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Vaterschaftsanerkennung später?


| 20.01.2006 07:53 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle



Sehr geehrte Anwälte,

folgendes Szenario:

Eine Frau hat ein Verhältnis mit einem verheirateten Mann, daraus geht ihrem Wunsch entsprechend (sie ist unverheiratet und nicht mehr die jüngste) ein Kind hervor, beide wollen seine Vaterschaft nicht "offiziell" machen, um die Ehe nicht zu gefährden. Weil vermutlich mit diversen behördlichen Briefen diesbezüglich zu rechnen ist, was eine Entdeckung wahrscheinlicher macht. (Oder ist das nicht so? Kann man die Vaterschaft anerkennen, aber nicht die Adresse bekanntgeben, so dass alles über die Mutter abgewickelt wird? Was können Sie generell bei dieser Sachlage empfehlen(ausser mit offenen Karten spielen)?)

Frage:

Ist es Pflicht, den Behörden den Vater eines neugeborenen Kindes zu verraten, bzw was passiert, wenn man das nicht tut? Was für Ansprüche verliert man etwa?
-Kindergeld
-Erziehungsgeld
-Kinderzuschlag
-Unterhaltsvorschuss
(Welche Leistungen kann man für ein Kind noch beantragen, jetzt mal unabhängig von der Situation?)

Könnte es Probleme geben, die Vaterschaft zu einem möglicherweise geeigneteren späteren Zeitpunkt anzuerkennen, damit dann alles seine Ordnung hat?

Günstig wäre jeweils die Angabe von Paragraphen, so dass man das selbst genauer nachlesen kann.

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Sehr geehrter Ratsuchender,

der von Ihnen gegebene Hinweis, mit offenen Karten zu spielen, kann aus anwaltlicher Sicht nur wiederholt werden.

Ohne Feststellung der Vaterschaft hat das Kind zwar die von Ihnen genannten Ansprüche; es besteht dann aber kein titulierter Unterhaltsanspruch, der -einhommensabhängig- höher sein kann, als der Unterhaltsvorschuss.

Das Kind wird also auf einen Teil der Unterhaltsansprüche verzichten können.

Auch die Mutter kann für die Zeit von drei Jahren nach der Geburt nach der derzeitigen Regelung keinerlei Unterhaltsansprüche geltend machen.

Erbrechliche Ansprüche bestehen nicht, was sich ebenfalls für das Kind negativ auswirken kann.

Der Vater hingegen hat (auch bei Scheitern seiner Ehe) kein Sorge- und Umgangsrecht, kann dann ev das Kind nicht sehen.


Eine Pflicht der Mutter, den Namen des Vaters herauszugeben, könnte das Kind zwar sogar gerichtlich durchsetzen. Wenn die Mutter sich aber nicht erinnert, wird dieses nicht viel nützen.

Das Verwschweigen der Adresse ist so nicht möglich.

Wird die Vaterschaft später anerkannt, werden Rückforderungsansprüche der Ämter geltend gemacht werden.


All dieses ist in §§ 1591 ff BGB und div Spzezialvorschriften geregelt, deren abschließende Aufzählu8ng den Rahmen sprengen würde.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle

Nachfrage vom Fragesteller 20.01.2006 | 08:52

Erbschafts- bzw Unterhaltsansprüche gegen den Vater sollen für diese Fragestellung mal keine Rolle spielen.

Mit Problemen bei der späteren Anerkennung war gemeint, ob diese eventuell nicht möglich ist, weil irgendwelche Fristen abgelaufen sind oder so, oder ob, wenn sich beide Eltern einig sind, das ohne weiteres geht. Ich meine, aus Ihrer Antwort herauszulesen, dass es geht. Richtig?

Und hat die Mutter wirklich Anspruch auf Unterhaltsvorschuss? Wie funktioniert das? Kann sie einerseits sagen "Ich will den Vater nicht verraten." und andererseits "Ich will aber von euch den Unterhalt."? Wird das Amt nicht verlangen, dass sich die Mutter zunächst an den Vater hält? Oder müsste die Mutter sagen, sie weiss nicht wer der Vater ist? (Rein hypothetisch natürlich, Sie werden hier nicht aufgefordert, eine Lüge zu empfehlen.)

Ebenso Erziehungsgeld, ist das nicht Einkommensabhängig? Oder zählt nur das Einkommen des mit dem Kind in einem Haushalt lebenden Elternteils?

Und weil Sie darauf nicht explizit eingegangen sind: besteht keine Pflicht, den Vater bekanntzugeben? Darf man sagen, man will nicht? Oder muss man es "vergessen" haben, damit man damit durchkommt? Falls so, wird einem denn ernsthaft jemand das "Vergessen" abnehmen?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 20.01.2006 | 09:30

Ich verweise dazu auch die Ihnen direkt zugegangene email, auch hinsichtlich der Berechnung.

Zur Verdeutlichung will ich aber nochmals klarstellen, dass Sie und die Kindesmutter keine unwahren Angaben machen dürfen. Sollten Sie dieses herausgelesen haben, liegt ein Missverständnis vor.

Auch werden Sie mit dem Verschweigen dem Kind keinen Gefallen tun.

Sollten noch Fragen trotz der gesonderten email offen sein, melden Sie sich bitte

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