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Möglichst 'endgültige' + rechtskräftige Trennung von der brutalen Mutter - wie?


| 13.02.2006 15:12 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von



Einen zufriedenen Tag wünsche ich Ihnen!

Ich bin mir nicht sicher, ob das Rechtsgebiet und der Betreff rechtlich verständlich sind und vor allem richtig gewählt wurden - dennoch hoffe ich auf eine erste Hilfestellung und Einschätzung für meine Frage. Zudem ist dieser Text wohl recht emotional und vor allem sehr umfangreich. Leider kann ich kaum anders, denn es geht um nichts weniger als meine gestohlene Kindheit. Auch deshalb habe ich bewusst mehr als die sonst gängigen 20-40 Euro gewählt - mehr kann ich mir jedoch einfach nicht leisten.

Zur Situation:
Ich wurde 1972 im Osten Deutschlands (Bezirk Dresden, da wohne ich noch immer) als 2. eheliches Kind geboren (ich habe je eine ältere und jüngere Schwester). Etwa 1984 ließen sich unsere Eltern scheiden - Vater zog aus und wir drei Mädels blieben bei der Mutter. Seit ich denken kann, misshandelte Mutter mich (Prügel bis zur Schulunfähigkeit, im Keller-einsperren, Essensentzug, Gehirnwäsche, Demütigungen, ...). Infolge dessen (sowie einzelner weiterer Katastrophen im Jugendalter) bin ich nun seit vielen Jahren in psychotherapeutischer und psychiatrischer Behandlung, sowie mit 50 GdB schwerbehindert. 1987 schaltete sich wegen nicht mehr zu ignorierender Krankheitshäufigkeit das (DDR-)Jugendamt ein. Nach einem qualvollen Prozess (weil ich ja noch immer bei Mutter wohnte) wurde ich Vater "zusortiert". Was genau damals beschlossen und notiert wurde - ich weiß es einfach nicht. Habe vieles verdrängt und vergessen. Kürzliche Nachforschungen bei Jugendamt und Familiengericht ergaben, dass lediglich noch ein Deckblatt vorhanden sei, dass das Sorgerecht auf den Vater übertragen wurde und ich einverstanden war. So weiß ich nun immerhin, von wann das Urteil ist - und von welchem Gericht. Unterlagen jedoch liegen mir dazu keine vor. Da in Vaters Leben jedoch auch kein Platz für mich war, lebte ich von da an allein in einer Wohnung, die Vater finanzierte, da ich ja noch keine mieten durfte und lediglich 60 Mark Kindergeld (oder sowas ähnliches) monatlich erhielt. Immer wieder suchte ich den Kontakt zu Mutter, weil ich mir beweisen wollte, dass sie mich doch nicht hasst - und immer wieder holte ich mir nur wieder die gleichen (seelischen und/oder physischen) Ohrfeigen von ihr ab. Das Umfeld sieht in ihr eine großartige Frau und Mutter, weil sie doch "ganz allein drei Kinder großgezogen habe", und davon sogar ein behindertes (meine jüngere Schwester ist von Geburt an körperbehindert). Keiner will damals etwas mitbekommen haben - selbst mein Vater will von nichts etwas wissen - und fragt mich stattdessen, wieso ich ihn denn nie um Hilfe gebeten hätte. Dabei wäre ich da einfach nie drauf gekommen - lebte ich doch in dem sicheren Glauben, dass ich allein Schuld daran trüge und es vor allem alles verdiene, weil ich so ein unnützes, furchtbares Geschöpf bin. Zudem hat er mich doch nur wieder heim zu Mutter geschafft, wenn ich bei ihm Unterschlupf suchte, weil Muter mich mal wieder aus der Wohnung geworfen hatte. Einmal war er jedoch im Urlaub - und so schlief ich (mit 14) im Wald, wo mich Jugendliche fanden und mit in eine Gartenlaube nahmen. Nach etwa 5 Tagen (in denen ich mehrmals täglich Zettel bei Mutter in den Briefkasten steckte, dass ich lebe, es mir gut geht und ich mich wieder heim traue, wenn Vater aus dem Urlaub zurück ist) griff mich die Polizei auf - weil Mutter mich suchen ließ, "damit ich keine arme Omi und kein Geschäft überfalle, was sie dann sicher bezahlen müsse, weil ich missratenes Miststück doch mal wieder ohne Geld ausgerissen sei". Ergebnis: "Verbrecherfoto", Fingerabdrücke, 24 Stunden U-Haft, ... - das ganze Paket. Von wegen "die Polizei, dein Freund und Helfer" ... die glauben ja doch nur Erwachsenen. Diese Akte gibt es übrigens nicht mehr, wurde mir auf kürzliche Nachfrage bei der Polizei mitgeteilt - weil von den DDR-Unterlagen wohl nur die übernommen worden seien, wo es wirkliche "Fehltritte" bzw. Verbrechen gab. Derzeit bin ich mitten in der Traumabearbeitung - und beim Rekonstruieren der vielen Lücken, mit Hilfe von Schulunterlagen, Mitschülern, Lehrern usw. Da Mutter die Jüngste stets so "erzogen" hat: "Lass mal, das kannst Du nicht, Du bist doch behindert!" - und in dieser Müllhalde ohnehin kein Platz groß ist, wo sich meine Schwester (inzwischen fast 29 - aber ein Bildungsstand von etwa der 2.-3. Klasse, obwohl sie ursprünglich nur körperlich behindert war) groß bewegen kann, um sich auch nur mal selbst einen Tee kochen zu lernen, ist es ihr nun "leider" gar nicht möglich, irgendeiner Arbeit nachzugehen. Wovon sie lebt und die jüngere Schwester unterhält, weiß ich nicht - allein von Hartz IV + Pflegegeld oder so kann man wohl kaum mehrmals im Jahr Auslandsurlaub machen. Ich selbst habe inzwischen einen Sohn (13), der oft genug viel zu viel Verantwortung auf seinen zarten Schultern trägt, weil ich als Mutter grade mal wieder kaum verfügbar bin. Er zerbricht sicher nicht daran und entwickelt sich wirklich prima - doch auch er braucht Hilfe, die wiederum Geld kostet, das ich immer weniger habe.

