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Kann ich noch eine Aberkennung der Vaterschaft machen?

| 06.02.2008 13:51 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Guten tag zusammen,
Mein Problem besteht darin, das ich eine Vaterschaftsanerkennung gemacht habe und kurze Zeit später meine Lebensgefährtin (nicht verheiratet) die Beziehung beendet hat und ich mir eine neue Wohnung gesucht habe.
Ich wusste es vorher, dass es nicht mein Kind ist und da wir vorher schon mal eins verloren haben in der schwangerschaft und wir nach einer Zeit wieder zusammen gekommen sind habe ich halt für dieses Kind unterschrieben.
Ich habe es alle 14 tage trotz alledem zu mir genommen und nu hat sie einen neuen und ist wieder schwanger und will 250 km weit wech ziehen(Hannover)mit ihm.
Da beide vom Amt leben und ich arbeitsbedingt bestimmt nicht jede 14 tage diese kilometer fahre werde ich mein Kind nicht mehr sehen was auch der Frau in den Kram passt.
Wer der richtige Vater ist weiß ich und sie auch.
Meine Frage ist nun wenn beide vom amt leben muss ich dann unterhalt zahlen?
Kann ich noch eine Aberkennung machen?
Das Kind wird im Mai 2 Jahre alt.
Was kann ich machen?
Ich habe bis jetzt aber keine Post bekommen das ich Unterhalt zahlen soll.
Wenn es vor Gericht kommen sollte könnten sie mir dann auch die ungefairnen kosten nennen.
mfg

Sehr geehrter Fragesteller,

auf Grund des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes und unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes beantworte ich Ihre Frage zusammenfassend wie folgt:

Da Sie die Vaterschaft anerkannt haben, sind Sie somit zunächst auch verpflichtet, für das anerkannte Kind Unterhalt zu zahlen, unabhängig davon, ob die Kindsmutter verdient oder nicht, und unabhängig von ihrer familiären Situation. Die Höhe richtet sich dabei nach Ihrem monatlichen Einkommen und wird meist anhand der sogenannten Düsseldorfer Tabelle bestimmt.

Die Kosten, sollte es zu einer gerichtlichen Verhandlung über die Unterhaltszahlungen kommen, richten sich nach der Höhe des Jahresbetrags des geforderten Unterhalts sowie nach etwaigen rückständigen Unterhaltsforderungen. Genauere Angaben können an dieser Stelle mangels Informationen nicht gemacht werden.

Da Sie aber nach Ihren Angaben nicht der biologische Vater des Kindes sind, haben Sie (noch) die Möglichkeit, die Vaterschaft anzufechten. Die Anfechtungsfrist beginnt mit Kenntnis der Umstände, die gegen die Vaterschaft sprechen; sie beträgt zwei Jahre. Jedoch beginnt die Frist nicht vor der Geburt des Kindes, § 1600 b I BGB. Somit besteht hier für Sie noch bis zum 2. Geburtstag des Kindes die Möglichkeit der Anfechtung der Vaterschaft.

Diese Anfechtung haben Sie nur höchstpersönlich vorzunehmen, § 1600 a BGB. Zuständig dafür ist das Familiengericht, § 1600 e BGB.

Ich hoffe, daß meine Antworten für Sie hilfreich gewesen sind und darf zusätzlich auf die kostenfreie Nachfragefunktion verweisen.

Mit freundlichen Grüßen,

Florian Müller
(Rechtsanwalt)

Nachfrage vom Fragesteller 06.02.2008 | 14:51

Danke erstmal für die Auskunft.
Muss ich mir dabei einen Anwalt nehmen oder kann ich einfach zum Gericht gehen und dieses beantragen?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 06.02.2008 | 15:16

Sehr geehrter Fragesteller,

Die Erhebung der Anfechtungsklage kann schriftlich oder mündlich zu Protokoll der Geschäftsstelle beim Familiengericht erhoben werden. Hierzu braucht man keinen Rechtsanwalt, jedoch kann ich Ihnen grundsätzlich nur raten, nicht auf anwaltlichen Beistand zu verzichten.

Bei Erhebung der Klage haben Sie zunächst Gerichtskosten zu zahlen. Auch etwaige Gutachterkosten etc. sind zunächst und jedenfalls im Falle einer Abweisung der Klage von Ihnen zu zahlen.
Im Prozeß selbst müßten Sie begründete Zweifel an der Vaterschaft vortragen. Je nach dem, wie sich dabei die Kindsmutter verhält, wird das Gericht ein Gutachten in Form einer DNA-Analyse anordnen.

Mit freundlichen Grüßen,

Florian Müller
(Rechtsanwalt)

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