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Stiefpapa, Mutter und Kinder wohnen in meinem Haus, Rechtslage

09.06.2019 12:22 |
Preis: 51,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden
Ich wohne seit 5 Jahren mit meiner Lebensgefährtin(nicht verheiratet) in dem von mir gebautem und alleine bezahlten Haus, es ist auch nur auf mich eingetragen, es wohnen noch 2 Kinder aus erster Ehe (12 Jahre, Mädchen, und 14 Jahre, Junge, von ihr) mit bei uns, sowie unser eigenes Kind, 3 Jahre.

Ein Kind (drittes) von ihr (14 Jahre) wohnt bei seinem Papa in einer kleinen 1-Zimmerwohnung zwei Orte weiter.

Die Eltern haben für die 3 Kinder das geteilte Sorgerecht.

Leider ist eines der beiden Kinder, ein Mädchen, welches bei uns wohnt, sehr auffällig, es hört nicht mehr, ist frech, respektlos...das ganze Programm. Sie macht uns das Leben wirklich zur Hölle!

Nun hatten wir das alles leider schon einmal, mit dem Jungen, der nun beim Papa wohnt, es wurde so schlimm dass wir mit ihm in eine Klinik überwiesen wurden und dort verschiedenste Sachen diagnostiziert wurden, von ADHS über eine soziale Störung und auch massive Wahrnehmungsstörungen! Ein Zusammenleben war nicht mehr möglich, auch wegen der 2 bzw. dann 3 anderen Kinder, nach 6 Monaten Klinik hat ihn sein Papa nach langem hin uns her bei sich aufgenommen, aber dort funktioniert es auch nicht....naja! Er besucht uns häufig und klagt sein, Leid, ebenso der Papa......

Nun aber zu meiner Frage: Wie ist die rechtliche Lage mit der Tochter meiner Lebensgefährtin? 12 Jahre. Könnte ich sie theoretisch "aus dem Haus werfen", d.h. wenn sich nach Familientharapie, Gesprächen usw. nichts bessert? Könnte ich auf einen Auszug bestehen, in z.B. eine Wohngruppe oder ähnliches? Zum Papa kann sie nicht, kein Platz! Kann ich sagen: Du ziehst in eine Wohngruppe? Oder zumindest: Du wohnst nicht mehr hier in "meinem" Haus?

Muss der Papa zustimmen, wenn es nicht mehr geht bei uns? Wir hatten das alles schon durch mit dem anderen Sohn, es zog sich über 2 Jahre hin...eine wirklich extrem schlimme Zeit!

Mit meiner Lebensgefährtin verstehe ich mich sehr gut, wir ziehen an einem Strang, geben Regeln vor, sind konsequent, aber auch liebevoll....aber wir wissen hier nicht weiter und sind durch die wirklich schlimmen Jahre mit dem einen Sohn wirklich geprägt....wenn das nun alles von vorne los geht!

Was sind meine Rechte, was geht schlimmstenfalls? Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein?
09.06.2019 | 13:05

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

zu Ihrer Anfrage nehme ich wie folgt Stellung:


1.

Um es gleich vorweg zu sagen: Sie haben nicht das Recht, die 12 Jahre alte Tochter Ihrer Lebensgefährtin, die bei Ihnen wohnt, des Hauses zu verweisen.

Das ergibt sich aufgrund folgender Überlegungen:

Ihre Lebensgefährtin ist verpflichtet, ihre minderjährige Tochter zu versorgen. Diese Pflicht endet erst mit Eintritt der Volljährigkeit, aber auch hier gibt es Einschränkungen.


2.

Der einzige Weg, den Sie (und vorrangig Ihre Lebensgefährtin) gehen können, ist, einen Antrag bei Gericht, mit dem Ziel zu stellen, eine stationäre Betreuung in Kinder- und Jugendwohngruppen zu erreichen.

Gegebenenfalls könnten Sie auch vorab Kontakt zu entsprechenden Wohngruppen für Kinder in Ihrer Nähe aufnehmen; solche Wohngruppen gibt es an nahezu allen Orten.

Natürlich muss ein konkreter Anlass vorhanden sein, der genau beschrieben und geschildert werden muss. Es reicht also nicht aus, allgemein zu formulieren, das Verhalten der zwölfjährigen Tochter sei unerträglich. Man muss sehr präzise, gegebenenfalls tagebuchartig, festhalten, was genau „aus dem Ruder" gelaufen ist oder läuft.

Da auch der Vater der 12 Jahre alten Tochter Ihre Lebensgefährtin gemeinsam mit Ihrer Lebensgefährtin das Sorgerecht hat, ist er in diese Entscheidung mit einzubeziehen. Man sollte also auch schon im Vorfeld mit ihm deswegen Kontakt aufnehmen und sich auch abstimmen, wie man weiter vorgehen möchte.


3.

Sie Fragen nach Ihren Rechten: Ihre Rechte sind hier denkbar gering, weil Sie gemeinsam mit Ihrer Lebensgefährtin in Ihrem Haus wohnen und weil Ihre Lebensgefährtin als Mutter der zwölfjährigen Tochter für diese zu sorgen hat. Lediglich Ihre Lebensgefährtin kann versuchen, auf der Grundlage der oben geschilderten Wege eine Lösung zu finden.

Wie Sie bereits geschrieben haben, kann das ein langwieriger Prozess sein.

Diesen, gegebenenfalls langwierigen Prozess, können Sie nicht umgehen, da geklärt werden muss, wo die Probleme der Tochter Ihrer Lebensgefährtin liegen. Letzten Endes ist es Sache der Eltern, Probleme der Kinder zu lösen. Hierzu können Sie sich Hilfe bei den Jugendämtern und anderen Einrichtungen holen.

Ein minderjähriges Kind aus dem Haus zu werfen ist aber rechtlich in jeder Hinsicht unzulässig.


Mit freundlichen Grüßen

Gerhard Raab
Rechtsanwalt


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