Doch nun zu meinen Fragen:

1. Unter diesen Umständen sieht es mit der Beweismöglichkeit ja recht schwierig aus - gibt es dennoch Möglichkeiten, dass ich mich für alle Zukunft in jeder Hinsicht von dieser Frau trennen kann? Ich will weder irgendwas von ihr erben - noch will ich irgendwann mal auch nur einen Cent für diese Frau bezahlen müssen, wenn sie mal alt und evtl. bedürftig wird. Ich will einfach nur nie wieder irgendwas mit ihr zu tun haben (müssen). Die letzten Jahre haben immer wieder gezeigt, dass eine Annäherung definitiv ausgeschlossen zu sein scheint - also will ich die völlige Trennung. Diese Frau hasst mich - die beiden Schwestern hat sie immer schon anders behandelt - und keiner weiß wirklich, wieso eigentlich. Sagen würde sie das jedoch nie so - schließlich ist sie ja eine großartige Mutter und will nur das Beste für ihre Kinder.

2. Gibt es jetzt noch irgendwelche Möglichkeiten, Mutter wenigstens zum Anerkennen ihrer Schuld zu bewegen - von Schmerzensgeld oder so rede ich ja gar nicht mal. Davon könnte ich mir auch kein neues Leben kaufen. Andererseits ist meine finanzielle Lage durch die zahllosen krankheitsbedingten Ausfälle im Job oft sehr angespannt - und die Finanzierung der dringend nötigen Traumatherapie derzeit arg strittig. Könnte ich evtl. über das OEG oder gar Mutter selbst oder wie auch immer zumindest die Therapie-Finanzierung oder auch eine bessere Betreuung meines Sohnes ermöglichen?

