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Eigenheimzulage / Heirat / Kind


26.02.2007 09:45 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht



Sehr geehrte Damen und Herren,

mein (damaliger) Lebensgefährte und ich haben uns im Jahr 2003 ein Haus gekauft (Miteigentumsanteil jeweils 50%). Ich habe im Jahr 2004 bzgl. der Eigenheimzulage einen positiven Bescheid des FA erhalten, dass ich für die Jahre 2003 - 2010 Eigenheimzulage in Höhe von 1.278 Euro erhalte. Mein Lebensgefährte hat im Jahr 2004 eine Ablehnung erhalten, da er die Einkommensgrenze in Höhe von 81.807 Euro überschritten hatte.

Im Jahr 2006 haben wir geheiratet. Aufgrund der Heirat überschreiten wir wegen des Einkommens meines Mannes die Einkommensgrenze für Ehegatten in Höhe von 163.614 Euro (Zeitraum 2005/2006).
1. Frage: Mein Einkommen liegt immer noch unter der Zweijahresgrenze von 81.807 Euro. Muss ich für das Jahr 2006 meine Eigenheimzulage zurückzahlen, weil wir geheiratet haben bzw. ist es erforderlich, die getrennte / besondere Veranlagung zu wählen, damit ich meine Eigenheimzulage für das Jahr 2006 nicht zurückzahlen muss oder kann ganz normal eine Zusammenveranlagung gewählt werden?

Wir erwarten im März / April 2007 ein Baby. Mit der Kinderzulage und meinem durch die Elternzeit geringeren Einkommen werden im Jahr 2007 die Einkommensgrenzen für Verheiratet nicht mehr überschritten.

2. Frage: Kann mein Mann die Eigenheimzulage ab dem Jahr 2007 für 2007 bis 2010 auch beantragen? Hat sein (Neu)-Antrag für das Jahr unserer Verheiratung in 2006 ggf. negative Auswirkungen für mich, in der Form, dass ich meine Eigenheimzulage zurückzahlen müsste?

Vielen Dank für die Beantwortung meiner Fragen!
Sehr geehrte Fragestellerin,

die Überprüfung der Einkommensgrenzen erfolgt regelmäßig immer nur einmal zum Beginn des Bewilligungszeitraums. Da Sie zu diesem Zeitpunkt unterhalb der Einkommensgrenzen lagen, steht Ihnen auch weiterhin die (wie bisher halbe) Eigenheimzulage zu, Sie brauchen diese trotz Ihrer Heirat daher für 2006 nicht zurück zu zahlen.

Soweit Sie und Ihr Ehemann in 2007 unterhalb der Einkommensgrenzen liegen, können Sie ab 2007 auch die Gewährung der vollen Eigenheimzulage beantragen, die Ihnen dann allerdings nur noch für die verbleibenden Jahre des Förderzeitraums (d.h. in Ihrem Fall also für die Jahre 2007 - 2010) gewährt werden wird.

Mit freundlichen Grüßen
Udo Meisen
Rechtsanwalt
Fachanwalt für Steuerrecht

Nachfrage vom Fragesteller 26.02.2007 | 17:47

Sehr geehrter Herr Rechtsanwalt Meisen,

vielen Dank für Ihre Antwort.

Zur Sicherheit möchte ich nocheinmal fragen: Wir können für unser Jahr der Eheschließung 2006 trotz Überschreitung der Einkommensgrenzen für Ehegatten bedenkenlos die Zusammenveranlagung wählen und müssen nicht zum Erhalt meiner Eigenheimzulage die getrennte bzw. besondere Veranlagung wählen?

Vielen Dank und viele Grüße

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 07.03.2007 | 16:39

Sehr geehrter Fragesteller,

das haben Sie richtig verstanden. Auch nach der Hochzeit können Sie für Ihren Miteigentumsanteil die Eigenheimförderung in Anspruch nehmen, selbst wenn Sie und Ihr Ehegatte die gemeinsame Einkommensgrenze nicht unterschreiten. Die Ausübung des Besteuerungswahlrechts (Einzel- oder Zusammenveranlagung) für das Jahr der Eheschließung oder ein späteres Jahr ist insoweit ohne Auswirkung. (So auch das Bundesfinanzministerium in seinem Rundschreiben vom 21.12.2004 - IV C 3 - EZ 1010 - 43/04, Tz. 23).

Mit freundlichen Grüßen
Udo Meisen

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