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Übertragung Genossenschaftsanteile/Vererben/Anspruch auf die Eigenh.Zulage


17.11.2005 06:10 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht



Sehr geehrte Damen und Herren,
ich möchte über eine Genossenschaft späteres Eigentum erwerben.

Die EIgenheimzulage möchte ich mir für die Zukunft noch sichern.
Diese steht mir zu, wenn ich Eigentum erwerbe oder schaffe.
Wenn ich über eine Genossenschaft gehe, kann ich dieses auch später realisieren und nutze ab heute diese Vorteile (denn noch gibt es dieEig.h.Zul.).
Können diese Anteile vererbt werden? wem stehen dann nach z.B. Tod oder übergabe infolge des vorweggenommenen Erbes, diese zu?
Können wir hierüber auch an die Enkel dieses weitergeben??So dass diese es nutzen(d.h. später noch v.d. diesen steuerl. Vorteil profitieren können)?
Sehen Sie sich bitte evtl. bevor Sie antworten die Seite www.genotec-eg.de das dort beschriebene Konzept an.
Guten Morgen,

bei der Beteiligung an der Genossenschaft steht Ihnen nach § 17 EigenZulG unter bestimmten Voraussetzungen, die in der Satzung der Genossenschaft geregelt sein müssen, die Förderung zu.

Insbesondere muß das Recht auf Erwerb des Eigentums an der von Ihnen zu eigenen Wohnzwecken genutzten Wohnung vererblich sein. Dies ist allerdings nur die Grundlage für Ihre Eigenheimförderung.

Ihre Erben haben dann unter Umständen wiederum die Möglichkeit, selbst die Eigenheimzulage zu beantragen (wenn es sie denn dann noch gibt). Schwierigkeit hierbei ist aber, daß die Höhe der Eigenheimzulage genknüpft ist an die Kosten des Erwerbes. Wenn Ihre Erben unentgeltlich erwerben, wie es üblich (also etwa ohne Auszahlung von anderen Erben), besteht auch kein Anspruch auf die Eigenheimzulage.

Ich zitiere Ihnen im folgenden § 17 des Eigenheimzulagegesetzes:

§ 17 EigZulG Eigenheimzulage bei Anschaffung von Genossenschaftsanteilen
Der Anspruchsberechtigte kann die Eigenheimzulage einmal für die Anschaffung von Geschäftsanteilen in Höhe von mindestens 5 000 Euro an einer nach dem 1. Januar 1995 in das Genossenschaftsregister eingetragenen Genossenschaft (Genossenschaftsanteile) in Anspruch nehmen, wenn er spätestens im letzten Jahr des Förderzeitraums mit der Nutzung einer Genossenschaftswohnung zu eigenen Wohnzwecken beginnt. Voraussetzung ist, daß die Satzung der Genossenschaft unwiderruflich den Genossenschaftsmitgliedern, die Förderung erhalten, das vererbliche Recht auf Erwerb des Eigentums an der von ihnen zu Wohnzwecken genutzten Wohnung für den Fall einräumt, daß die Mehrheit der in einem Objekt wohnenden Genossenschaftsmitglieder der Begründung von Wohnungseigentum und Veräußerung der Wohnungen schriftlich zugestimmt hat. Bemessungsgrundlage ist die geleistete Einlage. Der Fördergrundbetrag beträgt jährlich 3 vom Hundert der Bemessungsgrundlage, höchstens 1.200 Euro für jedes Jahr, in dem der Anspruchsberechtigte die Genossenschaftsanteile inne hat. Die Kinderzulage beträgt für jedes Kind, für das die Voraussetzungen des § 9 Abs. 5 Satz 1 und 2 vorliegen, jährlich 250 Euro; haben beide Elternteile zugleich für ein Kind Anspruch auf die Kinderzulage, ist bei jedem die Kinderzulage zur Hälfte anzusetzen. Die Summe der Fördergrundbeträge und der Kinderzulagen darf die Bemessungsgrundlage nicht überschreiten. Der Anspruch auf Eigenheimzulage entsteht mit dem Jahr der Anschaffung der Genossenschaftsanteile. Im übrigen sind die §§ 1, 3, 5, 7 und 10 bis 16 entsprechend anzuwenden.

Ob und inwieweit die von Ihnen ausgewählte Genossenschaft ein seriöses, abgesichertes Konzept für die Eigentumsbildung ist, kann ich naturgemäß nicht beurteilen. Hier sollten Sie ggf. noch einen Anwalt direkt vor Ort konsultieren.

Ich hoffe, ich habe Ihnen weitergeholfen. Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Weiß
Rechtsanwalt und auch Fachanwalt für Arbeitsrecht
Esenser Straße 19
26603 Aurich
Tel. 04941 60 53 47
Fax 04941 60 53 48
e-mail: info@fachanwalt-aurich.de
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