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Probleme Zuschuss zum Mutterschaftsgeld zwei Arbeitgeber


| 20.03.2014 17:52 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt René Piper



Ich bin bei einem Hauptarbeitgeber beschäftigt und habe zudem einen Minijob (400 Euro). Ich erwarte bald mein erstes Kind und gehe nun in den Mutterschutz. Den Zuschuss zum Mutterschaftsgeld müsste ja eigentlich unter beiden Arbeitgebern aufgeteilt werden, sodass ich mit diesen beiden Zahlungen und der Zahlung der KK wieder auf das komplette Geld komme, das ich sonst von beiden AGs bekomme.

Mein Arbeitgeber des Minijobs hat es richtig berechnet, von ihm bekomme ich die Summe, die auch der Rechner bei der Knappschaft ausrechnet.

Mein Hauptarbeitgeber (ein großes Unternehmen) allerdings weigert sich, den Minijob mit einzuberechnen. Und rechnet das ganze nun komplett so aus, als hätte ich keinen Nebenjob. Daher fehlen mir etwa 3 Euro kalendertäglich. Ich habe schon versucht, mit den Leuten zu sprechen, allerdings heißt es, das würde immer so gemacht und anders geht es nicht. Ich habe einfach mal bei der Knappschaft angefragt und dort sagte man mir das sei öfter, dass die Leute das nicht wissen. Ich könne Terz machen oder auf das Geld verzichten wenn ich keinen Ärger machen will.

Das Problem ist: ich würde auch drauf verzichten, habe aber nun gelesen, dass dies dann, wenn die Abrechnungen der beiden AGs zum Mutterschaftsgeld nichts korrekt ausgestellt sind, es Schwierigkeiten bei der Beantragung des Elterngeldes geben kann.

In einem Forum steht: "Das 'Gehalt' während der Mutterschutzfrist setzt sich aus der Summe von
beiden Gehältern zusammen, dann wird das Mutterschutzgeld der KK abgezogen und im Verhältnis der Gehälter auf die beiden AG verteilt.
(Die Knappschaft übernimmt diesen Anteil).
Allerdings konnten wir aufgrund dieser Rechnerei noch kein Elterngeld beantragen, da die Zahlungen zwar in der Summe stimmten, nicht jedoch
im Detail den AG's richtig zugeordnet waren. Vom Haupt AG fehlt noch die
'richtige' Abrechnung.
Scheint aber irgendwie wichtig zu sein ..."

Meine Frage ist nun: Stimmt das, und was muss/kann ich tun, wenn dem wirklich so ist?
Vielen Dank.

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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen und Ihres Einsatzes im Rahmen einer Erstberatung verbindlich wie folgt beantworten

Mutterschaftsgeld und Arbeitgeberzuschüsse erhalten Sie aus beiden Beschäftigungen. Das Mutterschaftsgeld beträgt insgesamt 13,- Euro täglich und wird für die Berechnung der Arbeitgeberzuschüsse anteilig vom Nettoentgelt der einzelnen Beschäftigung abgezogen.

Der Arbeitgeber ist grundsätzlich verpflichtet zum Ausgleich des finanziellen Verlustes gegenüber dem Arbeitsentgelt Ihnen für die Zeiten der Schutzfristen und für den Entbindungstag einen Zuschuss in Höhe des Unterschiedsbetrages zwischen 13 Euro und dem um die gesetzlichen Abzüge verminderten durchschnittlichen kalendertäglichen Arbeitsentgelt zu zahlen.

Wenn Sie bei mehreren Arbeitgebern beschäftigt sind, ist Folgendes zu beachten: Überschreitet das Gesamtnettoarbeitsentgelt aus den Beschäftigungsverhältnissen den Betrag von kalendertäglich 13,00 Euro, haben sich alle Arbeitgeber an dem Zuschuss zum Mutterschaftsgeld in dem Verhältnis zu beteiligen, im dem die Nettoarbeitsentgelte aus den verschiedenen Arbeitsverhältnisse zueinander stehen. Das gilt auch dann, wenn schon das Arbeitsentgelt aus einer Beschäftigung mehr als 13,00 Euro kalendertäglich sein würde.

Wenn Ihr Hauptarbeitgeber den Zuschuss zum Mutterschaftsgeld verweigert oder zu wenig zahlt können Sie Klage vor dem zuständigen Arbeitsgericht erheben. Sie können sich dazu einen Anwalt nehmen - müssen es aber nicht. Falls Sie sich einen Anwalt nehmen ist zu beachten, dass jede Partei ihre Kosten selbst zu tragen hat. Die Kosten Ihres Anwalts müssten Sie also selbst tragen. Dies gilt nicht, wenn Sie eine Rechtsschutzversicherung haben.

Bei der Berechnung des Elterngelds werden nicht berücksichtigt die Monate mit Bezug von Mutterschaftsgeld. Wenn der Arbeitgeber also zu wenig Zuschuss zum Mutterschaftsgeld bezahlt ist das nach hiesiger Auffassung nicht relevant für die Berechnung des Elterngelds.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
René Piper
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 21.03.2014 | 08:06

Vielen Dank. Um mich zu vergewissern, und in Anbetracht der Tatsache, dass bei der Beantragung des Elterngeldes auch die Belege über die Zuschüsse zum Mutterschaftsgeld einzureichen sind: Es ist also nicht damit zu rechnen, dass es bei der Beantragung des Elterngeldes zu Problemen kommen kann, weil die Zuschüsse zum Mutterschaftsgeld nicht korrekt berechnet wurden? Noch einmal vielen Dank.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 21.03.2014 | 08:22

Genau. Das Mutterschaftsgeld ist, wie das Elterngeld, eine Lohnersatzleistung. Da nicht alle Mütter ihr volles Einkommen durch Mutterschaftsgeld und Arbeitgeberzuschuss ersetzt bekommen, wird das Mutterschaftsgeld bei der Berechnung des Elterngelds nicht berücksichtigt.

Sollte Sie mit der Antwort zufrieden sein, freue ich mich über eine Bewertung.


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Bewertung des Fragestellers 21.03.2014 | 12:44


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