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Werkvertrag beendigen oder auflösen?


10.07.2007 12:20 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle



Ich bin ein Werbekaufman und bin vollzeit bei einer Werbeagentur beschäftigt, habe jedoch mit Absprache meines Cheffs ein Gewerbe angemeldet was ich nebenbei betreibe. Hier biete ich unter anderem die Erstellung von Internetseiten an.

Im Mai diesen Jahres hat mich ein "neuer" Kunde mit der Erstellung einer Website beauftragt. Hierzu gab es von meiner Seite eine Auftragbestätigung Wert gesamt 2.000 €. Der Kunde wurde darüber informiert das ich mein Gewerbe nebenbei betreibe und Änderungswünsche bzw. die Erstellung nicht sofort umsetzbar ist. Es gab mehrere Gespräche die folgten um Konzeption und Design der Website fest zulegen um dann mit der Programierung der Website zu beginnen. Der Kunde hatte gegen das Design nicht einzuwenden. Ich habe dann mit Programmierung begonnen und habe die Website ohne Inhalt "fertig" programmiert und auf eine Webadresse die nur dem Kunden und mir bekannt war online gestellt, sowie dem Kunden dies mitgeteilt und um Daten gebeten. In meiner Auftragsbestätigung stand das der Kunde für die Lieferung von Bildmaterial sowie Text verantwortlich ist.

Der Kunde hat leider lange Zeit kein bzw. kaum Material geliefert. Im Gegenteil der Kunde hat sogar großteils schlechte, unpassende und unverständliche Angaben gemacht. Zur Änderung oder Material zugeschickt ohne darauf hinzuweisen wo das Material hin soll. Da ist mir irgendwann der Kragen geplatzt udn ich habe ihm mitgeteilt das seine Vorgehensweise der Zusammenarbeit mir nicht passt und das dies einen erheblichen Mehraufwand für mich bedeutet, denn ich nicht bereit bin - wenn es so weiter gehen soll - alleine zu tragen. Außerdem möchte er seine Website ja bald online haben und daher ein starke Zeitverzögerung besteht.

Darüber ist der Kunde sehr sauer gewesen und hat nichts mehr von sich hören lassen. Da zu diesem Zeitpunkt eine zweite Abschlagzahlung bereits seinerseits in Verzug war und ich dieses Geld haben wollte, habe ich Ihn persönlich besucht. Wir haben die Wogen einigermassen glätten können und ich habe sogar ein bischen Material erhalten. Mit der weiteren Bearbeitung der Website habe ich bis zum Erhalt der offenen Forderung gewartet. Nach Erhalt des Geldes kam noch eine E-Mail vom Kunden mit Textkorrekturen und einem Änderungswunsch bzgl. des Designs. In seiner E-Mail waren die Punkte jedoch wieder nicht alle klar formuliert. Ein paar Tage später kam wieder eine E-Mail, wo ich vom Kunden gefragt wurde warum er noch keine Änderung sehen kann. Diese E-Mail habe ich nicht beantwortet da ich andersweitig zuviel zu tun hatte. Dann wieder zwei Tage später rief mich der Kunde völlig entrüstet an und fragte mich warum er seine Änderungen noch nicht online sehen kann. Daraufhin habe ich ihm mitgeteilt das ich die letzten Tage sehr beschäftigt war und leider noch nicht dazu gekommen bin. Werde mich aber nun langsam ran setzen und er könnte sich in den nächsten Tagen die Änderungen online anschauen. Der Wunsch bzgl Design wird jedoch nicht bearbeitet, da das Design von ihm bereits mündlich freigegeben ist. Daraufhin hat der Kunde sehr schnell sauer aufgelegt. Ich habe mich an diesem Abend (Nacht) hingesetzt und habe seine Änderungswünsche so weit wie möglich umgesetzt, das mir "zur Verfügung" gestellte Material - was ich mir noch selbst aus dem Internet laden mußte - so gut wie möglich eingebunden und online gestellt. Dann mußte ich beim Abrufen meiner E-Mails feststellen, das der Kunde mir zwischenzeitlich eine böse E-Mail geschrieben hat, wo er mit einem Anwalt droht, weitere Forderungen mir gegenüber sich vorbehält, da er ggf. Kunden und oder Aufträge verliert, er wil meinen Arbitgeber informieren, etc. - Kopie an Anwalt stand unten drin... Das fand ich natürlich nicht lustig und habe ihm geantwortet das ich der Meinung bin eine Zusammenarbeit an dieser Stelle zu beenden. Ich sehe hierfür keine Basis mehr. Er hat 50% des Vetrags überwiesen und ich bin der Meinung 50% ist eine angemessene Bezahlung für die rebrachten Leistungen. Was er davon hält? Außerdem habe ich im Moment auch kein weiters Material zum bearbeiten der Website. Daraufhin bekam ich nach ein paar Tagen eine E-Mail, das er erwartet das ich seine Website zügig weiter bearbeite und ein Mitarbeiter mir Material zur Vefügung stellen wird. Ich habe jedoch nichts weiter erhalten.

