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Scheidungsverfahren: Trennung von Anwalt?


| 03.07.2005 11:57 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von




Bitte Anwort aus Berlin erwünscht.

Ich habe Probleme mit meiner Anwältin. Sie vertrat mich bei der Trennungsunterhaltsklage meiner Frau. Die tatsächlich in Rechnung gestellte Honorarsumme ist mehr als doppelt von der Summe, die sie mir in der Erstberatung mündlich angeboten hatte. Unmittelbar am Ende der Gericht-Verhandlung wegen Trennungsunterhalt überredete sie mich die Scheidung sofort einzureichen, was ich auch tat, also ohne zu wissen was sie mir für das Trennungsverfahren in Rechnung stellen wird. Ich fand auch heraus, dass sie sogar bei einer Gebühr den Satz 1,5 berechnete, wo eigentlich 1,0 zulässig wäre. Nun bin ich ziemlich enttäuscht und fühle mich belogen und betrogen. Ich habe bereits Beschwerde wegen der Rechnung per Email am Freitag eingereicht und erwarte ihr Antwort demnächst. Für den Fall, dass ich mich von ihr trennen muss, möchte ich im Vorfeld einiges hier klären, um festzustellen ob es sich finanziell wirklich lohnt einen anderen Anwalt zu nehmen:

1. WIeviel darf sie mir in Rechnung stellen für das Einreichen des Scheindungsantrags? Sie hat bisher nur die Scheidung eingereicht und mir eine Kopie des Antrags geschickt.
2. Wieviel wird mir mein Scheidungsverfahren wirklich kosten? Hier brauchen ich eine detailierte Auflistung mit Gebühren und Sätze wie Z.B. Geschäfhtsgebühr (mit Satz x,x) ergibt x.xxx,xx € und am Ende die Summe aller Anwaltsgebüren inklusiv MWSt.
3. Bestellt die Möglichkeit ein festes Honorar festzulegen?
4. Wie lange kann das Scheidungsverfahren dauern?

Hier sind die Hintergründe zum Scheidungsverfahren:
1. Die Ehe wurde im Jahr 1996 geschlossen.
2. Streitwert ist 10.500€: dreifache Summe der Nettogehälter der Ehepartner (3.500€).
3. Beide leben schon seit über 3 Jahren getrennt und die gemeinsame Wohnung ist seit fast 2 Jahren aufgelöst worden. Somit kann die Scheidung ohne Zustimmung der Ehefrau durchgeführt werden, da die Ehe als gescheitert gilt.
4. Es existiert ein Ehevertrag seit Jahr 2000, in dem beide Ehepartner den Versorgungsausgleich gegenseitig ausgeschlossen hatten. Also besteht hier überhaupt kein Anlass irgendetwas zu berechnen (Nacheheliche Unterhalt, Rente, Zugewinn, Vermögen,usw).
5. Die Hohe des Trennungsunterhalts wurde kürzlich gerichtlich festgelegt und wird schon gezahlt.

Vielen Dank.
03.07.2005 | 15:27

Antwort

von


38 Bewertungen
August-Bebel-Straße 29
63225 Langen
Tel: 06103 - 2707599
Web: kanzlei-sachse.de
E-Mail:
Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage. Ihre Fragen möchte ich wie folgt beantworten.

zu 1) die erfolgte Abrechnung.

Was die Kollegin hier abgerechnet hat, vermag ich ohne nähere ANgaben nicht zu beurteilen. Die KOllegin ist verpflichtet die abgerechneten Gebühren genau den Nummern des Vergütungsverzeichnisses zuzuordnen, damit Sie die Rechnung überprüfen lassen können.

Insbesondere wäre entscheidend, ob Ihre Anwältin mit der Gegenseite korrespondiert hat, da dann die Geschäftsgebühr (in der Regel 1,3 - bei einfachen Angelegnheiten meist 1,0 oder 0,8 Gebühren) entstanden sein könnte.Sollte eine 1,5 Gebühr abgerechnet worden sein, so kann dies nur dann rechtmäßig sein, wenn der Fall besonders schwierig oder umfangreich war. Da sie angegeben haben, dass Scheidungsantrag gestellt wurde, würde die Gebühr aber ohnehin hälftig auf anfallende Verfahrensgebühr angerechnet.Der Wert von 1,5 erschließt sich also nicht.

Durch die EInreichung des Scheidungsantrages ist daneben die sog. Verfahrensgebühr entstanden. DIese beträgt 1,3 Gebühren.Die Geschäftsgebühr wäre hiarauf hälftig anzurechnen.

