Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.336
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Selbstkündigung während Probezeit wg. Studiumbeginn / ALG?


| 11.06.2007 17:19 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht



Sehr geehrte Damen und Herren,

ich möchte zum WS diesen Jahres (2007-10) ein Vollzeitstudium beginnen und brauche einen Rat, bzgl. Selbstkündigung während der Probezeitund ob ein Anspruchgrund auf Arbeitslosengeld für die Übergangszeit bis zum Studiumbeginn existieren würde, wenn man selbst kündigt.

Ich war ab ca. 2001 lückenlos bis zum 31.09.2006 Vollzeit beschäftigt. Anschließend bis 31.12.2006 arbeitslosgemeldet. Ab dem 01.01.2007 bin ich wieder vollzeit beschäftigt und befinde mich im letzten Monat meiner 6-monatiger Probezeit. Mein derzeitiger Arbeitsvertrag würde dannach in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis übergehen. Nun zur meiner eigentlichen Frage:

Wenn ich jetzt diese Woche (gemäß § 622 III BGB) selbst zum 30.06.07 kündigen würde, mit dem Grund dass ich zum WS2007 studieren möchte, habe ich für die Zeit (Jul/Aug/Sep) bis zum Studiumbeginn Anspruch auf Arbeitslosengeld oder muss ich mit einer Sperre rechnen?

Vielen Dank vorab.

Mit freundlichem Gruß
xxx

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten
Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für die Einstellung Ihrer Frage.

Zunächst möchte ich Sie darauf hinweisen, dass dieses Forum lediglich eine erste rechtliche Orientierung bieten soll, die in keinem Fall die Beratung durch einen Anwalt / Anwältin ersetzen kann.

Die rechtliche Beurteilung kann unter Umständen anders ausfallen und somit zu einem anderen Ergebnis führen, wenn bestimmte Angaben hinzugefügt oder weggelassen werden.

Ihre Frage beantworte ich aufgrund der von Ihnen gemachten Angaben, wie folgt:

Nach § 144 Abs. 1 SGB III ruht der Anspruch auf Arbeitslosengeld, wenn sich der Arbeitnehmer versicherungswidrig verhalten hat. Ein versicherungswidriges Verhalten ist nach § 144 Abs. 1 Nr. 1 SGB III dann gegeben, wenn der Arbeitslose das Beschäftigungsverhältnis gelöst hat.

Vorliegend beabsichtigen Sie Ihr Arbeitsverhältnis zu kündigen und somit freiwillig auf die Anstellung zu verzichten. Dieses Verhalten ist zweifelsohne als vertragswidrig anzusehen und führt zu einer Sperrzeit des Arbeitslosengeldes.

Die Sperrzeit wird sich nach § 144 Abs. 3 SGB III auf zwölf Wochen belaufen.

Anders würde der Fall nur liegen, wenn Ihr Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis nach der Probezeit nicht verlängern würde.

Ich hoffe ich konnte Ihnen mit der Antwort weiterhelfen. Sollten Sie noch weiteren Klärungsbedarf haben, nutzen Sie bitte die Möglichkeit der kostenlosen Nachfrage.

Mit freundlichen Grüßen

Christopher Tuillier
Rechtsanwalt

info@rechtsanwalt-tuillier.de
www.rechtsanwalt-tuillier.de

Nachfrage vom Fragesteller 11.06.2007 | 20:28

Das bedeutet wenn mich den der Arbeitgeber nun kündigen würde, hätte ich definitiv bei einer "betriebsbedingten" Kündigung Anspruch auf Arbeitslosengeld für diesen Zeitraum oder kann sich da das Arbeitsamt irgendwie noch querstellen? Des Weiteren kann mich der Arbeitgeber fristgerecht während der Probezeit die ja am 31.06.07 endet kündigen, aber z.B. den Kündigungstermin auf dem 31.07.07 festlegen? Gibt es da Probleme, wg. z.B. ausserhalb der Probezeit oder ähnliches?

Vielen Dank!

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 12.06.2007 | 14:59

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Nachfrage.

Im Fall einer betriebsbedingten Kündigung hätten Sie grundsätzlich nicht mit einer Sperrfrist seitens der Agentur für Arbeit zu rechnen. Dies begründet sich daraus, dass Sie nicht für Ihre Arbeitslosigkeit verantwortlich sind. Die Sperrzeit soll nur denjenigen sanktionieren, der leichtfertig sein Arbeitsverhältnis aufgibt bzw. gefährdet.
Die Arbeitsagentur wird nur dann die Zahlung von Arbeitslosengeld verweigern, wenn sie erfährt, dass die betriebsbedingte Kündigung lediglich vorgeschoben ist.

Es kommt in der Regel auch nicht darauf an, ob die Kündigung innerhalb oder außerhalb der Probezeit erfolgt. Lediglich muss hierbei die Kündigungsfrist beachtet werden.

Ich hoffe ich konnte Ihnen weiterhelfen.

Mit freundlichen Grüßen

Christopher Tuillier
Rechtsanwalt

info@rechtsanwalt-tuillier.de
www.rechtsanwalt-tuillier.de

Bewertung des Fragestellers |


Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Klar und verständlich Antworten. "
FRAGESTELLER 5/5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60143 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Sehr schnelle und hilfreiche Antworten. Kompetent und freundlich. So wünscht man es sich als Mandant. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Sehr hilfreiche Informationen. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Vielen Dank für die schnelle und ausführliche, sehr gute Antwort. ...
FRAGESTELLER