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Kündigung des Maklerauftrags - welche Ansprüche hat der Makler

06.04.2006 13:21 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Anläßlich dem kauf eines Hauses aus einer Zwangsversteigerung haben wir dem bearbeitenden Makler auf sein drängen hin den Verkauf unseres alten Hauses überlassen. Wir haben keinen Vertrag bei ihm unterschrieben.Nur die Fotos für das Internet wurden von mir per Unterschrift freigegeben. Innerhalb von ca 6 Mon hat er div. Besichtigungen durchgeführt. Nun möchte ich das Haus doch selbst verkaufen, da die Maklerprovision bei vielen Intressenten abstoßend wirkt.
Frage: kann ich dem Makler das Objekt ohne weiteres entziehen und hat er irgendwelche finanziellen Ansprüche an mich.

06.04.2006 | 14:29

Antwort

von


(108)
Friedrich-Ebert-Straße 33
14469 Potsdam
Tel: +49 331 281 290 060
Web: http://www.digitales-recht.com
E-Mail:

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

ich bedanke mich für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage des von Ihnen geschilderten Sachverhalts wie folgt summarisch beantworten will:

Es kann zunächst dahinstehen, ob eine Vertrag zwischen Ihnen und dem Makler zustande gekommen ist oder mit dem potentiellen Käufer durch Verlangen der Provision.

Sollten Sie dem Makler den „Auftrag“ entziehen, so kann er Aufwendung von Ihnen nur verlangen, wenn dies zwischen Ihnen vereinbart war (§ 652 BGB: Entstehung des Lohnanspruchs ). Dies zu beweisen obliegt dem Makler, was ohne einen schriftlichen Vertrag schwer fallen wird.

Sie sehen sich dann möglicherweise einem Provisionsanspruch des Maklers ausgesetzt, wenn zwischen dem Tätigwerden des Maklers und dem Zustandekommen des Hauptvertrages (Kaufvertrag mit einem Interessenten) ein ursächlicher Zusammenhang besteht. Will heißen: Sie dürfen sich nicht an Interessenten wenden, die der Makler „geworben“ hat. Kommt es zu einem Prozess, gilt für diesen Fall eine Vermutung für die Ursächlichkeit der Maklertätigkeit zu Gunsten des Maklers.

Sie sollten also entsprechend den Makler anschreiben und mitteilen, dass Sie sich nun selber um den Verkauf kümmern werden und seine Dienste nicht mehr beanspruchen. Zu Beweiszwecken ist es ratsam, das Schreiben mit Einschreiben/Rückschein zu versenden.

Sollte der Makler wider Erwarten Forderungen gegen Sie geltend machen, sollten Sie unmittelbar einen Anwalt Ihres Vertrauens aufsuchen. Selbstverständlich stehe ich Ihnen diesbezüglich auch zur Verfügung.

Ich hoffe, Ihnen mit meiner Auskunft weiter geholfen zu haben.

Mit freundlichem Gruß

Markus A. Timm
-Rechtsanwalt-
www.peukerttimm.de


ANTWORT VON

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