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Rettung der gemeinsamen Immobilie


| 12.08.2006 21:54 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht



Nach der Scheidung möchte mein Ex-Mann mich zwingen, das gemeinsame Haus zu verkaufen. In dem Haus wohne ich mit den drei, sich ihr Studium selbst finanzierenden, Kindern. Das Haus ist mit viel Glück abgezahlt(Aktiengewinne, Verkaufserlös vorherigen gemeinsamen Besitzes). Ich habe ihm angeboten, an ihn ein Viertel des geschätzten Hauswertes zu bezahlen,wenn er seinen Hausanteil auf die Kinder überträgt. Dieses zu finanzieren fällt mir trotz Berufstätigkeit sehr schwer. Er lehnt das Angebot kategorisch ab, er spekuliert auf mehr. Dabei verdient er sehr gut und ist nach einem Erbe zusätzlich gut versorgt. Ist ein Verkauf zu erzwingen,solange die erwachsenen Kinder in der Ausbildung noch im Haus wohnen? Wer muss welche Kosten zahlen? Was ist, wenn die Kinder ausziehen? Rettet es das Haus, wenn ich meinen Anteil als vorgezogenes Erbe auf die Kinder übertrage mit Wohnrecht für mich? Oder kann ich ein Wohnrecht für die Kinder eintragen lassen, um so zumindest einen Verkauf zu erschweren? Mein Ex-Mann würde alles tun, um zu verhindern, dass ich in dem Haus bleibe, aus gekränkter Eitelkeit und Habgier. Gibt es irgendeine hilfreiche Idee und Chance?

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Sehr geehrte Fragestellerin,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich wie folgt beantworten möchte:

Sie haben die Möglichkeit, gerichtlich klären zu lassen, wie mit dem Haus, das wohl die ehemalige Ehewohnung darstellt, weiter zu verfahren ist. Der Prozess richtet sich nach der Hausratsverordnung, was bedeutet, dass der Richter nach billigem Ermessen entscheidet, wobei er insbesondere das Kindeswohl - in Ihrem Fall allerdings nicht mehr entscheidend, da Ihre Kinder schon volljährig sind - und die Erfordernisse des Gemeinschaftslebens zu berücksichtigen hat. In Ihrem Fall wäre es offensichtlich sinnvoll, wenn Sie mit den Kindern weiterhin in dem Haus wohnen bleiben könnten. Also ist es am Richter, hierfür zu sorgen, wenn Sie sich mit Ihrem Ex-Mann hierüber nicht einigen können.

Gemäß § 5 Abs. 2 Hausratsverordnung kann der Richter zu diesem Zweck ein Mietverhältnis Ihrerseits an der Wohnung begründen, Sie müssten dann an Ihren Ex-Mann eine anteilige Miete entsprechend seinem Hausanteil zahlen; der Richter kann von der Begründung eines solchen Mietverhältnisses allerdings auch absehen und Ihnen nur entsprechend § 5 Abs. 2 Hausratsverordnung die Verpflichtung zur Zahlung einer Nutzungsentschädigung an Ihren Ex-Mann auferlegen. Beides verhindert, dass Sie die Wohnung aufgeben müssen. Die Möglichkeit einer Verpflichtung Ihres Ex-Mannes auf Übertragung seines Anteils am Haus auf Sie oder die Kinder sieht das Gesetz allerdings nicht vor.

Ein Wohnrecht o.ä. können Sie, da Sie lediglich Miteigentümerin des Hauses sind, nicht wirksam bestellen. Daher kommt eine solche Lösung nicht in Betracht.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen. Bitte lassen Sie sich bei dem wohl anstehenden Rechtsstreit anwaltlich unterstützen. Für eine Nachfrage stehe ich Ihnen gern zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
Jana Laurentius
(Rechtsanwältin)
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