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Scheidung nach der Einbürgerung


| 25.12.2013 12:15 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle



Sehr geehrte Damen und Herren,

1. wird meiner Ehefrau die deutsche Staatsbürgerschaft entzogen, wenn wir uns nun wenige Monate nach ihrer Einbürgerung dazu entschlossen haben, uns bald scheiden zu lassen?
2.Muß ich über die Gründe/Ursache der Scheidung Auskunft geben, um zu beweisen, daß ein Fortführen der Ehe keinen Sinn macht und die Entscheidung zur Trennung nachvollziehbar ist?
3. Hat sie weiterhin das Recht, in Deutschland zu bleiben, um eine Ausbildung zu machen, bzw. ein Studium fortzusetzen?

Einige Daten: Die Heirat erfolgte im Oktober 2009 im nahen europäischen Ausland. Die Scheidung soll voraussichtlich im Februar 2014 eingereicht werden (also ca. 5 Monate nach der Einbürgerung) und es folgt das sog. Scheidungsjahr. Bis dato leben wir seit unserer Hochzeit nachweisbar zusammen und haben bis zum Vorfall, der zur Scheidung führt, auch eine gewöhnliche Ehe geführt.

Ich bedanke mich vielmals für Ihre Hilfe.

Mit freundlichen Grüßen.

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Sehr geehrte Ratsuchende,

nach § 35 StAG könnte eine rechtswidrige Einbürgerung oder eine rechtswidrige Genehmigung zur Beibehaltung der deutschen Staatsangehörigkeit nur dann zurückgenommen werden, wenn der Verwaltungsakt durch arglistige Täuschung, Drohung oder Bestechung oder durch vorsätzlich unrichtige oder unvollständige Angaben, die wesentlich für seinen Erlass gewesen sind, erwirkt worden ist.

Man wird also sicherlich überprüfen, ob schon bei der Einbürgerung die Gründe, die nun zur Scheidung führen, vorgelegen haben.

Insoweit gibt es hier also eine Ausnahme von dem Grundsatz, dass eine Scheidung nicht näher begründet werden muss.

Diese Ausnahme gilt aber eben nur hinsichtlich der Prüfung der Rücknahme der Einbürgerung.


Die Scheidung selbst muss nicht wesentlich begründet werden.

Sofern beide Partner mehr als ein Jahr getrennt leben, einen Scheidungsantrag stellen (oder zustimmen) und die Ehe für gescheitert erachten, und erklären, dass sie die eheliche Lebensgemeinschaft nicht wieder herstellen wollen, wird das Familiengericht die Scheidung aussprechen.

Nach Ihrer Schilderung wird die Frau das Recht haben, hier zu bleiben und zu studieren.

Ich denke nicht, dass hier eine Täuschung vorliegt, die zur Rücknahme der Beibehaltung der deutschen Staatsangehörigkeit könnte.

Dann aber bleibt es bei der Staatsbürgerschaft, auch unabhängig von einer Scheidung.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle
Damm 2
26135 Oldenburg

Tel: 0441 / 26 7 26
Fax: 0441 / 26 8 92
mail: ra-bohle@rechtsanwalt-bohle.de
http://www.rechtsanwalt-bohle.de/index.php?tarcont=content/e-mail.inc.php
Bewertung des Fragestellers 26.12.2013 | 11:45


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