Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Betrug / Bewährung

28.03.2010 19:41 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Alexander Sauer


Hallo ,
es geht um Freundin X.
Sie hat mehrfachen Betrug begangen ( ca. 10x ) . 2 Fälle wurden verhandelt im 01/2010, Raus kam dann eine Freiheitsstrafe von 5 Monaten OHNE Bewährung, Berufung wurde eingelegt. Nun stehen die restlichen 8 am 31.03.2010 an . Der gleiche Richter wieder.
Die RÄ meinte das sie die Strafe aus Januar zu dem neuen Urteil hinzuziehen möchte, also Gesamtbildend. Könnte da dennoch eine Bewährung raus kommen wenn Freundin X dem Richter vorlegen kann das sie nun alles in Bewegung setzt um ihr Leben wieder auf die Reihe zu bekommen ? Vorstellungsgespräche, Familienhilfe beantragt, in Psychologischer Behandlung nun usw. Freundin X ist nicht verheiratet lebt aber mit dem Vater der Kinder ( 2 Stk. ) zusammen.
Der Richter der die Berufung durch die 1. Verurteilung machen wird, hat sich schon mit der RÄ in Verbindung gesetzt und diese wollten Anfang April telefonieren wegen einem Berufungstermin. Wie stehen die Chancen das bei der Berufung eine Bewährung rauskommt ? Denn das Trennen von den Kindern ist laut Psychologischer Sicht nicht möglich. Da beide Kinder ADHS haben und wie gesagt die Mutter schon jetzt Familienhilfe beantragt hat, Vorstellungsgespräche hat , denn sie möchte gerne arbeiten und den Geschädigten ihr Geld zurück zahlen und wenn es erst einmal in Raten ist , bereit ist sie ja. Im moment lebt sie von Hartz4 ....

Freundin X ist 27 Jahre alt und schon mal wegen Betrug verurteilt worden ( 5 Fälle teilweise durch die Selbstständigkeit ), bis jetzt aber nur Geldstrafen die sie pünktlich und immer in voller Höhe bezahlt.
Bedanke mich im vorraus.

Sehr geehrte Fragestellerin,

grundsätzlich ist in beiden Fällen die Strafaussetzung zur Bewährung denkbar. Anhaltspunkte für eine günstige Sozialprognose haben Sie ja bereits aufgezählt.

Das bisher ausgeurteile Strafmaß ist auch bewährungsfähig. Fraglich ist, inwieweit die weiteren 8 Betrugsfälle in Relation zu den anderen beiden ins Gewicht fallen. Es wird eine Gesamtstrafenbildung anstehen.

Die positiven Veränderungen seit dem erstinstanzlichen Urteil wirken sich - zumindest Ihrer Schilderung nach - günstig auf die soziale Prognose aus. Gegebenenfalls sollten Sie dem Gericht auch nachweisen, dass die frühreren Betrugsschäden tatsächlich ausgeglichen wurden und dass dies auch für die jetzigen Fälle zumindest auf den Weg gebracht wird, wenn das auch mit ALG-II schwer sein wird. Eine Schadenswiedergutmachung würde sich grundsätzlich positiv auswirken.

Die einschlägige Vorverurteilung macht es allerdings entsprechend schwer.

Bitte beachten Sie, dass ohne nähere Kenntnis des Falles und insbesondere ohne Akteneinsicht nur eine erste - grobe - Einschätzung Ihres Falles aufgrund Ihrer Sachverhaltsschilderung erfolgen kann.

Für Rückfragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichem Gruß

Nachfrage vom Fragesteller 28.03.2010 | 20:36

Erst einmal Danke für ihre Antwort .

Nun eine Frage hätte ich da noch :
Wie würde es sich denn auswirken , wenn Freundin X sich mit allen Geschädigten in Verbindung setzt ( schriftlich ) und ihnen Ratenzahlung ( von Hartz4 ) anbietet ?
Zeigt das nicht auch dem Gericht , dass sie bereit dazu ist, die Leute wieder zu entschädigen bzw. ihnen ihr Geld zurück zuzahlen ?

Weil sie möchte nicht in die JVA und tut wirklich alles dafür. Wie gesagt morgen hat sie einen Termin beim JA wegen einer Familienhilfe. Psychologischer Termin ist auch schon ausgemacht worden . Weil beide Kinder haben ADHS und somit in ihrer Entwicklung nicht ganz auf den Aktuellen Stand des entsprechenden Alters und eine Trennung ist unmöglich von der Mutter.

Wäre es vlt. auch gut wenn die RÄ schärfere Auflagen zur Bewährung stellt ? Wie z.b. Bewährunsghelfer, Sozialstunden, Besuch bei der Psychologin weiter verfolgen und und und ????

Danke für ihre Antwort nochmal !

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 28.03.2010 | 20:41

Sehr geehrte Fragestellerin,

Ihre Überlegungen gehen in die richtige Richtung.
Natürlich ist es fraglich inwieweit im Rahmen von ALG-II ernsthafte Ratenzahlungen ausgehandelt werden könnnen. Aussichtsreiche ernsthafte Bemühungen um Arbeit wären weiterführend. Der Wille allein ist oft nicht ausreichend.

Auch die Auflagen die Sie angesprochen haben würden Sinn machen.

Mit freundlichem Gruß

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 70611 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
4,4/5,0
Danke zusammenfassend ganz ok wohl auch in meinem Sinne allerdings hat bei mir die Antwort der Anwältin auf meine Rückfrage nochmal eine Unsicherheit ausgelöst und ich kann leider nichts mehr weiter klären da nur eine Rückfrage ... ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Top ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Sehr ausführliche und kompetente Antwort ...
FRAGESTELLER