sich Ihre Einkünfte jedoch über dem Mindestselbstbehalt befinden, können Sie sich dem nicht versperren, wenn die Berechnung ordnungsgemäß vorgenommen wurde.

Ich hoffe, dass meine Antworten für Sie hilfreich gewesen sind und darf zusätzlich auf die kostenfreie Nachfragefunktion verweisen. Gerne stehe ich Ihnen auch für die weitere Wahrnehmung Ihrer Interessen zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Florian Müller
(Rechtsanwalt)


Bewertung des Fragestellers 20.02.2009 | 13:13

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Stellungnahme vom Anwalt:
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