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Neues Unterhaltsrecht: Unterhalt für die Ex-Frau, Kindesunterhalt


30.11.2007 20:01 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Christian Joachim



Einen schönen guten Abend,

habe ich nach dem neuen Gesetzt überhaupt noch einen Anspruch auf nachehelichen Unterhalt, nach dem 3. Lebensjahr meines jüngsten Kindes oder bin ich verpflichtet für meinen Lebensunterhalt vollkommen alleine zu sorgen - sprich in Vollzeit arbeiten zu gehen?
Wie hoch ist der Kindesunterhalt, den wir nach der neuen Gesetzeslage zu erwarten haben und wird bei dem vom Vater zu leistenden Kindesunterhalt das Kindergeld zur Hälfte angerechnet?

Zum Sachverhalt:
Der Vater zog im Dezember 2004 zu seiner Freundin
Seit März 2007 sind wir - nach 15 Ehejahren - geschieden worden
Meine Tochter ist 7 Jahre alt
Mein Sohn ist gerade 4 Jahre alt geworden
Die neue Beziehung (nicht verheiratet) meines ehem. Ehemannes ist kinderlos und wird es wohl auch bleiben, da die Partnerin Mitte 40 ist.
Ich arbeite wöchentlich 20 Std. in Teilzeit und bekomme zurzeit noch zusätzlich Unterhalt von meinem ehem. Mann.

Vielen Dank für Ihre Antwort

-- Einsatz geändert am 30.11.2007 20:23:48

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Sehr geehrte Fragestellerin,

herzlichen Dank für Ihre Frage und das damit entgegenbrachte Vertrauen.

Grds. wird sich an Ihrer Situation auch durch die Reform des Unterhaltsrechts nichts ändern. Für die Kinder ist der Kindesvater weiterhin zum Kindesunterhalt verpflichtet, Sie erhalten nachehelichen Unterhalt und müssen hinsichtlich einer Erwerbstätigkeit erst dann arbeiten, gehen, wenn dies im Rahmen der Erziehung der Kinder möglich ist.


Die weitestgehenden Änderungen der Reform betreffen den Betreuungsunterhalt und den Kindesunterhalt.

Bei der Dauer des Betreuungsunterhalts sollen Mütter und Väter, die ihr Kind betreuen, gleich behandelt werden – unabhängig davon, ob sie verheiratet waren oder nicht. Betreuungsunterhalt ist während der ersten drei Lebensjahre des Kindes zu zahlen. Eine Verlängerung ist möglich, wenn das der Billigkeit entspricht. Maßgeblich dafür sollen in erster Linie die Belange des Kindes sein. Zusätzlich soll die Möglichkeit geschaffen werden, den Betreuungsunterhalt aus Gründen der nachehelichen Solidarität zu verlängern. Damit wird das Vertrauen geschützt, das in einer Ehe aufgrund der Rollenverteilung und der Ausgestaltung der Kinderbetreuung entstanden ist.

Zwar wird der Kindesunterhalt nunmehr erstrangig behandelt, Sie haben jedoch weiterhin Anspruch auf den nachehelichen Unterhalt, durch den Sie gut versorgt sein müssten und wie geschrieben auch hier erst bei einer zumutbaren Lebenssituation wieder erwerbstätig sein müssen.

Die wichtigsten Änderungen zum nachehelichen Unterhalt finden Sie nachfolgend:

• Der Grundsatz der Eigenverantwortung wird ausdrücklich im Gesetz verankert. Bei der Frage, ab welchem Alter der Kinder der betreuende Ehegatte wieder eine Er-werbstätigkeit aufnehmen muss, spielen die tatsächlich bestehenden Kinderbetreu-ungsmöglichkeiten vor Ort eine größere Rolle als bisher.

• Die Gerichte werden künftig mehr Möglichkeiten haben, den nachehelichen Unterhalt zu befristen oder der Höhe nach zu begrenzen.

• Der in der Ehe erreichte Lebensstandard ist nicht mehr der entscheidende, sondern nur noch einer von mehreren Maßstäben dafür, ob eine Erwerbstätigkeit - und wenn ja, welche - nach der Scheidung wieder aufgenommen werden muss.

• Ein vertraglicher Verzicht auf Unterhaltsansprüche ist nur noch wirksam, wenn si-chergestellt ist, dass beide Parteien über die im Einzelfall weitreichenden Folgen um-fassend aufgeklärt worden sind. Unterhaltsvereinbarungen vor der Scheidung müs-sen deshalb notariell beurkundet werden.

Ich hoffe, Ihre Frage hilfreich beantwortet zu haben und stehe Ihnen gerne weiterhin zur Verfügung.

Mit den besten Wünschen für ein angenehmes Adventswochenende


Christian Joachim
-Rechtsanwalt-

www.rechtsbuero24.de


Nachfrage vom Fragesteller 30.11.2007 | 21:40

Es ist mir in meinem Fall etwas zu schwammig formuliert.

Wird der Kindesunterhalt im gleichen Zug erhöht und wird das Kindergeld angerechnet?

Eine Kinderbetreuung gibt es vor Ort zwischen 7:30 und 16:00 Uhr. Reicht das einem Richter, um zu sagen: Dieser Frau kann man 40 Std. zumuten?

Die Betreuungszeiten habe ich bisher nicht ausschöpfen müssen, da ich mich auch persönlich meinen Kindern zuwenden muss. Sie haben schon ihren Vater verloren und wenn ich nun 40 Std. arbeiten gehen muss, die Mutter gleich dazu. Arbeite ich 40 Std. in der Woche, werden meine beiden Kinder keine Geborgenheit in der Familie mehr erfahren können.

Wenn Sie so freundlich sind und mir hierauf eine Antwort geben können, dann wäre mir geholfen.

Vielen Dank und Grüße nach Kühlungsborn (an das ich schöne Erinnerungen habe)

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