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Urlaub für Prüfungsvorbereitung

25.01.2007 16:52 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von


in unter 1 Stunde
Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe ein arbeitrechtliches Problem und wiess nicht wie ich mich verhalten soll.
Zu meiner Person: Männlich, verheiratet, keine Kinder, 30 Jahre alt, staatlich geprüfter Elektrotechniker.
Ich arbeite seit Juli 2004 bei einem kleinen GmbH Unternehmen von 13 Kollegen.
Davon arbeiten 4 Leute (inkl. Arbeitgeber&Geschäftleiter) in Büro.
Mein Aufgabengebiet erstreckt sich über alles, ich bin der jenige der alle Arbeiten innen und außen koordiniert, Kundendienst, Support, Techniker, Monateteams, EDV usw. Die weiteren zwei Mitarbeiter, sind einmal die Ehefrau des AG und eine Halbtagskraft. Die Ehefrau hat eigentlich keine für mich ersichtliche Funktion, außer Überweisungen (1 bis 2 durchschnittlich am Tag) zu tätigen, und uns mit ihren Privatproblemen noch mehr zu belasten. Die kommt und geht wann Sie will.
Die Halbtagskraft arbeitet strikt nach Anweisung und betrachtet den Job mehr als ein Hobby.
Wir arbeiten für größere Unternehmen als Subs und führen Montagarbeiten durch.

Zur Situation:
Im letzten Jahr wurden aus dem Büro zwei Vollzeit-Mitarbeiter und zwei Außendienstmitarbeiter entlassen. Die deswegen gebliebenen Arbeiten wurden verteilt. Ich bekam durch meine längere Anwesenheit am Arbeitsplatz die Mehrheit ab. Kein Wunder, es ist ja keiner Tags mehr da. Der Arbeitgeber wollte gar nicht mit mir diskutieren, als ich auf dem erhöhten Aufwand aufmerksam gemacht habe.
Ich schlug ihm schon damals vor einem vernünftigen Vertreter einzustellen. Er meinte, dass es zuviel kostet und ich schon eine zu hohe finanzielle Belastung für die Firma bin. Mein verdienst beträgt ca. 27000€. Er selbst ist nicht mehr Fähig die normalen Koordinationsaufgaben zu führen (behauptet auch er selber). Meiner Meinung nach bin ich der einzige der den Gewinn und Kosten positiv beeinflussen kann. Die Lage im letzten Jahr war sehr schwer, trotzdem haben wir es geschafft einen kleinen Plus einzufahren. Alleine durch Motivation der Mitarbeiter und durch unseren Einsatz. Der Chef, war entweder Krank, baute am seinem Haus oder war im Urlaub.
Es kam aber Schlimmer, er wollte mir die am Anfang abgesprochenen Koordinationsbonus in Höhe von 400€(Brutto) Monatlich nicht mehr zahlen. Dazu ist nur zu sagen, dass ich ein ganzes Jahr ausgenommen die ersten zwei Monate nichts anderes gemacht habe.
Wir sind aber doch zum einem Kompromiss für das letzte Jahr gekommen, ich schlug ihm August 2006 vor, mir die Summe für eine Fortbildung zu geben.
Seit September 2006 bin ich in dieser Maßnahme, diese findet nur samstags statt, ich besuche die bis jetzt regelmäßig. Die Fortbildung erstreckt sich über ein Jahr nur samstags und einmalig eine volle Woche Vorbereitung für die Prüfung. Das dort erworbene Wissen fließt natürlich in das Unternhemen ein. Um den Titel zu erwerben müssen 5 Prüfungstage in Anspruch genommen werden. Dieses habe ich direkt am Anfang mitgeteilt. Im Dezember 2006 habe ich Ihm meinen Urlaubschein für die zwei Wochen eingereicht. Mein Chef unterschreibt grundsätzlich keine Urlaubscheine, auch diesen nicht. Und bis jetzt wurde dieser nicht unterschrieben und mir abgegeben.
Die Auftragslage hat sich inzwischen gebessert, und zwar so dass ich mir ernsthaft Gedanken mache, ob wir das überhaupt schaffen. Zu mal kein zusätzliches Personal eingestellt wurde. Deswegen stehen die mir mündlich versprochenen Urlaubstage jetzt im Gefahr. Für die Prüfung habe ich mich schon angemeldet, diese werde ich selber bezahlen und ich lerne in meiner Freizeit fleißig.
Der AG scheint sich überhaupt keine Gedanken deswegen machen, für ihm ist die einfachste Lösung ich verzichte auf mein Urlaub. Ich deswegen will auf die zwei Wochen nicht verzichten, dazu muss man wissen dass die IHK nur noch eine weitere Chance gibt.
Eine Lösung wäre natürlich, jemanden zu finden der mich vertreten kann. In der kurzen Zeit findet sich aber keiner, zu mal man ungefähr halbes Jahr braucht um sich einzuarbeiten.

Ich bin echt verzweifelt, mein Chef ist selbstherrlich und ihn interessieren meine persönlichen Belange nicht. Wer ihm kennt, der weiss wo von ich spreche. Ich bin bis jetzt der einzige der gegenüber den Vorgängern mehr als ein halbes Jahr ausgehalten hat.
Die Arbeit macht mir keinen Spaß mehr, ich bin demotiviert und frustriert.
Bitte verzeiht diesen langen Text, ich habe Hoffnung auf bessere Zeiten verloren. Normal sollte ich diesen Job aufgeben und einen neuen finden. Allerdings fehlt mit durch die Schule und die Arbeit schlichtweg die Zeit. Fest steht, irgendwann will ich da weg, die Fortbildung bittet mir eine Chance neu durchzustarten.

Ich spiele echt mit den Gedanken die zwei Wochen nicht zur Arbeit zu kommen.
Mit welchen Konsequenzen muss ich rechnen? Kündigung, Abmahnung? Wie sieht es auch wenn es vor Arbeitsgericht zum Streit kommt?

Ich hoffe jemand kann sich in meine Lage versetzen und mir ein Rat geben.

Mit freundlichen Grüßen
25.01.2007 | 17:07

Antwort

von


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Sehr geehrter Ratsuchender,



der Anspruch auf Urlaub steht Ihnen rechtlich zu.

Allerdings dürfen Sie nicht einfach den Urlaub nehmen, sondern müssen dann die gerichtliche Klärung anstreben (BAG, Urteil v. 20.01.1994, EzA § 626 Nr. 153).

Sofern Sie dann trotzdem nicht zur Arbeit erscheinen, könnte für den dann eigenmächtigen Urlaubsantritt, nach der genannten Entscheidung sogar eine fristlose Kündigung in Betracht kommen, da dass ich davon dringend abrate.



Hier werden Sie also nicht umhinkommen, sofort das Arbeitsgericht zu bemühen. Nach Ihrer Darstellung werden Sie mit Ihrem Antrag, den Urlaubsanspruch festzustellen, gute Chancen haben. Hingegen stehen die Chancen bei einer fristlosen Kündigung wegen des ungenehmigten Urlaubsanspruches schlecht.






Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle


ANTWORT VON

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