Sollte nur der Scheidungsantrag eingereicht worden sein, kann Ihre Anwältin auch nur die 1,3 Gebühr nebst Auslagenpauschale und MwSt in Rechnung stellen. bei einem Streitwert von 10.500 Euro ergäbe sich ein Betrag von 816,41 EUR.


zu 2). Kosten der Scheidung:

Welche kosten genau anfallen werden, ist schwer voraus zu sagen
Streng genommen gibt es bei den meisten Scheidungsverfahren zwei verschiedene Gegenstandswerte: einmal den Gegenstandswert der Scheidung selber, und sodann den Gegenstandswert des Versorgungsausgleichs (Rentenausgleichs).Für den Versorgungsausgleich fällt allerdings kein Gegenstandswert an, falls er notariell ausgeschlossen wurde.

Es entstehen ansonsten.

- Gerichtskosten
- Anwaltkosten
- Ihre sonstigen eigenen Kosten (z.B. Telefon- und Portokosten, Fahrtkosten zum Gericht).

Die Gerichtskosten bestimmen sich nach dem GKG, die ANwaltskosten nach dem RVG.

Bei dem von Ihnen angebeben Streitwert würden Gerichtskosten in Höhe von 438,00 anfallen.

Dies gilt, solange vor Gericht einzig und allein die Scheidung verhandelt wird und es sich um eine einverständliche Scheidung handelt. Die Kosten erhöhen sich, wenn weitere Streitigkeiten mitgeregelt werden sollen, denn dann erhöht sich der Streitwert und damit natürlich die Kosten. Eine solche Erhöhung kann auch noch während des Prozesses eintreten, wenn z.B. einer der Ehegatten erst im Laufe des Prozesses eine Klage auf Unterhalt einreicht. Wenn Sie sich mit Ihrem Ehegatten aber über die Folgen der Scheidung einig sind, lassen sich solche Mehrkosten vermeiden. In der überwiegenden Mehrheit aller Fälle bleibt es daher bei den oben genannten Kosten.

Bitte beachten Sie, dass bei der einvernehmlichen Scheidung der Antragsgegner nicht unbedingt anwaltlich vertreten sein muss, wenn dieser der Scheidung zustimmt. So können ANwaltskosten gespart werden


Der Anwalt verdient neben der Verhandlungsgebühr von 1,3 bei Erscheinen in der Verhandlung noch die Terminsgebühr in Höhe von 1,2 Gebühren. Sollten SIe jetzt einen neuen ANwalt beauftragen , verdient dieser erneut die Verhandlungs- und auch Terminsgebühr. ALso insgesamt 2,5 Gebühren nebst Auslagenpauschale und Mehrwertsteuer in Ihrem Fall 1548,60 EUR.


Zu 3.
Sie können stets auch ein Pauschalhonorar mit Ihrem Anwalt vereinbaren. In Ihrem Fall erscheint es mir fair, lediglich ein Grundhonorar von 1000 Euro abzurechnen, da die Scheidung ja einvernehmlich erfolgt und damit keine Probleme zu erwarten sind. Ob dies andere Kollegen ebenso beurteilen, kann ich freilich nicht beurteilen.

WIe lange ein Scheidungsverfahren dauern kann, wird Ihnen niemand sicher sagen können. Dies kann von wenigen Monaten bis hin zu Jahren strecken. Je nach dem, welche Probleme sich ergeben.

ich hoffe, Ihnen mit dieser Antwort weitergeholfen zu haben.

Mit freundlchen Grüßen

F.Sachse
Rechtsanwalt


Nachfrage vom Fragesteller 03.07.2005 | 19:49

Ich bin gerade mal 24Std MItglied hier und hatte Problem mit der PLZ-Eingrenzung und einigen Funktionen dieser Webseite. Trotzdem wünschte ich, ganz oben, erste Zeile, eine Anwort aus Berlin, was sie offenbar ignoriert haben. Mein Fall habe ich auch Konkret genannt: Ehevertrag,Unterhaltsfragen gerichtlich geregelt, keine weitere Streitigkeiten. In der zweiten Frage wollte ich eine DETAILIERTE AUFLISTUNG der einzelnen Gebühren, die in diesem konkreten Fall vorkommen könnten wenn beide Partei einig sind. AUßerdem sind beide seit über 3 Jahre getrennt, was den Verlauf/Dauer der Scheidung auf das Minimum eingrenzt, also auch ohne Zustimmung der Ehefrau. Können Sie bitte auf diese Punkte eingehen?
Vielen Dank aus Berlin.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 04.07.2005 | 01:14

Sehr geehrter Fragesteller,

ich komme nicht umhin, meine Verwunderung und meinen Ärger über die vorliegend völlig unberechtigte Kritik zum Ausdruck zu bringen. Die Frage negativ zu bewerten ohne zuvor überhaupt eine Nachfrage an mich gerichtet zu haben, obwohl alle Fragen umfassend und korrekt beantwortet worden sind, ist gelinde gesagt eine Unverschämtheit ! Ich behalte mir vor gegen die vorliegende durch nichts gerechtfertigte Rufschädigung vorzugehen.

