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Trennungsunterhalt/Zugewinn usw. / uneinsichtiger Ehemann ?


21.09.2007 22:14 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


in unter 1 Stunde

Seit April leben wir 60/61 Jahre im Trennungsjahr.Im Juli habe ich mir eine Rechtsberatung eingeholt und ich kam zu dem Entschluß, mich scheiden zu lassen, da mein Mann seine Freundin nicht aufgeben möchte, also so ein Dreiecksverhältnis. Trotzdem schlug er mir zweimal vor , die Ehe aufrecht zu erhalten. Was ich aber immer wieder sagte, es sollte nur aus finanziellen Gründen so weiter gehen, damit er kein Unterhalt an mich zahlen bräuchte. Trotzdem willigte ich zuerst einmal ein. Durch eine kleine Operation bei mir bedingt, kam mir dann die Erleuchtung, weil mein Mann mit mir lieb und herzlos umging.Die Freundin ist immer noch existent und er bewegt sich mit ihr im Ausland und geht seinem Hobby nach.
Mein Mann wurde indessen das zweite Mal aufgefordert, über seine Einkünfte Auskunft zu erteilen. Er legte den Steuerbescheid von 2005 vor, da der von 2006 noch nicht vom Finanzamt uns zugestellt wurde.
In 2005 hatte mein Mann ausserplanmäßige Kapitaleinkünfte und deswegen fiel die Berechnung für den Trennungsunterhalt, nach Abzug des Wohnvorteiles sehr hoch aus. Das wurde nun von meinem Mann moniert.
Ich wurde von ihm aufgefordert, den noch ausstehenden Bescheid beim Finanzamt anzufordern. Was ich auch tat.
Mit einer Zahlung des Tr. Unterhaltes möchte er bis Ende Oktober aussetzen, da wir dann bei meinem Rechtsanwalt ein Gespräch haben.Und er hofft auch , dass dann der Steuerbescheid für 2006 vorliegt, damit eine Korrektur stattfinden kann.
Ich verstehe meinen Mann überhaupt nicht mehr und kann es nicht nachvollziehen, dass er sich im Ausland vergnügt und ich sitze mit meiner kleinen Rente in der ehelichen Wohnung. Hätte ich eine entsprechende Stütze, wäre ich aus der ehelichen Wohnung ausgezogen (die sein Eigentum ist) und es gäbe bei seiner Rückkehr keine Streitereien mehr, welche alles verhärten.
Dieses Taktieren und pokern bis zur Reform ? , wann kommt die denn ? geht mir langsam auf die Nerven.
Mein Rechtsanwalt sagte mir, dass wir nicht so hart zu meinem Mann sein dürften und mit einer Zahlung warten sollten. Sonst müßte ich den Trennungsunterhalt einklagen. Da er aber weiß, dass er zahlen muß, könnte er ja wenigstens als Gentleman einen Vorschuß leisten. Sehe ich diesbezüglich etwas falsch?
Weiterhin frage ich mich nun, wenn in 2005 ,, außerplanmäßige Kapitaleinkünfte" waren, weil Geld ins Ausland geflossen war, er daraus Zinserträge hatte und das dementsprechend auch versteuert wurde, habe ich daraus nicht auch Anspruch bei Zugewinn und nachehelichem Unterhalt ?
Vor der Ehe hatte mein Mann einen Bungalow, wir bewohnten diesen gemeinsam, dann heirateten wir. Zwei Jahre später wurde der Bungalow verkauft und der Erlös wurde in andere Immobilien gesteckt. Habe ich hierbei kein Zugewinnanspruch ?
Er möchte mich mit meiner kleinen Rente leben lassen .

