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Unterhalt für uneheliche Kinder - Jugendamt die Veränderung (Heirat, Geburt des Kindes) melden?

27.06.2006 12:51 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


Wir haben geheiratet am 25.11.05, seit 8. Juni 2006 haben wir einen Sohn. Ich (die Ehefrau) bin jetzt im Mutterschutz und nehme ein Jahr Erziehungsurlaub, wobei ich ab Januar 07 Teilzeit (2 Tage die Woche) arbeiten werde.

Mein Mann verdient 31.000 € Jahresbrutto. Er hat 2 uneheliche Kinder (6 und 5 Jahre) zu unterstützen. Für die Kinder zahlt er 212 € und 199 €. Zudem hat er noch mehr als 4.000 € Nachzahlung an das Jugendamt zu leisten. Die Aufforderung zur Nachzahlung kam erst drei Jahre später, zudem hatte das Jugendamt meinen Mann vorher nie darauf hingewiesen, dass er zuwenig zahlen würde.

Ich selbst verdiene 40.000 € Jahresbrutto, und werde ab Juni 07 wieder voll arbeiten, dann geht mein Mann in Elternzeit und wird nicht arbeiten.

Fragen: Sollen wir dem Jugendamt die Veränderung (Heirat, Geburt des Kindes) melden, oder entstehen uns daraus nur Nachteile?

Wie hoch wären die Unterhaltszahlungen auf Grund der veränderten Situation, wenn mein Mann der Alleinverdiener ist, während ich mein Jahr Elternzeit nehme und von Januar bis Juni 2007 nur Teilzeit arbeite?

Wird von meinem Gehalt Unterhalt für die unehelichen Kinder abgezogen werden, sobald mein Mann in Elternzeit ist und nichts mehr verdient?

Wie hoch ist generell der Selbstbehalt von dem Mann, wenn die Miete 830 € warm beträgt? Könnten wir Wohngeld beantragen, wenn inklusive der Miete das Familieneinkommen unter Sozialhilfeniveau liegt? Wie hoch wäre dieses Niveau exakt?
27.06.2006 | 15:33

Antwort

von


(2253)
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26135 Oldenburg
Tel: 0441 26726
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Sehr geehrte Ratsuchende,


zunächst möchte ich meine Glückwünsche zu der Geburt des Kindes aussprechen.

Ihre Fragen beantworte ich wie folgt:


1.)
Dem Jugendamt sollte die Veränderung mitgeteilt werden, da Ihr Sohn nun mit zu den unterhaltspflichtigen Kindern gehört.

Da die Düsseldorfer Tabelle auf eine Ehefrau und zwei Kinder abgestellt ist, wird es hier zur Einstufung in die nächst niedrigere Gruppe kommen.

2.)
Hier haben Sie leider nur das JahresBRUTTO angegeben. Entscheidend für die Unterhaltsberechnung ist aber das anrechenbare NETTOeinkommen, so dass neben den Pflichtabgaben (hier nicht bekannt) auch die Berufspauschale (5% bis zu einer Höchstgrenze von 150,00 EUR montalich) und Schulden (wiederum monatlich umzurechnen) in Abzug zu bringen sind.

ERST aus diesem anrechenbaren Nettoeinkommen kann dann die Unterhaltsberechnung vorgenommen werden.


3.)
Nein, Ihre Gehalt wird nicht angerechnet. ABER: Wenn Ihr Mann in die Elternzeit geht, obwohl er ja die gesteigerte Unterhaltspflicht auch gegenüber den unehelichen Kindern hat, wird er so behandelt werden, als ob sein ursprüngliches Einkommen nach wie vor besteht. Daher wird dann über diesen Umweg Ihr Einkommen quasi indirekt berücksichtigt werden, da davon dann die Unterhaltsbeträge auch gezahlt werden müssen.


4.)
Der Selbstbehalt liegt bei 890,00 EUR, wobei dort bis 360,00 EUR für Unterkunft enthalten sind. Da diese Kosten hier höher sind, kann der Selbst angemessen erhöht werden, wenn die Wohnkosten erheblich höher sind und dieses nicht vermeidbar ist.

Wohngeld sollte beantragt werden, da dieses erst ab Antragstellung (also nicht rückwirkend) bewilligt wird. Die Einkommensgrenze liegt bei 1.140,00 EUR.


Insgesamt kann man Ihrem Mann nur raten, über die Erstberatung hinaus, einen Rechtsanwalt mit der exakten Berechnung der Unterhaltsbeträge (und ggfs. Überprüfung der Forderungen des Jugendamtes) zu beauftragen, da anhand der exakten Zahlen und allen Unterlagen hier eine individuelle Berechung notwendig und geboten erscheint.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle


ANTWORT VON

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