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Trennung Kind Haus Unverheiratet

08.09.2014 21:05 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Zusammenfassung: Zur Auseinandersetzung einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft.

Hallo,

anbei meine Eckdaten.

1 Kind - 2 Jahre alt, Haus und Unverheiratet. Hauswert ca. 280 TEUR.
Haus und Grundstück läuft auf sie. Ich hab 30 TEUR mit eingbracht.

Wir wollen uns trennen und haben uns drei mögliche Varianten ausgedacht.

1. Ich behalte das Haus und sie zieht aus. Für mich Finanziel ein Problem wenn ich dann auch noch Unterhalt zahlen muss. Ihr Eingekapital (Grundstück) könnte ich in Raten abzahlen.

2. Sie behält das Haus. Müsste mir 30 TEUR zahlen. Sie geht ganztags Arbeiten damit sie die Raten zahlen kann. Kind kommt in Kindergarten. Eltern Bürgen mit Elterhaus (ist Schuldenfrei) komplett für Sie.Und ünterstützen sie Finanziel. Wenn sie mir die 30 TEUR nicht geben kann würde ich verzichten und das mit dem Unterhalt verrechnen.

3. Das Haus wird verkauft für ca. 280 TEUR. Evtl kennen wir einen Privat. Ohne Markler. und müssten 200 TEUR Kredit abzahlen + Vorfälligkeitsentschädigung. Rest wird Anteilsgleich aufgeteilt.

Alles im allem wollen wir das vernüftig lösen. wir können uns einen Rechtsstreit nicht leisten.

Was kommt an Unterhalt auf mich zu bei ca. 2200 Euro netto Verdienst?
Kann man den Unterhalt Ausgerichtlich vereinbaren über Notar oder so?



Einsatz editiert am 08.09.2014 21:10:42

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Zunächst ist Ihr Ansatz völlig richtig hier eine einvernehmliche Lösung zu suchen. Ziel sollte in der Tat eine notarielle Vereinbarung sein, in der man alle Folgen, auch den Unterhalt, verbindlich regeln kann.

Man muss als Vorüberlegung wissen, dass Sie Ihrer Ex-Partnerin grundsätzlich bis zum dritten Lebensjahr des Kindes nach § 1615 l BGB Betreuungsunterhalt schulden. Wie hoch dieser wäre, kann man anhand der Angaben nicht verbindlich sagen, weil man wissen müsste, was die Kindesmutter vor der Geburt verdient hat und wie viel sie bei den verschiedenen Varianten (ganztags oder Teilzeit) verdienen würde. Der Unterhalt für das Kind läge bei 257 € wobei man natürlich das Einkommen genau berechnen muss und auch die Bereinigung um berufsbedingte Aufwendungen noch erfolgen muss. Auch wer das Haus bekommt und wie hoch die Lasten sind, beeinflusst den Unterhalt. Die Sache ist also komplex und bedarf genauer Prüfung.

Der Bedarf der Kindesmutter ist mindestens 1000 €, man muss aber wie gesagt das Einkommen kennen. Wenn die Kindesmutter früher 1800 € verdient hat und jetzt nur noch 1000 € wäre der Bedarf bei 800 €. Ihnen müssen aber nach Abzug des Kindesunterhalts gegenüber der Mutter mindestens 1100 € netto Selbstbehalt bleiben.

Auf den Kindesunterhalt kann man rechtlich nicht wirksam verzichten, diesen werden Sie generell zahlen müssen. Natürlich kann die Mutter sich verpflichten keine Zahlung zu verlangen, ein förmlicher Verzicht ist aber nicht möglich.

Das gilt auch für den Betreuungsunterhalt der Kindesmutter, es ist aber möglich in einer Urkunde die Nichtgeltendmachung zu vereinbaren.

Variante 1 wird schwer, weil zumindest im ersten Jahr Sie nicht in der Lage wären Unterhalt und Rückzahlung und Finanzierung zu tragen.

Variante 2 halte ich für sinnvoll, hier könnte man einen Teil Ihres Anspruchs mit dem Unterhalt für die Kindesmutter "verrechnen". Man muss aber dabei auch prüfen, ob die Bank Sie wirklich im Außenverhältnis aus der Schuldhaft entlassen würde, denn nur dann macht diese Variante Sinn.

Variante 3 ist am einfachsten, dann bliebe nur der Unterhalt zu regeln.

Nr. 3 hat sicher das geringste Streitpotential, aber Nr. 2 wäre auch möglich aber schwieriger.

Sie sollten sich anwaltlich beraten lassen um zunächst den Unterhalt zu ermitteln. Letztlich hängt hier immer alles mit allem zusammen.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Oliver Wöhler, Rechtsanwalt und Fachanwalt für Familien- und Arbeitsrecht


Nachfrage vom Fragesteller 08.09.2014 | 23:41

Muss man den Betrungsunterhalt Gerichtlich beantragen?


Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 09.09.2014 | 13:26

Sehr geehrter Fragesteller,

gerne komme ich auf die Nachfrage zurück.

Nein, die Kindesmutter müsste den Unterhalt zunächst außergerichtlich geltend machen, indem man Sie in Verzug setzt. Sie können sich über den Unterhalt in einer notariellen Urkunde einigen. Der Anspruch besteht, Sie müssten aber erst ab dem Zeitpunkt zahlen, ab dem Sie in Verzug gesetzt wurden. Gerichtlich müsste Ihre Ex-Partnerin den Unterhalt nur verlangen, wenn es keine Einigung gibt und Sie auch keinen Unterhalt zahlen.

Wenn Sie Bedarf an weiterer Hilfe in dieser Sache haben, können Sie mich gerne per mail kontaktieren.

Mit freundlichen Grüßen

Oliver Wöhler, Rechtsanwalt und Fachanwalt für Familien- und Arbeitsrecht

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