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Mutterschaftsgeld wie wird berechnet ?

| 01.04.2020 12:06 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von


Zusammenfassung:

Mutterschaftsgeld und Mutterschutzlohn sind zu differenzieren

Sehr geehrte Damen und Herren,
meine Frau war und ist als Erzieherin tätig, der Vertrag läuft noch bis zum 31.07.2020. Begonnen hatte Sie am 15.12.2018 als Teilzeitkraft ( netto 998,50 ) , seit dem 01.08.2019 ist Sie in als Vollzeitkraft( netto 1799,21€ ) tätig. Aufgrund der Schwangerschaft die seit dem 06.09.2019 bekannt ist wurde eine Beschäftigungsverbot erteilt. Ab dem 15.03 rutscht Sie in den Mutterschutz und erhält Mutterschaftsgeld, 390€ von der Krankenkasse (Höchstsatz ) der Rest sollte vom Arbeitgeber aufgestockt werden auf der Durchschnittliche Nettogehalt der letzten 3 Monate vor dem Mutterschutz.
Meine Frage lautet, wird das Durchschnittliche Gehalt vor dem Beschäftigungsverbot( 06.09.2019) genommen oder das vor dem normalen eintreten in den Mutterschutz ? Den der Arbeitgeber hat nur eine Abrechnung für den Zeitraum 01.03.2020 - 15.03.2020 ausgezahlt und dann nochmals etwas über 200€ als Zuschuss? Kann mir hier jemand Klarheit schaffen?

01.04.2020 | 13:37

Antwort

von


(207)
Rossmarkt 194
86899 Landsberg
Tel: 08191/3020
Web: http://www.kanzlei-am-rossmarkt.de
E-Mail:
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der von Ihnen angegebenen Daten und Informationen verbindlich wie folgt beantworten:
Das Mutterschaftsgeld gem. § 19 MuSchG ist das um die gesetzlichen Abzüge verminderte durchschnittliche kalendertägliche Arbeitsentgelt der letzten 3 Kalendermonate vor Beginn der Schutzfristen vor und nach der Entbindung gem. § 3 MuSchG (Maximal 13,00 €/Tag).

Einmalig gezahlte Vergütung (z.B. Urlaubs- oder Weihnachtsgeld, 13. Gehalt) bleibt ebenso unberücksichtigt wie Ausfalltage (z.B. Kurzarbeit, Arbeitsausfälle oder unverschuldete Arbeitsversäumnis), auch wenn deshalb tatsächlich keine oder nur eine verminderte Vergütung bezahlt wurde.

Bei monatlich gleichbleibender Vergütung (Festgehalt), wird jeder volle Monat mit 30 Tagen berechnet. Das im 3 monatigen Bemessungszeitraum erzielte Nettoarbeitsentgelt wird dann durch 90 geteilt, ohne Rücksicht auf die Zahl der Arbeitstage bzw. der Arbeitsstunden.

Bei monatlich schwankender Vergütung (Provisionen aber auch Stunden- oder Akkordlohn) werden die Kalendertage ermittelt, an denen tatsächlich gearbeitet wurde und als Divisor genommen. D.h. die tatsächliche Vergütung als Dividend wir durch die Anzahl der ermittelten Arbeitstage als Divisor geteilt, um den individuellen Tagessatz als Quotienten zu ermitteln.

Sollte sich während der 3 Monate die Vergütungsform ändern, erfolgt eine Kombination der oben genannten Formeln.

Das Mutterschaftsgeld wird gem. § 20 MuSchG als Zuschuss vom Arbeitgeber aufgestockt.
Ihr Ihrem Fall müßte die Berechnung wie folgt aussehen:
1.799,21 €
3 mal =
5.397,63 € = 59,97 € kalendertägliches Nettoarbeitsentgelt (5.397,63 € / 90)
→13,00 € Mutterschaftsgeld von der Krankenkasse
→46,97 € Zuschuss zum Mutterschaftsgeld vom Arbeitgeber


Ihre Zahlungen betreffen aber ggf. den Mutterschutzlohn gem. § 18 MuSchG , der für die Dauer eines Beschäftigungsverbots außerhalb der Schutzfristen gem. § 3 MuSchG
vom Arbeitgeber bezahlt wird.

Für die Berechnung des Mutterschutzlohns wird das durchschnittliche Arbeitsentgelt der letzten drei abgerechneten Kalendermonate vor dem Eintritt der Schwangerschaft gezahlt,
und zwar auch, wenn wegen dieses Verbots die Beschäftigung oder die Entlohnungsart wechselt.
Hier erfolgt also eine Mischberechnung aus netto 998,50 € bis 31.07.2019 und netto 1.799,21 € seit dem 01.08.2019, die ich aber nicht anstellen kann, weil der Tag des Eintritts der Schwangerschaft nicht mitgeteilt wurde (nur der Tag von deren Bekanntgabe).

Ich bin zuversichtlich, Ihre Frage umfassend verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Helge Müller-Roden
Fachanwalt für Arbeitsrecht

Rückfrage vom Fragesteller 01.04.2020 | 13:47

Ich verstehe dem nicht ganz, also wird hier anders bewertet weil meine Frau im Beschäftigungsverbot war bevor Sie in den Mutterschutz ( 15.03.2020 ) kam ? ISt das richtig ?

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 01.04.2020 | 14:54

Ich hatte Ihre Nachfrage doch beantwortet

Bewertung des Fragestellers 01.04.2020 | 13:48

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

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Soweit ganz gut, warte nur noch auf Antwort der kostenlosen Nachfrage

"
Stellungnahme vom Anwalt:

Ihre Nachfrage ist keine weitergehende zusätzliche Frage sondern eine reine Verständnisfrage, obwohl ich Ihnen den Sachverhalt bzw. die Rechtslage ganz genau erläutert und differenziert hatte. Mein Beratungsangebot haben Sie abgelehnt und auch keine konkreten Daten genannt.

Wiederholen möchte ich mich nicht, ohne dass ich den konkreten Sachverhalt kenne, insbesondere wann die Schwangerschaft begann und für welchen Zeitraum Sie jetzt eine Abrechnung oder Zuschüsse erhalten haben.

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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 01.04.2020
4/5,0

Soweit ganz gut, warte nur noch auf Antwort der kostenlosen Nachfrage


ANTWORT VON

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