3. Vor zwei Jahren tauchte sie plötzlich hier im Hof auf (obwohl unsere Adresse nirgends auftaucht) und bedrohte mich - wohl, weil sie merkt, dass sie ihre Macht über mich zusehends verliert. Damals hieß es von einer Beratungsstelle, dass ich ohne Beweise wohl keine Möglichkeit hätte, ihr zu verbieten, dass sie sich mir oder meinem Sohn nähern darf. Sprich: Erst, wenn sie mich wirklich wieder krankenhausreif schlägt, habe ich diese Möglichkeit. Ist dem tatsächlich so? Oder gibt es doch Möglichkeiten - und wenn ja, wie und welche?

4. Sehen Sie ggf. irgendwelche Möglichkeiten, dass doch noch irgendwo irgendwelche Unterlagen vorhanden sein könnten? Ich weiß ja nicht, wie das so mit der Aufbewahrung solcher Akten läuft. Vater z.B. soll irgendwas mit der Stasi zu tun gehabt haben - könnte dann ggf. dort noch etwas darüber zu finden sein?

5. Da mir klar ist, dass es zu diesem umfangreichen Sachverhalt hier nur eine erste Richtung geben kann: Falls für weitere Schritte ein Anwalt empfehlenswert ist - welche Fachrichtungen sollte dieser als Fachgebiete haben? Worauf wäre ggf. noch zu achten? Welche Schritte sollte ich möglichst bald unternehmen, um keine Fristen, Unterlagen o.ä. zu verpassen? Welche Unterlagen bräuchte es ggf. - und wo könnte ich die herbekommen?

Vielen Dank für Ihre Hilfe!
Sonnige Grüße!
13.02.2006 | 16:46

Antwort

von


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Sher geehrte Rechtssuchende,

verständlicherweise haben Sie den Wunsch, eine völlige Trennung zwischen Ihnen und Ihrer Mutter herbeizuführen. Leider ist eine völlige juristische Trennung wohl kaum möglich, da es sich bei Ihrer Mutter um die leibliche Mutter handelt.

Zunächst zu Frage 1

Sollte Ihre Mutter bedürftig werden, dann könnten Sie gem. § 1601 BGB im Wege des Verwandtenunterhalts auf Elternunterhalt in Anspruch genommen werden.Hierauf kann Ihre Mutter , selbst wenn Sie es wollte, auch nicht wirksam verzichten. Dies würde nämlich gegen § 1614 BGB verstossen. In Anspruch genommen werden die Kinder zumeist von den Sozialämtern wegen Kosten für eine Altenheimunterbringung usw. Allerdings sind die Gerichte bei Elternunterhalt sehr viel großzügiger als beim Kindesunterhalt. Sie haben höhere Vermögensfreigrenzen und Verdienstgrenzen als beim Kindesunterhalt. Mit anderen Worten, sie können Ihre fehlende Leistungsfähigkeit viel eher einwenden, als im Falle des Kinderunterhalts.

Auf die Erbschaft Ihrer Mutter können Sie innerhalb von sechs Wochen nach Eintritt des Erbfalles verzichten. Dies sollten Sie sich allerdings genau überlegen, wenn der Vermögensbestand bei Ihrer Mutter höher ist als der Schuldenstand.

Zur Frage 2

Eine solche Schuldanerkennung ist dem deutschen Recht leider fremd. Es gibt nur die Möglichkeit auf Schmerzensgeldklage bzw eine Anzeige wegen Körperverletzung. Hier bestehen wie gesagt aber erhebliche Beweisschwierigkeiten. Des Weiteren wäre zu prüfen, inwieweit die Taten nicht schon verjährt sind.

Leider verstehe ich die Abkürzung OEG nicht.
Ob Ihre Mutter gegebenenfalls für den Unterhalts ihres Enkels einstehen muss, müssten Sie zunächst durch einen Anwalt für Familienrecht prüfen lassen, der dann ggfs Unterhaltsklage gegen Ihre Mutter erheben könnte.

zur Frage 3
Grundsätzlich könnten Sie einen Antrag auf Erlass einer einstweiligen Verfügung gegen Ihre Mutter stellen. Problematisch ist hier allerdings die Beweislage. Sie müssten Zeugen benennen können, die bestätigen könnten, dass Ihre Mutter Sie bedroht oder verletzt hat. Meist muss leider erst etwas passieren, bis man gegen den Täter etwas unternehmen kann.


