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Nachlass - Was tun, wenn der Name des Erblassers falsch ist im Erbschein?

16.10.2013 15:04 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Sehr geehrte Frau Rechtsanwältin, sehr geehrter Herr Rechtsanwalt,

im Sommer d. J. ist mein Vater verstorben. Unmittelbar setzte ich meine Schwester darüber in Kenntnis. Zwecks Nachlass beantragten wir beide beim Nachlassgericht entsprechend den Erbschein. Die Zustellung erfolgte nach mehreren Wochen. Feststellen musste ich jedoch, dass der Name des Verstorbenen auf dem Dokument fehlerhaft ist. Nach einem Anruf beim Nachlassgericht heißt es: Die Daten wurden der Sterbeurkunde entnommen, ich möge mich mit meinem Anliegen an das zuständigen Standesamt wenden. Die Urkunde ist in der Tat ebenfalls fehlerhaft. Ich versuchte somit das Standesamt zu erreichen - erfolglos. Wenn ich Glück habe - gelange ich an ein Callcenter der Behörde. Die Mitarbeiter können nicht helfen - verweisen mich somit weiter an einen Sachbearbeiter, der die Zuständigkeit innehat. Dieser ist jedoch nie zu erreichen. Beim Nachlass geht es nicht um Reichtümer, die aufzuteilen sind. Es geht lediglich um ein Banksparbuch. Meine Schwester lebt seit Jahren im Ausland und ist dort berufstätig, somit selten in Deutschland. Ich stelle mir aktuell die Frage, ihr den hälftigen Betrag zukommen zu lassen und mir den gemäß vorab gefertigter Vereinbarung quittieren zu lassen. Ist das so für mich konsequenzlos umzusetzen? Zur Information: Zu Lebzeiten erteilte mir mein Vater alleinig die Bankvollmacht, auch über den Tod hinaus. Ein Testament liegt nicht vor. Für Ihre Antwort bedanke ich mich hiermit im Voraus.

Mit freundlichen Grüßen

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich Ihnen anhand des von Ihnen geschilderten Sachverhalts und unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes im Rahmen einer ersten rechtlichen Einschätzung gerne nachfolgend beantworte.

Es ist möglich, der Schwester deren Anteil am Erbe "vorab" als Geldsumme zu zahlen, insbesondere wenn das Erbe nur aus Barvermögen bzw. Bankguthaben besteht. Bei allen Rechtsgeschäften gilt freilich, dass derjenige, der in Vorleistung geht, ein höheres Risiko trägt als der Leistungsempfänger. In Ihrem Fall besteht das Risiko in der Frage, ob das Erbe letztlich tatsächlich (zumindest in Höhe des doppelten Betrags) an Sie ausgezahlt wird oder ob - je nach Ausgestaltung der Zahlung an die Schwester - ein eventueller Rückzahlungsanspruch gegen die Schwester verwirklicht werden kann.

Wenn Sie ein vertrauensvolles Verhältnis zu Ihrer Schwester pflegen, und nicht befürchten müssen, dass ein eventueller Rückzahlungsanspruch nicht verwirklicht werden könnte, wäre es bei einer Zahlung "vorab" bspw. möglich, die Anrechnung auf den Auszahlungsanspruch betreffend das Nachlassvermögen zu bestimmen. Anderenfalls wäre es auch möglich, einen Vertrag über die Auseinandersetzung mit der Schwester zu schließen, etwa als Auseinandersetzungsvertrag oder als Vertrag über eine Erbteilsübertragung (notariell zu beurkunden).

Insgesamt ist allerdings kein Grund ersichtlich, weshalb Sie zugunsten Ihrer Schwester in Vorleistung gehen sollten.

Ich hoffe, meine Antwort hat Ihnen weitergeholfen.

Bitte beachten Sie, dass meine Antwort nur eine erste Einschätzung darstellt. Gerne steht Ihnen unsere Kanzlei auch zur Verfügung, falls Sie weitere anwaltliche Unterstützung in dieser Angelegenheit benötigen - etwa gegenüber dem Standesamt.

Mit freundlichen Grüßen

- Ivo Glemser -
Rechtsanwalt

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