Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.084
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Vorwurf des gemeinschaftlichen Betruges


| 25.04.2006 17:44 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Michael Böhler



Hallo,

ich habe einen Großen Fehler gemacht, habe im Internert etwas bestellt, allerdings auf den Namen meiner Tochter mit geändertem Geburtsdatum ( Volljährigkeit). Danch haben wir vergessen den Betrag in Höhe von ca. 120 Euro zu bezahlen. Jetzt sind mein Mann und ich angeklagt, wegen gemeinschaftlichem Betrug. Ich habe Insolvenz angemeldet und mein Mann die EV abgegeben.
Ich arbeite im öffentlichen Dienst und war schon einmal vor ca. fünf Jahren auf Bewährung verurteilt worden.
Mein Mann, bisher noch nicht straffällig würde alles auf seine "Kappe" nehmen.
WIe sieht die Rechtslage aus? Welche Strafen erwartet uns? Wird es bei mir im Führungszeugniss stehen?
Den Betreg können und wollen wir umgehend bezahlen.
Mit freundlichem Gruß

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten
Sehr geehrte Ratsuchende,

gerne beantworte ich Ihre Anfrage auf Grundlage Ihrer Angaben wie folgt:

Um Ihre Frage abschließend beantworten zu können, müßte zunächst Akteneinsicht genommen werden. Da auch Ihr Mann als Täter infrage kommen könnte, bestünde eine Möglichkeit, überhaupt eine Verurteilung wegen Betruges zu vermeiden. Ihnen muss ja nachgewiesen werden, gemeinschaftlich gehandelt zu haben. Wenn das nicht möglich wäre und dann nicht geklärt werden kann, ob Sie oder Ihr Mann Täter waren, müßte im Zweifel für den Angeklagten freigesprochen werden. Da mir aber keine Information bezüglich des gekauften Gegenstandes vorliegt, kann eine nähere Bewertung nicht vorgenommen werden.

Um die Beurteilung der Strafhöhe vornehmen zu können, wäre es interessant zu erfahren, weswegen Sie damals zu der Bewährungsstrafe verurteilt worden sind. Ich gehe davon aus, dass die Bewährungszeit vorüber ist. Ansonsten wäre neben einer Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren eine Geldstrafe denkbar und auch sehr wahrscheinlich. Ob diese im Führungszeugnis vermerkt wird, hängt von der Anzahl der Tagessätze ab. Vielfach werden Führungszeugnisse als fehlerhaft beanstandet, weil die Empfänger meinen, eine Verurteilung zu Geldstrafe von nicht mehr als 90 Tagessätzen sei generell nicht in das Führungszeugnis aufzunehmen.

In diesem Zusammenhang gilt: Eine Verurteilung zu einer Geldstrafe von nicht mehr als 90 Tagessätzen ist nur dann nicht in das Führungszeugnis aufzunehmen, wenn im Register keine weitere Strafe eingetragen ist (§ 32 Abs. 2 Nr. 5a BZRG). Sobald eine weitere Verurteilung im Register vermerkt ist, ist jede Verurteilung zu einer Geldstrafe von nicht mehr als 90 Tagessätzen für die Dauer von 3 Jahren ab Urteilstag in das Führungszeugnis aufzunehmen (§ 34 Abs. 1 Nr. 1a BZRG).

Ich hoffe, Ihnen eine erste Orientierung gegeben zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Böhler
Rechtsanwalt

P.S. Wenn Ihr Konto beim Versuch der Einziehung des Anwaltshonorars durch die Firma qnc nicht gedeckt sein sollte, wäre dies als Betrug zu werten. Hierauf muss ich Sie hinweisen.

Nachfrage vom Fragesteller 25.04.2006 | 18:14

Erstmal vielen Dank,

bei den bestellten Sachen handelt es sich um Dinge von dem Tchibo Versand. Ich habe diese Dinge entgegengenommen.
Damals bin ich wegen Sozialhilfebetrug verurteilt worden und habe drei Jahre auf Bewährung bekommen. Das ganze ist allerdings ca. drei Jahre her.

Danke

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 25.04.2006 | 18:57

In diesem Fall greift § 34 BZRG leider ein, eine Eintragung würde im Verurteilungsfall also erfolgen. Auch wäre die Vorverurteilung ein Strafverschärfungsgrund.

Allerdings sollte das Ende des Ermittlungsverfahrens sowie ggf. das Urteil abgewartet werden.

Bewertung des Fragestellers |


Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Vielen Dank für die schnelle Antwort, es war sehr hilfreich für mich. SChönen Abend noch "
FRAGESTELLER 5/5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60078 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Ausführlich, verständlich und klar geschrieben. Sehr zufrieden. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Herr RA Vasel erschien mir sehr kompetent, da er auch bei angedachtem weiteren Verfahren meines Steuerberaters fundierte Bedenken, gerade paradoxerweise bezüglich eventuell sich daraus ergebender steuerlicher Nachteile, hatte ... ...
FRAGESTELLER
3,2/5,0
Ohne Paragraphenangabe, alles pi x Daumen, man hätte zb § 850d ZPO oder sowas erwähnen können, Frage wurde obendrein unvollständig beantwortet aber Alles in Allem eine kleine Übersicht, musste im Endeffekt trotzdem alles Nachschlagen ... ...
FRAGESTELLER