Zur Frage 4
Als Angehörige können Sie, soweit es Ihre Person betrifft, durchaus ein Recht zur Einsicht in Stasiunterlagen haben. Fragen Sie hierfür bei der Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen demokratischen Republik nach. Sie finden diese Behörde unter der Adresse:

www.bstu.bund.de/cln_043/DE/Home/homepage__node.html__nnn=true

Inwieweit Unterlagen aus der DDR-Zeit verlorengegangen bzw vernichtet worden sind, kann ich Ihnen im Rahmen einer Erstberatung allerdings auch nicht beantworten. Dies würde vertiefte Recherchen erfordern, die im Rahmen einer Erstberatung leider nicht erbracht werden können. Ein von Ihnen beauftragter Anwalt könnte aber versuchen, Akteneinsicht in die damaligen Prozessakten beim Familiengericht zu beantragen.

Für eine Unterhaltsklage gegen Ihre Mutter würde ich einen Anwalt für Familienrecht konsultieren. Hierbei sollten Sie Ihre Gehaltsbescheinigung mitnehmen und auch Bescheinigung über Ihre Therapiekosten mitnehmen.

Ich hoffe, Ihnen weitergeholfen zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

Marcus Alexander Glatzel
Rechtsanwalt

www.kanzlei-glatzel.de


Rechtsanwalt Marcus Alexander Glatzel, Dipl.-Jur.

Nachfrage vom Fragesteller 13.02.2006 | 17:37

Sehr geehrter Herr Rechtsanwalt Glatzel,

Zu Frage 1:
Ihre Antwort lässt mich eher unzufrieden zurück. Ich habe hin und wieder in den Medien gehört oder gelesen, dass es möglich ist, bei einem derart zerrütteten Verhältnis die Pflichten (und insbesondere auch die Unterhaltspflicht) gegenüber den Eltern irgendwie abzulehnen. Und das teils bei wesentlich geringeren Nöten. Ich hatte mir Hinweise gewünscht, auf welcher rechtlichen Grundlage sowas fußt; was man dafür benötigt; unter welchen Umständen dies möglich ist oder irgendwie sowas halt.
Es ist absolut nicht in meinem Interesse, mich auf meine "Unfähigkeit" zurückzuziehen - ich WILL diese Frau nicht unterstützen, selbst wenn ich noch so sehr könnte. Zumal ich (wenn ich denn mal länger arbeitsfähig bin) recht gut verdiene. Und ich bilde mir auch ein, damit im Recht zu sein. Nur wie belege ich das?
Ihren Hinweis zur Erbschaft finde ich persönlich seltsam und zeigt mir eher, dass Sie mit misshandelten Kindern vielleicht bisher kaum Berührungspunkte hatten: Ich will mit dieser Frau NICHTS zu tun haben - und also auch kein Geld oder sonstwas von ihr erben. Einzig, es gäbe die Möglichkeit rechtmäßiger Wiedergutmachung bzw. von Schmerzensgeld (siehe 2.) - das fände ich dann recht und billig. Aber eine Mutter ist sie für mich einfach nicht. Sie hat sich nie so verhalten - wieso soll ich mich dann wie eine Tochter verhalten? Sie ist für mich nur ein Täter, der sich mir gegenüber strafbar gemacht hat - und nur als solchen will und kann ich sie behandeln.

Zu Frage 2:
Schade, dass Sie in Ihrer durchaus interessanten und nützlichen Erwähnung der Verjährungsfristen keine Information mitliefern, wie diese denn aussehen, wo sie stehen, ob sie "nach Tabelle und Sachverhalt" festgelegt sind - oder irgendwie einzeln und fallweise ausgerechnet werden, oder ...
Mit dem OEG ist übrigens das Opfer-Entschädigungs-Gesetz gemeint, das wohl irgendwie mögliche Entschädigungen für Opfer von Gewalttaten regelt. Ob das überhaupt für mich zutrifft, weiß ich nicht - deshalb ja die Frage danach.
Auch hier bin ich also wenig zufrieden mit der Qualität der Antwort.

