Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Vaterschaft, Unterhalt, Familienrecht

| 18.09.2015 01:05 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


Zusammenfassung: Unterhalt kann nur rückwirkend einen Monat vor dem Zeitpunkt verlang werden, an dem der Unterhaltsberechtigte zur Auskunft aufgefordert wurde.

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich wurde heute von der Mutter meiner Ex aufgesucht. Diese teilte mir mit, ich sei der Vater eines Kindes, dass mittlerweile 6 Jahre alt ist. Die Mutter des Kindes, weigerte sich die ganze Zeit, dass ich erfahren solle, der Vater zu sein. Vor dem Jugendamt hat sie angegeben nicht zu wissen wer der Vater sei.

Da ich ab dem October (mein alter ist 28) mit einem Studium beginne, stehe ich vor einer großen Herausforderung. Die Mutter meines vermeintlichen Kindes weiss nicht, dass ich nun in Kenntnis gesetzt worden bin. Sollte das Kind von mir sein, welche Schritte könnte ich einleiten um das Kind sehen zu dürfen, habe ich darauf überhaupt einen Anspruch. Habe ich die Möglichkeit auf ein geteiltes Sorgerecht. Welche Konsequenzen drohen mir, sollte ich mich nun dazu entscheiden aktiv zu werden. Davon auszugehen, dass ein Vaterschaftstest natürlich ergibt, dass ich zweifelsohne der Vater bin. Ein juristisches Vorgehen, hat natürlich den Nachteil, dass sich die Mutter des Kindes erst recht verschließt. Diese will auf keinen Fall, dass ich Kontakt aufnehme.

Sollte ich also rechtliche Schritte einleiten, was wären die Konsequenzen. Davon abgesehen, hat dann die Mutter des Kindes einen Anspruch, dass ich die 6 Jahre Unterhalt nach zahlen muss. Obwohl ich völlig in unkenntnis war?

Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen. Als angehender Student kann ich hier erst mal nur 30€ bieten. Sollte es aber zu einer Beauftragung eines Anwaltes kommen, ich bin Rechtsschutz versichert. Ich habe außerdem eine Zusatz Versicherung für Beratungen die komplett abgedeckt werden.

Vielen Dank im voraus.

Liebe Grüße
18.09.2015 | 06:44

Antwort

von


(258)
Ludwig-Thoma-Strasse 47
85232 Unterbachern
Tel: 08131/3339361
Web: http://www.rechtsanwaeltin-altmann.de
E-Mail:
Diese Anwältin zum Festpreis auswählen Zum Festpreis auswählen

Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

Ihre Anfrage möchte ich auf Grundlage der gegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Als Vater haben Sie unter anderem ein Umgangsrecht, das heißt das Recht, das Kind sehen zu dürfen. Diesbezüglich würde ich die Mutter anschreiben und auffordern, Ihnen die Ausübung Ihres Umgangsrechts zu ermöglichen, das heißt Zeiträume, Tage zu nennen, an denen Sie das Kind sehen und Zeit mit ihm verbringen bzw. erst einmal kennenlernen dürfen. Das Umgangsrecht müssten Sie dann, wenn die Mutter dies nicht freiwillig einräumt, gerichtlich geltend machen.

Wenn die Mutter zum gemeinsame Sorgerecht nicht zustimmt können Sie einen entsprechenden Antrag beim zuständigen Familienrecht stellen. Das Gericht spricht dann das gemeinsame Sorgerecht aus, wenn dies dem Kindeswohl entspricht.

Rückwirkender Unterhalt kann nur für einen Monat vor dem Zeitpunkt verlangt werden, an dem von Ihnen Auskunft wegen Unterhaltsforderungen verlangt wird.

Die oben genannten Ausführungen gelten selbstverständlich nur, wenn Sie tatsächlich der Vater sind. Dies wäre zum Beispiel der Fall, wenn Sie die Vaterschaft anerkennen, die Mutter zustimmt und diese Ihre Willenserklärung in einer öffentlichen Urkunde beim zuständigen Jugendamt erklärt worden ist.