Nun ist eine Woche vergangen und ich habe heute diese E-Mail erhalten:
------------------------------------------------------------
leider hat sich von Ihrer Seite nicht mehr viel getan.
Ich hatte Sie mehrfach gebeten an der Homepage zu arbeiten.

Von der bisher erbrachten Leistung haben Sie nicht einmal
50% erstellt,und das hätten Sie erbringen können,anhand der von
mir übergebenen Materialien.

Laut Ihrer Auftragsbestätigung vom 01.Mai 2007 und jetzt haben wir
Mitte July haben Sie sehr schleppend gearbeitet.

Ich habe Ihnen bereits 50% im vorraus angezahlt.

Ich sehe unseren Vertrag damit als aufgehoben an,
und bitte Sie mir alle Unterlagen die ich Ihnen zur Verfügung
gestellt habe zurück zusenden.
---------------------------------------------------------------

Wie gehe ich denn weiter vor, wenn ich ausschließen möchte das noch Forderungen oder Ansprüche vom Kunden an mich gestellt werden können, ich die Zusammenarbeit jedoch eigentlich beenden möchte?
Kann der Kunde ein zuvor genehmigtes Design, was bereits umgesetzt und programmiert ist ändern wollen?

Notfall?

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Sehr geehrter Ratsuchender,


hier kann und sollte dann im beiderseitigen Einvernehmen ein Aufhebungsvertrag geschlossen werden.

Darin könnte dann sichergestellt werden, dass beide Vertragsparteien keinerlei gegenseitigen Ansprüche mehr geltend machen, egal aus welchem Rechtsgrund.

Unterzeichnen beide diese Vereinbarung, wäre der Kunde mit weiteren Ansprüchen abgeschnitten.

Berücksichtigen Sie aber bitte auch, dass die Verwertungsrechte auch an dem von Ihnen entwickelten Design auf den Kunden dann übergehen würden; er könnte es dann auch nach Belieben verwerten und verändern.

Daher sollten Sie nun das Einvernehmen herbeiführen.



Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle

Nachfrage vom Fragesteller 10.07.2007 | 13:13

Wenn er den Aufhebungsvertrag nicht unterzeichnen sollte und eine weiter Zusammenarbeit bis zum Abschluß bestehen würde, wie weit darf der Kunde mir denn "die Pistole" auf die Brust setzen, bzgl. der "schnellen" Bearbeitung, vorallem unter dem Gesichtspunkt das er weiß das ich berufstätig bin und nicht immer Zeit für sofortige Änderungen habe, gibt es da ein Zeitfenster wo ich mich nach richten muß?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 10.07.2007 | 13:25

Sehr geehrter Ratsuchender,

hier sollten Sie dann ggfs. Ihre Antwortemail entsprechend abfassen und erklären, dass Sie sein Angebot zur einvernehmlichen Vertragslösung unter der Bedingung des beiderseitigen Verzichtes annehmen.

Da ein zeitlicher Rahmen hier nicht vorgegeben ist, müsste er Sie ordnungsgemäß in Verzug setzen, was nach Ihrer Schilderung nicht geschehen ist. Da er aber mit der email schon gekündigt hat, sollten Sie dann - siehe oben - die Kündigung auch hinnehmen, wenn er nicht noch zusätzlich den Aufhebungsvertrag abschließen will.

Aufgrund der ausgesprochenen Kündigung (und neben einem eventuellen Aufhebungsvertrag) wird der Kunde aber KEINE weitere Bearbeitung von Ihnen mehr verlangen können.

Werden Ansprüche gestellt, was mE hier nicht möglich ist, sollten Sie sich dann noch einmal bei mir melden oder einen Kollegen beauftragen.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle

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