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Maklerbeauftragung trotz Insolvenz ?

21.08.2019 13:40 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von


14:38

guten tag.

über das vermögen der eigentümerin wurde das insolvenzverfahren eröffnet. ein in der insolvenzmasse befindliches und bebautes grundstück wurde nach eröffnung dieses verfahrens (und dessen eintragung im grundbuch) von einem makler am markt angeboten, der von der eigentümerin direkt beauftragt wurde. dieser makler hat mir gegenüber das grundstück unbestrittener weise erstmals nachgewiesen, wobei mir die insolvenzthematik zu diesem zeitpunkt nicht bekannt war... es passierte nach erfolgter besichtigung wochenlang aber nichts weiter.

zwischenzeitlich hat der insolvenzverwalter einen "eigenen" makler mit dem verkauf des grundstücks beauftragt, welches ich auf diesem wege beabsichtige zu erwerben. über die modalitäten des kaufes besteht einigkeit.

den hierfür entstehenden provisionsanspruch möchte ich ggü. dem vom insolvenzverwalter beautragten makler anerkennen und bezahlen. nun werde ich im vorwege der beurkundung aber mit der zusätzlichen provisionsforderung des von der eigentümerin beauftragten maklers konfrontiert (im falle des kaufes). hat dieser makler einen berechtigten provisionsanspruch gegen mich und/oder gibt es weitere möglichkeiten erfolgsversprechend dagegen vorzugehen?

für eine sachverhaltsklärende rückinformation bedanke ich mich im voraus

MFG

21.08.2019 | 14:03

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

grundsätzlich besteht der Maklervertrag zwischen Ihnen und dem ersten Makler, wenn dadurch der Kontakt zur Eigentümerin hergestellt wurde und Sie das Objekt am Ende kaufen, auch wenn ein Insolvenzverfahren anhängig gewesen ist. Sollte dies fernmündlich passiert sein, könnten Sie den Maklervertrag allerdings widerrufen, wenn keine Widerrufsbelehrung erteilt wurde und sich somit von der Provisionspflicht lösen, da Sie andernfalls riskieren, zweifach in Anspruch zu nehmen, da der zweite Makler zwar eine Leistung erbracht hatte, allerdings diese nicht ursächlich für die Auffindbarkeit des Verkäufers gewesen ist.

Bei weiteren Fragen oder wenn Sie bei diesem Fall Hilfe brauchen sollten, stehe ich Ihnen selbstverständlich jederzeit zur Verfügung, da unsere Kanzlei auch auf bundesweite Mandate ausgerichtet ist, ohne dass Ihnen dadurch Mehrkosten entstehen.
Falls Sie eine Rechtsschutzversicherung besitzen sollten, könnten wir eine kostenfreie Deckungsanfrage durchführen.

Mit freundlichen Grüßen


Dr. Hoffmeyer, LL.M.
Rechtsanwalt


Rückfrage vom Fragesteller 21.08.2019 | 14:20

ich glaube sie haben missverstanden, denn weder ist die eigentümerin meine vertragspartnerin im notarvertrag noch hatte sie ein freigabe zum eigenhändigen verkauf durch den insolvenzverwalter bzw. hätte freihändig verkaufen können... der insolvenzverwalter wiederum hat durch eigenen makler und dessen gesonderten objektnachweis den verkauf an mich in die wege geleitet (dieser vorgang steht in keinem zusammenhang zu dem anderen makler)

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 21.08.2019 | 14:38

Sehr geehrter Fragesteller,

das hatte ich verstanden. Fakt ist allerdings, dass die Eigentümerin einen Makler zum Verkauf beauftragt hatte. Durch diese Kontaktaufnahme kommt es dann zu einem separaten Vertrag zwischen Ihnen und dem Makler, wenn Sie das Grundstück kaufen sollten.

Wenn Sie jetzt durch den anderen Makler auf den Insolvenzverwalter als Berechtigten erst noch aufmerksam wurden und nicht bereits durch den Kontakt mit der Eigentümerin, dann ist dieser Provisionsanspruch auch vom zweiten Makler verdient.

Es kommt nunmehr darauf an, wer im Kaufvertrag steht. Sollte das Grundstück im Namen des Insolvenzverwalters verkauft werden, verliert der ursprüngliche Makler seinen Anspruch, da die Eigentümerin nicht mehr verfügungsbefugt ist. Sollte allerdings die Eigentümerin im Vertrag stehen, die Kaufabwicklung allerdings nur über den Insolvenzverwalter abgewickelt werden, sodass die Eigentümerin nicht mehr darüber verfügen darf, dann hat der erste Makler widerum seinen Anspruch verloren.

Wenn jetzt die Eigentümerin nicht im Notarvertrag auftaucht, wie Sie es schreiben, können Sie die Provision des ersten Maklers zurückweisen.

Bei weiteren Fragen oder wenn Sie bei diesem Fall weitere rechtliche Hilfe brauchen sollten, schreiben Sie mich bitte direkt per E-Mail an, da diese Plattform nur eine einmalige Nachfrage erlaubt, ich Ihnen aber auch weiterhin bei kostenfreien Nachfragen zur Verfügung stehen möchte und unsere Kanzlei auch auf bundesweite Mandate ausgerichtet ist, ohne dass Ihnen dadurch Mehrkosten entstehen. Falls Sie eine Rechtsschutzversicherung besitzen sollten, könnten wir eine kostenfreie Deckungsanfrage durchführen.

Mit freundlichen Grüßen


Dr. Hoffmeyer, LL.M.
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