Eine Rechtsschutzversicherung übernimmt die Kosten für ein außergerichtliches oder gerichtliches Verfahren in Familiensachen grundsätzlich nicht, lediglich die Kosten einer diesbezüglichen Beratung werden dann erstattet.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfrage benutzen.


Mit freundlichen Grüßen



Astrid Hein
Rechtsanwältin


Nachfrage vom Fragesteller 18.09.2015 | 10:46

Sehr geehrte Frau Hein,

zunächst möchte ich mich bei Ihnen für Ihre schnelle und präzise Antwort bedanken. Das mit der Rechtsschutz meinte ich erstmal im Bezug auf eine Beratung. Diese deckt 1000€ Beratung pro Jahr, ohne das ein Anwalt gerichtlich tätig werden muss.

Das mit dem Rückwirkenden Unterhalt verstehe nicht ganz. Könnten Sie mir dies nochmal kurz erläutern?

Wenn durch einen DNA Test eine Vaterschaft zweifelsfrei erwiesen wird, ist trotzdem die Zustimmung der Mutter erforderlich. Ich nehme an wenn sie diese nicht gibt, muss ich dies auch einklagen?

Herzlichen Dank für Ihre Ausführungen.

Liebe Grüße

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 18.09.2015 | 12:21

Sehr geehrter Fragesteller,

hiermit beantworte ich Ihre Nachfrage wie folgt:

Um einen Unterhaltsanspruch geltend zu machen, muss erst einmal bekannt sein, wie hoch das unterhaltsrelevante Einkommen des Unterhaltsverpflichtetes - also in diesem Falle von Ihnen - ist. Daher hat der Unterhaltsberechtigte - also in diesem Fall Ihr Kind, vertreten durch seine Mutter - einen Auskunftsanspruch Ihnen gegenüber bezüglich Ihres Einkommens. Wenn ein solcher Auskunftsanspruch geltend gemacht wird - meist mit einem entsprechenden Aufforderungsschreiben - kann der rückwirkende Unterhalt für den Zeitraum von maximal einen Monat vor diesem Schreiben gefordert werden.

Wenn die Mutter die Zustimmung verweigert, kann das Gericht nach § 1600d BGB die Vaterschaft feststellen. Nach §1598a BGB kann die Einwilligung der Mutter zu einem entsprechenden Abstammungsuntersuchung durch das Gericht ersetzt werden. Hierzu müssen Sie einen entsprechenden Antrag vor Gericht stellen, ja.

Bezüglich der Kosten erlaube ich mir den Hinweis, dass es für das außergerichtliche Verfahren die Möglichkeit gibt, Beratungshilfe zu beantragen und für das gerichtliche Verfahren Verfahrenskostenhilfe, sofern Sie aufgrund Ihrer persönlichen und finanziellen Mittel nicht in der Lage sind, die Kosten für ein solche Verfahren aufzubringen und der Antrag nicht erfolglos ist. Dann werden die Gerichtskosten und die eigenen Rechtsanwaltskosten von der Staatskasse übernommen.

Mit freundlichen Grüßen


Astrid Hein
Rechtsanwältin

Bewertung des Fragestellers 18.09.2015 | 14:26

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Herzlichen Dank für die Hilfe, die sehr schnell kam. Die Antworten waren alle präzise und korrekt formuliert. Sollte ich juristisch aktiv werden, würde ich diese Rechtsanwältin beauftragen. "
Mehr Bewertungen von Rechtsanwältin Astrid Altmann »
BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 18.09.2015
5/5,0

Herzlichen Dank für die Hilfe, die sehr schnell kam. Die Antworten waren alle präzise und korrekt formuliert. Sollte ich juristisch aktiv werden, würde ich diese Rechtsanwältin beauftragen.


ANTWORT VON

(258)

Ludwig-Thoma-Strasse 47
85232 Unterbachern
Tel: 08131/3339361
Web: http://www.rechtsanwaeltin-altmann.de
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Arbeitsrecht, Familienrecht, Strafrecht, Verkehrsrecht, Miet und Pachtrecht