Hätten Sie eine Gebietsbegrenzung gewünscht, so hätten Sie dies mit Leichtigkeit durch ein Häkchen im richtigen Feld erreichen können. Was es hieran für einen volljährigen Menschen nicht zu verstehen gibt, erschließt sich mir nicht. Die PLZ-Eingrenzung ist kinderleicht zu bedienen und hätte eine Winzigkeit mehr Geld gekostet. Das haben Sie augenscheinlich nicht gewollt. Jedenfalls haben Sie - aus Gründen, deren Nennung Sie bei Stellung der Frage nicht einmal für notwendig gehalten haben - hiervon keinen Gebrauch gemacht und wollten somit im Ergebnis die vertraglich bestehenden Regelungen umgehen.

Wenn Sie die Nutzungsbedingungen nicht gelesen haben, bevor Sie den Vertrag eingegangen sind, ist das nicht mein Problem. Wenn im Ergebnis aufgrund Ihres Verhaltens nicht das gewünschte Resultat erzielt wurde, ist es eine Frechheit, hierfür den vertraglich zur Antwort berechtigten Anwalt per Negativbewertung abzustrafen.

Es gibt die Möglichkeit der Postleitzahleingrenzung gerade für die Fälle, in denen ein Anwalt aus der Umgebung gesucht wird.
Nach dem von Ihnen abgeschlossenen Vertrag konnte JEDER teilnehmende Anwalt berechtigt auf die Frage Antworten.

Lesen Sie sich das nächste Mal die Vertragsbedingungen besser durch, bevor Sie eine Dienstleistung einkaufen und sich danach dann auch noch über das Resultat beschweren !

Ihre umfangreichen vier (!) Fragen, die Ihnen je Frage immerhin ganze 8 Euro wert waren, habe ich ebenso korrekt, wie abschließend anhand Ihrer Angaben beantwortet.

Ich habe sowohl anhand des genannten Streitwertes die bei einvernehmlicher Scheidung zu erwartenden Kosten genau beziffert, als auch anhand der Gebührentatbestände genau erläutert. Die übrigen Fragen habe ich ebenfalls - aoweit es Ihre Angaben zuließen - abschließend beantwortet.

Kein Mensch wird Ihnen eine Vorhersage machen können, wie lange das Scheidungssverfahren dauert.
Da auch ich leider nicht über hellseherische Fähigkeiten verfüge, kann ich das Ende des Scheidungsprozesses ebenfalls nicht vorhersehen. Oder wissen Sie vielleicht, wieviel Akten der bearbeitende Richter gerade auf seinem Schreibtisch hat und wann er in die Ferien oder krank wird ? Die Justiz ist zur Zeit überbelastet und leidet unter Personalmangel. Wie es bei Ihnen vor Ort aussieht, entzieht sich meiner Kenntnis.

Die Zeit des Getrenntlebens sagt dann ebenfalls lediglich etwas über das Scheitern der Ehe aus. Ist das Trennungsjahr nicht eingehalten, kann die Ehe in der Regel überhaupt nicht geschieden werden. Die Dauer des Verfahrens richtet sich dagegen danach, was während des Verfahrens alles streitig auf den Tisch kommt und danach, wie belastet das Gericht ist, ob die Anwälte Zeit haben, die Termine wahrzunehmen etc.

Im Ergebnis gebe ich Ihnen natürlich Recht, dass bei einer einvernehmlichen Scheidung, bei der alles andere bereits geklärt ist, ein einziger Termin ausreicht. Wann das Gericht terminiert, kann ich fdreilich nicht sagen. Insoweit ist mit Monaten, nicht mit Jahren zu rechnen.

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Ich hatte Probleme mit der PLZ-Eingrenzung und bat deswegen NUR UM ANTWORTEN AUS BERLIN. AUßerdem ist die Antwort zu Allgemein gefaßt. Ich wollte konkret in meinem Fall mit Ehevertrag und abgeschlossener Unterhalt-Verhandlung eine AUflistung der bevorstehenden Scheidungskosten haben. Solch eine Beispielrechnung kann doch nicht schwierig sein. MIt dieser Anwort sind ja soviel Spielraum für Spekulationen und extra Gebühren. Hier sollte nur Scheidungskosten ermittelt werden, sonst nix, nicht mal Vermögensaufteilung, Versorgungsausgleic, Zugewinn, etc. Die Frage war deutlich genug.


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