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Nachnamenänderung uneheliches Kind

23. April 2021 23:21 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


11:08

Kindsmutter und Kindsvater erklären Vaterschaftsanerkennung beim Jugendamt in 2017 sowie Nachnamen des Vaters beim Standesamt im Jahr 2018 jedoch nicht das gemeinsame Sorgerecht dies hat lediglich die Kindsmutter.

Der Vater des Kindes zweifelte die Vaterschaft jedoch im Nachgang nach einem ersten Vaterschaftstest nach einem Jahr und einem positiven Ergebnis nochmals gerichtlich an. Er hat daraufhin, obwohl seine schwachsinnige Erklärungen, die Mutter sei während der Beziehung fremd gegangen, trotzdem nochmals einen neuen Test gerichtlich zugesprochen bekommen mit dem Ergebnis dass die Vaterschaft nochmals bestätigt wurde. Dem Zirkus nicht genug, er zog vor in die nächsthöhere Instanz um zu versuchen die Verfahrenskosten auf die Kindsmutter nun abzuwälzen auch hier unterlag er. Der Vater sieht seinen Sohn schon seit etwa zwei Jahren nicht da er an ihn leider kein Interesse zeigt.

Die Mama des Kindes würde nun gerne seinem Sohn im Nachgang ihren eigenen Mädchennamen geben. Laut Standesamt so gut wie unmöglich weil der Nachnahme des Kindes bereits explizit auf den Vater wie oben dargestellt festgelegt wurde.

Gibt es denn wirklich keine Möglichkeit den Namen auf die Mutter abzuändern. Aus den bisherigen Recherchen gibt es Schlupflöcher was eine Namensänderung doch noch möglich machen würde.

Welche rechtssicheren erfolgsversprechenden Möglichkeiten sind das?

Spielt es der Mama des Kindes evtl. in die Karten sofern es vor Gericht geht dass der Vater sich so unmöglich verhält?

Was halten Sie im Vorfeld von einem einfachen Einwurfeinschreiben an den Kindsvater mit der Bitte einen Zweizeiler zu schreiben dass er mit der Nachnamensänderung einverstanden sein soll und welche Frist soll man ihm setzen. Könnte man mit Kosten Punkten in dem man schreibt wenn du das nicht unterschreibst ziehe ich vor Gericht und du musst dann zahlen weil du verlieren könntest.

Und ist die Sachlage zu beurteilen weil der Kindsvater kein Sorgerecht hat?

Danke für Ihre Hilfe.

23. April 2021 | 23:59

Antwort

von


(849)
Stedinger Str. 39a
27753 Delmenhorst
Tel: 04221-983945
Web: http://www.drseiter.de
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Ihr geplantes Vorgehen ist richtig.

Sie müssen zunächst den Kindesvater per Einschreiben mit Fristsetzung zur Zustimmung der Namensänderung auffordern. Zudem müssen Sie mitteilen, was Sie vorhaben, wenn er die Zustimmung nicht erteilt - Achtung ohne Drohung!

Sollte die Frist verstrichen sein, so können Sie beim Familiengericht einen Antrag auf Zustimmung stellen.

Ab dem 5. Lebensjahr muss da Kind auch zustimmen.

§1618 BGB: Das Familiengericht kann die Einwilligung des anderen Elternteils ersetzen, wenn die Erteilung, Voranstellung oder Anfügung des Namens zum Wohl des Kindes erforderlich ist. 5Die Erklärungen müssen öffentlich beglaubigt werden. 6§ 1617c gilt entsprechend.

Allerdings erhalten Sie nur Recht, wenn andernfalls schwerwiegende Nachteile für das Kind zu befürchten wären. Das Kindeswohl steht da im Vordergrund.

Hier müssen Sie viele Argumente liefern, ggf. ein psychologisches Gutachten einholen oder ein Attest.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwältin Dr. Corina Seiter
Fachanwältin für Familienrecht, Fachanwältin für Verkehrsrecht

Rückfrage vom Fragesteller 24. April 2021 | 08:23

Sehr geehrte Frau Dr. Seiter,

Vielen Dank für Ihre schnelle Rückmeldung. Ich würde gerne von der kostenlosen Nachfrageoption Gebrauch machen.

Wie sieht die Ausgangslage vor Gericht aus wenn der Kindsvater unterschreibt dass die Namensänderung für ihn ok ist. Ist überhaupt das Einbinden des Gerichtes als Verfahren überhaupt noch notwendig? Oder reicht der unterschriebene Zweizeiler von ihm zur Vorlage bei Gericht bzw. dem Standesamt?

Ist dann im Falle seiner Unterschrift ein psychologisches Gutachten bzw. Attest notwendig oder ist das dann einfach nur noch Formsache die Namensänderung zu vollziehen?

Wie nennet sich der Paragraph zur Zustimmung würde das gerne im Anschreiben an den Kindsvater mit reinschreiben im Betreff. Wie hoch wären die Anwalts.-und Gerichtskosten so ca. und wer muss das bezahlen? Normal der verliert aber wie ist dieser Sachverhalt im Familiengericht?

Danke Für Ihre Mühe und ein schönes Wochenende Ihnen.

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 24. April 2021 | 11:08

Unterschreibt er vorher, bedarf es keines weiteren Gerichtsverfahrens in der Familiensache. Dann ist es rein ein Einbenennungsverfahren vor dem Gericht bzw. Standesamt. Die Zustimmung muss er vor dem Gericht/Standesamt jedoch wiederholen, die dann öffentlich beglaubig wird, daher wäre es sinnvoll, dies notariell zu beurkunden, aber grundsätzlich kann er es auch mündlich Ihnen gegenüber erteilen. Die Frage ist, ob er dann seine Meinung ändert,

Problematischer wird vielmehr die Namensänderung zu machen. Ob das bei Ihnen zutrifft, müsste separat anhand aller Unterlagen geprüft werden. Da es nur sehr sehr wenige Ausnahmen gibt, z.B. dann auch eine gemeinsame Sorgerechtserklärung abzugeben und das weitreichende Konsequenzen hat, müsste Ihr Fall von einem Anwalt in einem Direktgespräch geklärt werden. Ich kenne hier zu wenig Ihre persönliche Situation.

ANTWORT VON

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