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Auseinandersetzung Erbengemeinschaft bei Mehrfamilienhaus

11.03.2014 15:40 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Karlheinz Roth


Zusammenfassung: Rechtliche Fragen im Zusammenhang mit dem Bestehen einer Erbengemeinschaft

Hallo,

folgende Situation:

mein Opa hat der Erbgemeinschaft (5 Personen) ein 3 Familienwohnhaus hinterlassen.
Kein Testament. Bewohnt wird dies durch 2 Personen der Erbgemeinschaft. Person A ist arbeitstätig und Person B ist Privat Insolvent.
Um einen Verfall des Objektes zu vermeiden möchte ich dort einziehen.
Ist es ausreichend von 4 Personen den Miervertrag unterzeichen zu lassen?
Einer der 5 Personen der Erbgemeinschaft möchte das Haus zwangsversteigern.
Die Restlichen nicht. Um einen Wert der Imobilie zu haben, für einen ggf. Auseinandersetzungvertrag, müsste dieses ja geschätz werden. Wer macht das und trägt die Kosten?
Kann Person A + B einfach aus dem Haus geschmissen werden?

Vielen Dank

Mit freundlichen Grüßen



-- Einsatz geändert am 11.03.2014 15:50:28

-- Einsatz geändert am 11.03.2014 15:51:17

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf der Grundlage der von Ihnen gemachten Angaben wie folgt beantworte:


Die Verwaltung des Nachlasses steht den Erben nach § 2038 BGB gemeinschaftlich zu. Jeder Miterbe ist den anderen gegenüber verpflichtet, zu Maßregeln mitzuwirken, die zur ordnungsmäßigen Verwaltung erforderlich sind; die zur Erhaltung notwendigen Maßregeln kann jeder Miterbe ohne Mitwirkung der anderen treffen.

Nach §§ 2038 Absatz 2 iVm 745 Absatz 2 BGB kann jeder Miterbe eine dem Interesse aller Miterben nach billigem Ermessen entsprechende Verwaltung und Benutzung verlangen, sofern nicht die Verwaltung und Benutzung durch Vereinbarung oder durch Mehrheitsbeschluss geregelt ist.

Droht der Verfall des Objektes, kann eine entsprechende Vermietung eine Maßnahme nach § 745 II BGB sein und verlangt werden.

Jeder Miterbe kann jederzeit die Auseinandersetzung verlangen und einen Antrag auf Teilungsversteigerung stellen, §§ 2042, 753 BGB, 180 ZVG.

Bei einem Antrag auf Teilungsversteigerung muss der Antragsteller den Kostenvorschuss für ein Sachverständigengutachten aus eigenen Mitteln bestreiten.

Hinsichtlich des Bleiberechts von A und B stellt sich die Frage, ob hier eine Zustimmung/Duldung der übrigen Miterben vorliegt.
Im Zweifel ist von einem Nutzungsverhältnis auszugehen. Die Kündigung dieses Vertrages kann eine Maßnahme der Verwaltung des Nachlasses nach § 2038 II, 745 II BGB sein, wenn die Kündigung der bestimmungsgemäßen Nutzung und Mehrung des Nachlasses dient.
Die Miterben können die Verwaltung durch Mehrheitsbeschluss regeln.
Die Kündigung muss nicht durch sämtliche Miterben erfolgen, insbesondere nicht durch diejenigen, die Berechtigte des Nutzungsverhältnisses sind. Dies ergibt sich aus einer analogen Anwendung von § 34 BGB.


Ich hoffe, dass ich Ihnen in der Sache weiterhelfen konnte.


Mit freundlichen Grüßen
K. Roth
- Rechtsanwalt und zertifizierter Testamentsvollstrecker -

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Danke zusammenfassend ganz ok wohl auch in meinem Sinne allerdings hat bei mir die Antwort der Anwältin auf meine Rückfrage nochmal eine Unsicherheit ausgelöst und ich kann leider nichts mehr weiter klären da nur eine Rückfrage ... ...
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