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Vaterschaftsanerkennung nach französischem IPR


| 08.02.2006 18:43 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht



Mein französischer Vater ist 1999 verstorben. Er hat mich in seinem Testament mit einem Vermächtnis bedacht, ich bin aber seine uneheliche Tochter (1950 geboren). Aus Karrieregründen
(er lebte seit 1947 dienstlich in Deutschland und arbeitete im dipomatischen Dienst), wollte er mich erst nach seiner Pensionierung anerkennen. Zu diesem Zeitpunkt heiratete er eine Deutsche, die sich seinem Wunsch entgegenstellte. Während der folgenden innerfamiliären Auseinandersetzung ist er verstorben. Er lebte in Deutschland, hielt sich aber auch in Frankreich auf, wo er Immobilien besaß.
Er hat immer für mich gesorgt, Unterhalt bezahlt und bis zu seinem Tod regelmäßigen Kontakt zu mir gepflegt. Seine Ehefrau war zehn Jahre lang Gast in meiner Familie und ließ sich lieber Tante statt Oma nennen. Die Ehefrau hat dem französischen Notar gegenüber eidesstattlich erklärt, dass es keine Nachkommen meines Vaters gegeben hat. Ich habe aber im Februar 2004 eine posthume gerichtliche Vaterschaftsfeststellung durch das Kammergericht erreicht (u. a. durch eine DNA-Analyse). Auch meine Geburtsurkunde wurde geändert. Jetzt geht es um eine Erbschaftsauseinandersetzung, bei der meine Stiefmutter ihre volle Auskunftspflicht verweigert mit dem Hinweis, mein Anspruch sei verjährt. Sie hat mir aber 15000 Euro als Vergleich angeboten.

Meine Frage: Gilt die hiesige gerichtliche Vaterschaftsanerkennung auch in Frankreich?

Nach Meinung der Rechts- und Konsularabteilung der deutschen Botschaft in Paris gilt sie.
Auch nach der Meinung eines RA, den ich hierzu befragt habe. Demnach wäre ich Noterbin. Meine eigene Anwältin ist sich immer noch nicht sicher. Deshalb will ich noch eine Meinung einholen.

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Sehr geehrte Fragestellerin,
sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage. Diese beantworte ich auf Grundlage Ihrer Sachverhaltsschilderung gerne wie folgt:

1.
M.E. ist die Auskunft der Rechts- und Konsularabteilung deutschen Botschaft bzw. des von Ihnen bereits gefragten Kollegen zutreffend. Sie dürften die genannten Ansprüche geltend machen, wobei ich mir den Hinweis erlaube, dass der Begriff des Noterben hier nicht ganz zutreffend ist.

2.
Die Lösung zu Ihren Gunsten folgt auf jeden Fall aus der Tatsache, dass die deutsche Vaterschaftsankennung auch in Frankreich Geltung beanspruchen kann.

Die Verjährung der Ihnen zustehenden Auskunftsrechte dürfte hierbei nach deutschem wie französischem Recht noch nicht abgelaufen sein – immer unterstellt, dass Ihre postume gerichtliche Vaterschaftsfeststellung so den Tatsachen entspricht, was ich von hier aus der Ferne natürlich nicht beurteilen kann.


Für eine Frage zum Verständnis der Antwort stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüssen!


Dr. Thomas Schimpf
- Rechtsanwalt -

ra.schimpf@gmx.de
www.anwalt.de/rechtsanwalt_schimpf

Nachfrage vom Fragesteller 10.02.2006 | 16:05

Sehr geehrter Herr Dr. Schimpf,

Vielen Dank für Ihre Antwort. Gerne hätte ich nähere Angaben dazu:

Welche Gesetze greifen für die Anerkennung und die Verjährung nach dtsch. und franz. Recht, und was meinten Sie damit, dass der Begriff des Noterben hier nicht ganz zutrifft. Falls Sie nur eine Frage beantworten wollen, ziehe ich die Beantwortung der ersteren vor.
Soweit ich erfahren habe, soll lt. Nachlassverzeichnis übrigens französisches Recht gelten. Ich möchte mich aber trotzdem umfassend informieren.

Mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 15.02.2006 | 22:29

Sehr geehrte Frau G.,

ich hatte auf Ihre direkt an mich gemailte Nachfrage am 10.02. geantwortet und melde mich hier nur, damit die Antwort nicht als offen geführt wird.

Mit freundlichen Grüssen

Dr. Thomas Schimpf
- Rechtsanwalt -


ra.schimpf@gmx.de

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