Zu Frage 3:
Okay. Nicht schön - aber so ist halt die Rechtslage. Danke!

Zu Frage 4:
Für den Link herzlichen Dank! Der hilft wirklich sehr weiter!

Zu Frage 5:
Hmmm, lediglich Familienrecht? Das wundert mich ein wenig, da ich als Laie irgendwie annahm, dass zur Bearbeitung von Fällen wie diesem schon auch wenigstens ein bissel Erfahrung mit Misshandlung, körperlicher und seelischer Vernachlässigung, Psychoterror usw. - und eben auch mit Schmerzensgeld, Trennung wegen zerrüttetem Verhältnis usw. gehört. Nur: Wie heißt sowas im juristischen Sprachgebrauch? Wie sucht man nach so jemandem?

Fazit:
Für die sehr schnelle Antwort bedanke ich mich bei Ihnen - doch mit dem Inhalt bin ich noch nicht zufrieden.

Sonnige Grüße!

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 13.02.2006 | 18:50

Sehr geehrte Ratsuchende,

zu 1)auf den Verwandtenunterhalt kann Ihre Mutter bzw. Frau nicht wirksam verzichten. Sie müssen also abwarten, ob sie gegenüber Ihnen einen solchen Anspruch geltend machen wird. Erst dann können Sie Einwendungen erheben, dass die Inanpruchnahme grob unbillig wäre ( § 1611 BGB). Allerdings führt diese Einwendung in der Regel nicht zum Ausschluss, sondern zur Beschränkung der Unterhaltspflicht. Hinzuweisen ist dabei, dass Sie alle Tatsachen darlegen und beweisen müssen, die für eine grobe Unbilligkeit sprechen. Sie müssen Zeugen benennen, die die früheren Misshandlungen gesehen haben. Eine andere Lösung sehe ich nicht.

Warum mein erbrechtlicher Hinweis seltsam sein sollte, ist mir nicht ganz klar. Zumal Sie spätestens im Falle des Erfalls unvermeidbar vor der Frage stehen werden, ob Sie das Erbe annehmen oder ausschlagen werden. Sollte Vermögen vorhanden sein, wäre es aufgrund der schwierigen Beweislage zumindest ein einfacherer Weg, um etwas Geld zu erhalten. Diese Problematik würde auch ein anderer Kollege im Falles eines Erbfalls ansprechen.

zu 2: Das Thema Verjährungsfristen habe ich deshalb nur allgemein angesprochen, da mir hierzu die notwendigen Angaben fehlten. Hier müsste zunächst ermittelt werden, wann sich welche Tat zugetragen hat. In einem zweiten Schritt müsste geprüft werden, welche Straftaten überhaupt erfüllt worden ist. Erst dann könnte festgestellt werden, welche Straftat ggf. verjährt ist. Eine solche Prüfung kann daher hier im Rahmen einer Erstberatung nicht erbracht werden, hierzu müssten Sie sich an einen Anwalt vor Ort wenden. Es gibt hierzu auch keine Tabelle, die Verjährungsvorschriften sind im StGB geregelt. Nach dem Opfer-Entschädungsrecht stünden Ihnen Leistungen insbesondere Zahlung einer Krankenbehandlung oder Heilbehandlung zu. Allerdings müssen die Straftaten dann auch bewiesen und abgeurteilt worden sein. Erst dann könnten Sie einen Leistungsantrag beim Versorgungsamt stellen.

zu 5: Die familienrechtlichen Aspekte können auch durchaus von einem Anwalt für Familienrecht bearbeitet werden. Ansonsten rate ich Ihnen, sich an die Opferhilfe in Ihrer Nähe zu wenden, diese können Ihnen auch einen Opferanwalt benennen.

Mit freundlichen Grüßen

Marcus Alexander Glatzel
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