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Verkauf einer Schenkung (Immobilie)

| 26.08.2008 01:58 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Guten Abend,

im Oktober 2003 habe ich von meinem Vater (seit 12 Jahren Wohnsitz in der Schweiz) eine kleine Immobilie in der Schweiz (Kanton Wallis) als Ferienwohnung geschenkt bekommen. Zusätzlich zur Schenkung wurde ein mündliches Versprechen geleistet, die Nebenkosten in Höhe von CHF 450,00/Monat zu übernehmen. Diese Zahlungen wurden aber Ende 2005 eingestellt.
Auf Grund meiner finanziellen Situation vermiete ich daher die Wohnung seit Anfang 2006. Wegen geringer Nachfrage erziele ich abzüglich Nebenkosten und Steuern (Doppelbesteuerung!) nur eine sehr geringe Rendite (< 1%). Daher möchte ich die Immobilie dringend verkaufen, um für meine Familie eine eigene Wohnung zu kaufen.
Eine erste unverbindliche Anfrage bei dem schweizer Notar hat aber ergeben, dass die Wohnung erst nach einer 10-Jahresfrist (Oktober 2013) verkauft werden kann (deutsches Erbrecht?).

Frage: kann die Immobilie auch vor Ablauf der 10-Jahresfrist verkauft werden und mit welchen Einschränkungen ist dann zu rechnen?

Ich bedanke mich im voraus für die Beantwortung meiner Anfrage.

Mit besten Grüßen aus Berlin
Atis

-- Einsatz geändert am 26.08.2008 01:54:30

-- Einsatz geändert am 26.08.2008 02:17:52

Sehr geehrte Rechtsratssuchende,
sehr geehrter Rechtsratssuchender,

gerne nehme ich zu den von Ihnen aufgeworfenen Fragen im Zusammenhang mit einer etwaigen Möglichkeit zum Verkauf der schenkweise von Ihrem Vater erhaltenen Immobilie in der Schweiz aus deutscher Rechtssicht Stellung:

Dabei möchte ich zunächst darauf hinweisen, dass eine Veräußerungs-/Verkaufsbeschränkung im deutschen Recht nicht besteht. Vielmehr ist es durchaus zulässig, eine schenkweise erhaltene Immobilie alsbald zu verkaufen.

Hierbei ist allerdings innerhalb einer 10-Jahresfrist gerechnet vom Tag des Erwerbs der Immobilie durch Ihren Vater bis zum Verkauf durch Sie eine evtl. anfallende private Veräußerungssteuer zu beachten. Denn aufgrund der Fremdvermietung der Immobilie würde ein Verkaufserlös (Überschuss des Verkaufspreises über den ursprünglichen Anschaffungspreis Ihres Vaters bei Abzug der Anschaffungsnebenkosten wie Notar, Grunderwerbsteuer, Grundbuchgebühren etc.) nach deutschem Recht ein privates Veräußerungsgeschäft, auch bekannt als Spekulationsgeschäft, darstellen, für das Einkommensteuer anfiele.

Da mir auch im Schweizer Recht ein allgemeines 10jähriges Veräußerungsverbot o.ä. im Falle einer Schenkung einer Immobilie nicht bekannt ist, gehe ich eher davon aus, dass der Notar die Problematik der Entstehung von privater Veräußerungssteuer gemeint hat, so dass es zur Vermeidung einer Besteuerung sinnvoll sein kann, die 10-Jahresfrist gerechnet ab dem Eigentumserwerb Ihres Vaters abzuwarten und erst danach den Verkauf zu tätigen.

Da ich allerdings im Schweizer Recht kein Experte bin, empfehle ich Ihnen, den Notar nochmals darauf anzusprechen, ob er die Entstehung der privaten Veräußerungssteuer meinte oder ob es in der Schweiz tatsächlich ein allgemeines Veräußerungsverbot bei Schenkungen innerhalb von 10 Jahren geben sollte.

Ich hoffe, Ihnen mit meinen Anmerkungen weitergeholfen zu haben, und verbleibe
mit freundlichen Grüßen
Andrea Fey
Rechtsanwältin und Notarin
Fachanwältin für Steuerrecht

Nachfrage vom Fragesteller 28.08.2008 | 00:23

Sehr geehrte Frau Fey,

für Ihre rasche und fundierte Antwort möchte ich mich bei Ihnen bedanken. Auf Grundlage Ihrer Einschätzung habe ich vom schweizer Notar folgende Antwort erhalten:
"...Demzufolge ist der Verkauf Ihrer
Ferienwohnung möglich. Dies gilt sowohl für Interessenten aus dem Ausland als auch für allfällige Schweizer Käufer..".

Mit besten Grüssen
Atis

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 12.10.2008 | 17:09

Es freut mich, dass der Schweizer Notar Ihnen letztlich helfen konnte, mfG
Andrea Fey
Rechtsanwältin und Notarin

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 12.10.2008 | 17:09

Es freut mich, dass der Schweizer Notar Ihnen letztlich helfen konnte, mfG
Andrea Fey
Rechtsanwältin und Notarin

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