Danke im voraus, für alle Infos, damit ich wieder klar denken kann.
21.09.2007 | 22:29

Antwort

von


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Sehr geehrte Fragestellerin,

vielen Dank für Ihre Frage, die ich anhand des geschilderten Sachverhalts wie folgt beantworte:

Die Tatsache, dass Ihr Man meint, mit dem Steuerbescheid 2006 günstiger zu kommen, entbindet ihn selbstverständlich nicht von der Verpflichtung, Trennungsunterhalt zu bezahlen. Eine Aussetzung der Zahlung, nur weil er nicht im Stande ist, für ihn (vermeintlich) günstigere Nachweise vorzulegen, ist daher keinesfalls akzeptabel. Es ist schon die Frage, warum die Kapitalerträge in 2006 auf einmal viel niedriger sein sollten, als in 2005. Falls er Geld ins Ausland verschoben hat, um sein Einkommen zu reduzieren und deshalb weniger Unterhalt bezahlen zu müssen, wäre ggf. sogar über die Anrechnung fiktiver Einkünfte aus Kapitalvermögen nachzudenken. In jedem Fall muss er aber ja Nacheise haben, wenn er die Steuererklärung bereits eingereicht hat, diese könnte er ja einstweilen vorlegen, so dass auf dieser Basis ohne weiteres eine Berechnung durchgeführt werden könnte.

Ob und in welcher Höhe Sie einen Anspruch auf Zugewinnausgleich haben, ist aus der Ferne nicht zu beurteilen. Der Vermögensstamm, den Ihr Mann bereits mit in die Ehe gebracht hat, unterliegt nicht dem Zugewinnausgleich, wohl aber die Wertsteigerung während der Ehe. Hier sollte Ihr Mann ebenfalls zur Auskunft aufgefordert werden, damit etwaige Ansprüche berechnet werden können.

Ich hoffe, Ihnen damit eine Orientierung gegeben zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen
Gabriele Koch
Rechtsanwältin


Nachfrage vom Fragesteller 22.09.2007 | 20:20

Nachdem heute mein Mann tel. sein Kommentar dazu abgegeben hat, dass er sich weiterhin nicht bereit erklärt eine Vorauszahlung zu leisten,sehe ich auch für den neu errechneten Trennungs-unterhalt vorerst einmal schwarz. D.h. es muß geklagt werden.
Die Klage muß ich ja dann einreichen und kostet mich einiges.
Frage , muß mir mein Mann die Kosten erstatten, wenn die Klage durchgeht, wie lange dauert es bis eine Klage durchgeführt und rechtskräftig wird?
Wird mir für den ganzen Zeitraum der Trennungsunterhalt ab Antragstellung nachgezahlt, oder nur für eine kürzere Zeit z.B. ab dann wenn die Klage rechtskräftig ist.
Ich denke und sehe, dass mein Mann in dieser Richtung schon einen Joker in der Tasche hat, um preiswert wegzukommen. Wie ist die Rechtslage dazu?
Danke

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 23.09.2007 | 20:39

Sehr geehrte Fragestellerin,

die Kosten in Familiensachen werden in der Regel gegeneinander aufgehoben, das heißt, jeder zahlt seinen Anwalt selbst und die Gerichtskosten werden hälftig geteilt. Wenn Ihre wirtschaftlichen Verhältnisse beengt sind, können Sie evtl. Prozesskostenhilfe beantragen, hierzu sollten Sie Ihren Anwalt befragen.

Die Dauer solcher Verfahren ist regional verschieden und hängt außerdem von den Umständen des Einzelfalles ab, so dass hierzu keine Prognose möglich ist. Ihr Mann ist aber, sofern Sie das Verfahren gewinnen, in jedem Fall verpflichtet, den Unterhalt nachzuzahlen. Wenn er außergerichtlich zur Zahlung oder Auskunft aufgefordert wurde (wovon ich ausgehe) ab dem Tag der Aufforderung, andernfalls ab dem Tag, an dem ihm die Klage zugestellt wurde.

Mit freundlichen Grüßen
Gabriele Koch
Rechtsanwältin

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