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Strafbefehl rechtens bei gefälschter/intriger Papierdrohung?

27.07.2015 11:17 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Zusammenfassung: Bei einem Einspruch gegen einen Strafbefehl ist in der Hauptverhandlung auch die Verhängung einer höheren Strafe möglich. Über etwaige Beweise bzw. das Ergebnis der Beweisaufnahme entscheidet das Gericht im Rahmen der freien Beweiswürdigung.

Sehr geehrte Damen und Herren,

bei einer Exmieterin kam diverser schriflticher Austausch zwischen mir und ihr, da Sie den Mietvertrag vorzeitig illegal kündigte + 4 Monate vor Mietende auszog, weil Sie meinte, der Wohnraum wäre kein Wohnraum.

Nachdem Sie die Miete 2Monate in Folge nicht bezahlt hatte, habe ich ihr den Mietvertrag fristlos gekündigt. In der Zwischenzeit hatte mich die Mieterin (=HK) auf die Herausgabe der Kaution verklagt und bevor der Prozess stand fand habe ich die Kaution überwiesen.

Hierbei entstand vor dem Prozess ein ominöser Brief an Sie mit einer angeblichen Bedrohung meinerseits, dass Sie diesen Prozess absagen soll.

Nachdem ich hierzu von ihr angezeigt worden bin, war ich bei "Fingerabdruck-check", wo keine ( ! ) Übereinstimmung stand fand !

Jetzt wird der Schreibstil ( ! ) in dem 2 seitigem Drohbrief an Sie als Beweismaterial verwendet hat mir mein Rechtsanwalt erklärt und dass es schwer ist, den Richter vom Gegenteil zu überzeugen.

Ich muss ganz offen gestehen, dass ich von ihm stark enttäuscht bin, da letztlich Papier nicht nur geduldig ist, sondern weder die Schriftart (=Arial / Courier? ) nicht eins ist, dass ich je verwendet habe oder geschweige denn mein Bruder (der hier als islamischer Handlanger/Schlägertyp als Vollstrecker im Brief angeschoben wird) jemandem etwas Schlimmes je angetan hat!

Letztlich habe ich kein allzu schlechten Ausgang mit der Mieterin im Prozess vorher gefunden aber dass ich für ein Brief von ihr ( oder wem Anderen? ? ) dass geschrieben wurde, ohne nennenswerten Beweise (?!) ein Strafbefehl bekomme, stinkt mir bis zum Himmel, denn eigentlich war für mich die Sache unlängst erledigt.

Ich weiss nicht, wie nachtragend die Mieterin ist, denn es sind (wie gesagt) diverse SMS und auch Briefe zwischen uns vor dem Prozess emotional gelaufen und dass Sie sehr berechnend sein muss oder entsprechende Unterstützung hat!?

Das ist mir eigentlich auch alles egal, denn jetzt werde ich mit einer massiven Ungerechtigkeit behandelt. Das ist eine Megaschweinerei!

Hinweis:
Meine Deutschlehrerin hat mir seinerzeit gesagt, dass ich viel zu lange Sätze bilde. Alleine aber dass das auch ein anderer Deutschlehrer oder entsprechende Person mit gutem Auge (Lektoren?) mein Schreibstil kopiert und in meinem Stil schreibt ist für mich absolut nachvollziehbar!

Quergedanke:
Wenn das die Schule macht, dann kann jeder jeden wegen fingierten/fiktiven Briefen in Schwierigkeiten bringen, denn letztlich ist das nur Papier und ein paar Buchstaben, dass jeder begabte Mensch ohne zutun von der ungeliebten Person leicht nachmachen kann !

Beispiel dazu:
Ich mag einer meiner Angestellten nicht. Ich kenne ihn lange genug und kann durch ähnlichen Schriftverkehr ihn in die Zwickmühle nehmen und ihm sogar ggf fristlos kündigen.
Wo sind wir HIER bitte ? ?

WIE GESAGT:
Papier ist geduldig. Dass ich dafür aber bestraft und mit 60Tagessätzen zu 50Euro = 3000Euro verdonnert werde, ist mir mehr als ein Dorn im Auge.

Nachdem ich mein Anwalt eher als amtsmüde + lustlos betrachte ist meine Frage:

Wie kann ich so zurück schiessen, dass das sitzt bzw. welche Gesetzestexte + Urteile gibt es, die mich hier entsprechend verteidigen?

Viele Grüsse aus München,


ST...
27.07.2015 | 11:55

Antwort

von


(16)
Beim Schlump 58
20144 Hamburg
Tel: 040 - 35709790
Tel: 0163-2688570
Web: http://www.verteidigerin-braun.de
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes beantworte ich Ihre Frage wie folgt:

Es ist grundsätzlich so, dass das Gericht Ihnen die Tat nachweisen muss (Unschuldsvermutung). Er scheint nach Ihrer Schilderung in Frage zu stehen, ob das betreffende Schreiben von Ihnen stammt. Das Gericht würdigt dabei die vorliegenden Beweise im Rahmen der freien richterlichen Beweiswürdigung, § 261 StPO. Für eine Verurteilung genügt dabei ein nach der Lebenserfahrung ausreichendes Maß an Sicherheit, demgegenüber keine vernünfigen Zweifel mehr aufkommen (BGH VRS 24, S. 207, 210). Ein bloßer theoretischer Zweifel an Schuld bleibt unberücksichtigt (BGH MDR 89, S. 371.)

Unter Umständen kann Ihr Rechtsanwalt hier ein entsprechendes Sachverständigengutachten beantragen mit dem Ziel zu beweisen, dass dieses Schreiben nicht von Ihnen stammt. Unter Umständen kann ein Antrag auf ein Sachverständigengutachten gestellt werden, dass dieses Schreiben nicht aus Ihrem Computer stammt. Möglicherweise ist auch ein Beweisantrag auf Vernehmung Ihres Bruders als Zeugen sinnvoll.

Näheres lässt sich ohne Aktenkenntnis allerdings schwer sagen. Hier wird es bei der Frage der Strafbarkeit wegen Bedrohung - neben der Frage, ob das Schreiben überhaupt von Ihnen stammt - auf den Wortlaut ankommen.

Ihr Rechtsanwalt wird Sie darüber aufgeklärt haben, dass bei einem Einspruch gegen einen Strafbefehl das sogenannte Verschlechterungsverbot nicht gilt. Das heißt, dass das Gericht in einer Hauptverhandlung auch eine höherer Strafe verhängen kann. Auch hier gilt, dass ich ohne Kenntnis der Akte Ihre Chancen schlicht nicht einschätzen kann.

In der Regel wird ein Antrag auf Erlass eines Strafbefehls von dem Richter nicht sehr sorgfältig geprüft. Es kommt daher durchaus vor, dass in der Hauptverhandlung ein Freispruch oder zumindest eine Einstellung erfolgt.

Sie sollten die Sache mit Ihrem Rechtsanwalt noch einmal besprechen und deutlich machen, dass Sie einen Freispruch anstreben. Ich gehe allerdings davon aus, dass Ihr Rechtsanwalt Ihnen eine realistischen Einschätzung der Chancen geben wird.

Beachten Sie bitte, dass dieses Forum nur einer ersten Orientierung dient und eine persönliche Beratung nicht ersetzen kann. Sollten Ihnen noch etwas unklar sein, so nutzen Sie bitte die kostenlose Nachfragefunktion.


Mit freundlichen Grüßen

Alexandra Braun
-Rechtsanwältin-



Rechtsanwältin Alexandra Braun
Fachanwältin für Strafrecht

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