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Sieht das US-Erbrecht einen Pflichtteil vor?


11.03.2005 15:34 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Christian Kah



Guten Tag,
ich habe eine deutsche Mutter und einen US-amerikanischen Vater. Nach einer kurzen Ehe ließ mein Vater meine Mutter im Stich. Da er fortan in den USA und meine Mutter und ich in Deutschland lebten, verweigerte er jegliche Unterhaltszahlungen. Er hat also für mich, seinen Sohn, noch nie irgendetwas gezahlt. Meine Mutter, die erst 19 war, als ich geboren wurde, hatte als alleinerziehende Mutter einen finanziell äußerst schweren Stand.

Mein Vater lebt noch immer in den USA und hat erneut geheiratet. Ich weiß, dass er in seinem Testament seine derzeitige Frau als Alleinerbin eingesetzt hat. Ich bin sein einziges Kind, habe aber keinerlei Kontakt mehr zu ihm.

Nach wie vor möchte ich, dass mein Vater meine Mutter für ihre hohen Aufwendungen während meiner Kindheit und Jugend finanziell entschädigt. Deshalb möchte ich im Falle seines Todes unbedingt von ihm erben. Wie wäre dies möglich? Würde ich im Falle seines Todes automatisch benachrichtigt oder müsste ich mich selbst informieren? Stünde mir nach US-Erbrecht ein Pflichtteil zu (und wenn ja, in welchem Umfang) oder würde sein gesamtes Vermögen an seine jetzige Frau übergehen? Was würden Sie mir raten (eine Wiederaufnahme des Kontaktes ausgeschlossen)?

Besten Dank!

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Guten Tag,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Zunächst steht fest, dass in diesem Fall US-amerikanisches Erbrecht zur Anwendung kommt, da Ihr Vater die amerikanische Staatsangehörigkeit hat und sich seine Vermögensgegenstände in den USA befinden.

Das US-amerikanische Erbrecht stellt jedoch für Abkömmlinge kein Pflichtteilsrecht bereit, wenn testamentarische Enterbung vorliegt.

Sie haben daher zumindest keinen Pflichtteilsanspruch.

Sollten Sie dennoch Nachforschungen zum derzeitigen Aufenthaltsort des Vaters anstellen wollen, würde ich dies entweder über das deutsche Generalkonsulat in New York oder über das internationale Rote Kreuz versuchen. Hier kann man Ihnen sicherlich weiterhelfen.

Eine automatische Benachrichtigung würde nur erfolgen, soweit Sie von dem Erblasser testamentarisch oder anderweitig bedacht sein würden. Ansonsten erfolgt keine Nachricht an Sie.

Ich hoffe, Ihre Anfrage hinreichend beantwortet zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Christian Kah
Rechtsanwalt
www.net-rechtsanwalt.de

Nachfrage vom Fragesteller 11.03.2005 | 16:10

Zunächst einmal besten Dank. Die Adresse meines Vaters ist mir bekannt, es ist lediglich mein Wunsch, zu ihm keinen Kontakt zu haben. Ich verstehe Ihre Antwort so, dass die Benennung seiner jetzigen Frau einer Enterbung meiner Person gleichkommt. Wenn ich schon nach seinem Tode keinen Anspruch mehr auf einen Pflichtteil habe, hätte ich denn wenigstens zu Lebzeiten die Möglichkeit, die Enterbung anzufechten? Wir sind nicht zerstritten und es liegen keinerlei vernünftige Gründe für eine Enterbung vor.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 11.03.2005 | 16:43

Die Benennung der jetzigen Frau des Vaters in dessen Testament stellt für Sie eine Enterbung dar. Eine Enterbung kann der Vater allerdings in freiem Ermessen testamentarisch Verfügen. Ein evt. Anfechtungsrecht für die potentiellen Erben gibt es hier leider nicht. Auch müssen keine Gründe für eine Enterbung vorliegen. Der Testierende ist in seinem Willen vollkommen frei.

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