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Strafbefehl Körperverletzung/ Rücknahme

| 01.02.2021 14:11 |
Preis: 47,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von


15:14

Sehr geehrte Damen und Herren,



folgender Sachverhalt: Ich habe bis 10/2020 für mehrere Jahre eine Beziehung geführt. Mein Expartner ist ein ruhiger Mensch, der eher zum Schweigen und Gehen, als zum Explodieren neigt. Die Beziehung hatte als Problem ein Kernthema: Treue, welches immer wieder zu Streit führte. In meinem Fall war es dann so, dass ich, umso mehr er schwieg regelrecht ausgeflippt bin. In diesem Zusammenhang gab es drei Vorfälle wo er sich mit körperlicher Kraft gegen mich gewehrt hat (zwei Mal ein Tritt gegen den Kopf, ein Mal ein Schlag ins Gesicht). Nun ist es bei einer letzten vierten Auseinandersetzung, so gewesen, dass ich ihn vom Gehen abhalten wollte und er die Polizei rief, weil er seiner Freiheit beraubt wird. Die Polizei kam. Von der Polizei wurde ich sehr lange, über mehrere Stunden bis in die Morgenstunden zu der Beziehung befragt. Mir wurde aufgrund der ins Haus stehenden Anzeige wegen Freiheitsberaubung eine Anzeige wegen Körperverletzung empfohlen. Dies tat ich dann also auch in einem desolaten und angetrunkenen Zustand. Ich zog diese Anzeige in weniger als 10 Tagen zurück. Ich erfuhr auf Nachfrage von meinem Expartner, dass dieser in der Nacht keine Anzeige gegen mich erstattet hatte.



Wir dachten, dass die Sache nun Geschichte ist und jeder auf seine Weise die Geschehnisse aufarbeiten muss.



Nun erfuhr ich, dass mein Expartner letzte Woche einen Strafbefehl erhalten hat und 2.700,00 Euro zahlen soll. Die Darstellung der Vorwürfe liest sich, als hätte er sich aus Lust und Laune so verhalten. Ich hatte jedoch der Polizei immer wieder angegeben, dass ich zuvor äußerst ausfallend geworden bin.



Das ist nichts was ich wollte und will und ich finde es ist auch unangemessen, da körperliche Gewalt für ihn kein Mittel der Wahl ist und aus meiner Sicht absolut kein öffentliches Interesse bestehen kann, da mein Expartner eine friedliebende Person ist. Es bestehen auch keine Vorstrafen.

Ich konnte im Netz nachlesen, dass man Einspruch erheben kann, dass aber eine Hauptverhandlung die Folge ist und mit höheren Kosten verbunden ist.

Bestehen Chancen das die Staatsanwaltschaft in einer Hauptverhandlung den Strafbefehl zurücknimmt? Habe ich noch Möglichkeiten an die Staatsanwaltschaft heranzutreten und die Sache zumindest strafmildernd aufklären kann? Ist es sinnvoll nur gegen die verhängten Tagessätze (1x30 und 2x40) Einspruch einzureichen? Auf welcher gesetzlichen Grundlage begründet sich dieser Einspruch gg die Tagessätze und nicht gegen die Sache selbst?

01.02.2021 | 14:48

Antwort

von


(2381)
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Sehr geehrte Ratsuchende,

sofern gegen den Strafbefehl nicht Einspruch binnen 14 Tagen nach Zustellung eingelegt wird, wird er rechtskräftig und hat die Wirkung einer Verurteilung.

Es nützt auch nichts, wenn Sie nun mit der Staatsanwaltschaft sprechen, da der Strafbefehl vom Gericht erlassen worden ist.

Ob die Chance einer Reduzierung der Strafe oder sogar Freispruch besteht, lässt sich ohne Kenntnis der Akte nicht beurteilen.

Aber die Chance besteht sicher, wenn Sie als Opfer in einer Verhandlung gehört werden und entsprechende entlastende Angaben machen.


Will Ihr Bekannter diesen Strafbefehl nicht akzeptieren, muss er also Einspruch einlegen.

Dabei kann nach § 410 StPO: Einspruch; Form und Frist des Einspruchs; Rechtskraft der Einspruch auch auf die Anzahl der Tagessätze beschränkt werden.

Das Strafmaß wird nach den Gesamtumständen nach den Strafzumessungsgrundsätzen ermittelt:

Um welche Straftat handelt es sich, ist ein hoher Schaden entstanden, sind Personen verletzt/schwer verletzt worden, ist der Betroffene vorbestraft, hat er ein Geständnis abgelegt oder sich um Wiedergutmachung bemüht?

All das ist zu berücksichtigen, lässt sich ohne Aktenkenntnis aber nicht beurteilen.

Im Regelfall werden bei solchen Delikten um die 30 Tagessätze verhängt, wobei es aber offenbar mehrere Vorfälle gewesen sind.

Auch das lässt sich ohne Akteneinsicht aber nicht abschließend beurteilen.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin

Sylvia True-Bohle


Rückfrage vom Fragesteller 01.02.2021 | 14:57

Sehr geehrte Frau True-Bohle,

herzlichen Dank für Ihre schnelle Antwort. Verstehe ich Sie richtig, dass im Falle einer Hauptverhandlung, dass Opfer sicher für eine Aussage/ Befragung vorgeladen wird?

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 01.02.2021 | 15:14

Sehr geehrte Ratsuchende,

das wird so sein, ja.

Vorsorglich kann Ihr Bekannter auch die Vernehmung ausdrücklich beantragen und dann wierden Sie sicher gehört werden.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin

Sylvia True-Bohle

Bewertung des Fragestellers 01.02.2021 | 15:01

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

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Stellungnahme vom Anwalt:

Sehr geehrte Ratsuchende,

das wird so sein, ja.

Vorsorglich kann Ihr Bekannter auch die Vernehmung ausdrücklich beantragen und dann wierden Sie sicher gehört werden.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin

Sylvia True-Bohle

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