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Makler-Alleinauftrag gekündigt. Kann dieser trotzdem noch Auslagen berechnen ?


16.11.2006 14:44 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Ingo Bordasch



Sehr geehrte Damen und Herren.

Mit großem Interesse haben wir der Homepage „ frag-einen-anwalt.de „ gestöbert, leider jedoch nichts für unseren Fall gefunden.

Wir haben lediglich eine kurze, für uns jedoch immens bedeutsame Frage und hoffen sehr auf Ihre zeitnahe Unterstützung:

Wir haben einen Makler mit dem Verkauf unserer Eigentumswohnung beauftragt. Diesen Alleinauftrag haben wir nunmehr fristgerecht gekündigt. Sprich, dieser läuft am 31.12.2006 aus. Eine Kündigungsbestätigung seitens des Maklers liegt uns zwischenzeitlich vor.

Besteht nun die Gefahr, dass uns der Makler irgendwelche Kosten/ Auslagen in Rechnung stellt ? Denn eigentlich führten seine Bemühungen bislang ja nicht zum Erfolg.

Sehen wir das richtig, dass bei einer fristgerechten Kündigung, die wie gesagt ja erfolgte, sämtliche bisherigen sowie zukünftigen Auslagen sein eigenes, unternehmerisches Risiko sind ? Sprich, uns zu keinem Zeitpunkt berechnet werden dürften ?

Im Alleinauftrag gibt es hierzu lediglich einen Passus, der besagt: Bei Verkauf des Objektes durch den Eigemtümer an durch ihn selbst beigebrachte Interessenten, erstattet dieser der Fa. Pfefferminzia deren Aufwendungen. Dies gilt auch insbesondere bei vorzeitiger Kündigung durch den Auftraggeber.

Allerdings haben wir ja nicht vorzeitig gekündigt, sondern gemäß Kündigungsvereinbarung fristgerecht.

Könnte es dennoch sein, dass wir die Auslagen erstatten müssen. Der Makler wurde schließlich tätig und wir haben den Vertrag gekündigt, bevor er den Auftrag zu Ende führen konnte.

Könnte das ein oder gar der Knackpunkt sein ? Fakt ist, dieser Mensch ist mit allen Wassern gewaschen.


Wir sollen wir uns nun verhalten ? Sollten wir hierzu nochmals mit dem Makler, mit dem wir im Übrigen höchst unzufrieden sind, in dieser Sache Kontakt aufnehmen, oder die Sache auf sich beruhen lassen und abwarten, ob uns dieser tatsächlich seine Auslagen in Rechnung stellen wird ? Wie ist die rechtliche Seite ? Wenn Sie eine Kontaktaufnahme anraten, wie sollte diese aussehen, damit der Makler sofort erkennt, wir haben bereits juritische Berater im Hintergrund ?

Herzlichen Dank für Ihre zeitnahe Nachricht.

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Sehr geehrter Fragesteller,

anhand Ihrer Angaben möchte ich Ihre Frage wie folgt beantworten.

1.)
Solange Sie mit dem Makler nichts anderes vereinbart haben, hat dieser keinen Anspruch auf Zahlung seiner Auslagen oder Aufwendungen. Dies ist gesetzlich geregelt im § 652 II BGB

Zitat:
Aufwendungen sind dem Mäkler nur zu ersetzen, wenn es vereinbart ist. Dies gilt auch dann, wenn ein Vertrag nicht zustande kommt.
Zitat Ende

2.)
Der Passus "Dies gilt auch insbesondere bei vorzeitiger Kündigung durch den Auftraggeber." bezieht sich wohl darauf das der Makler klarstellen will, dass der Makleranspruch gegenüber dem Käufer auch dann bestehen bleibt, wenn zwischenzeitlich der Maklervertrag (vorzeitig) gekündigt wurde, der Abschluß des Kaufvertrages jedoch auf die Vermittlung des Maklers zurückzuführen ist.

3.)
Sollte der Makler dennoch diesbezügliche Forderungen gegen Sie erheben, weisen Sie ihn einfach auf den Gesetzestext hin.

Ich hoffe, mit der Beantwortung Ihrer Anfrage, weitergeholfen zu haben.


Mit freundlichen Grüßen

Ingo Bordasch
Rechtsanwalt

Tel.: 030 - 293 646 75
Fax.: 030 - 293 646 76

Nachfrage vom Fragesteller 19.11.2006 | 13:38

Sehr geehrter Herr Bordasch.

Vielen Dank für Ihre umgehende Nachricht. Gerne möchten wir Ihnen eine kurze Rückmeldung geben, verbunden mit einer Nachfrage.

Wir haben seitens unseres Maklers nunmehr eine Kündigungsbestätigung erhalten. Diese besagt, dass er seine Verkaufsaktivitäten nunmehr zum 31.12.2006 einstellen wird. Soweit, so gut.

Jetzt fiel uns jedoch etwas, wie wir meinen, absolut typisches für diesen Makler auf. In den letzten Wochen inserierte dieser Makler u.a. unsere Wohnung, zusammen mit einer weiteren, sich in derselben Wohnanlage befindlichen Wohnung. Das ist ja auch in Ordnung. Diesen Samstag jedoch fiel uns auf, dass die Anzeige jetzt zwar erneut geschaltet wurde, von unserer Wohnung jedoch keine Rede mehr ist. Sprich, bislang lautete seine geschaltete Anzeige auf 2 verschiedene, sich im Verkauf befindlichen Wohnungen in zwei unterschiedlichen Hausnummern derselben Strasse ( Wohnanlage ). Urplötzlich ist nur noch die Rede von einer zu verkaufenden Wohnung, bei der es sich, aufgrund einer anderen Hausnummer, nicht mehr um die unsrige handelt.

Auffällig eben, seit dem wir ihm nunmehr die Kündigung geschickt haben, taucht unsere Wohnung nicht mehr bei seiner Anzeige auf. Dies, obwohl unser Auftrag noch bis zum 31.12.2006 läuft, und er in seiner Bestätigung auch schrieb „ Er habe die Kündigung erhalten, aber vielleicht ergäbe sich jedoch bis zum 31.12.2006 doch noch eine Verkaufschance „. Inseriert wird die Wohnung aber, zumindest in der aktuellsten Samstagausgabe, nicht mehr. Es kann doch nicht angehen, dass wir jetzt seiner Willkür ausgesetzt sind, weitere 6 Wochen noch an ihn gebunden sind, und nur weil er möglicherweise jetzt gekränkt ist, keine sichtbaren bzw. greifbaren Aktivitäten seinerseits mehr zu erwarten haben.

Offensichtlich scheint der Makler jetzt endgültig die Lust verloren zu haben, bzw. über unsere Kündigung beleidigt zu sein. Da wir jedoch jetzt noch bis 31.12.2006 an ihn gebunden sind empfinden wir dies als überaus seltsame und auch sehr unfaire Reaktion seinerseits. Freilich, beweisen können wir ihm nichts, dennoch erscheint es uns eben als sehr auffällig, dass unsere Wohnung plötzlich nicht mehr beworben wird.

Wie somit Verkaufschancen bestehen sollen, erscheint uns mehr als fragwürdig. Mag sein, dass unsere Wohnung nur dieses Mal jetzt nicht erwähnt wurde, aber mit Blick darauf, dass er doch eigentlich bis zum tatsächlichen Ende des Vertrages intensivst aktiv sein sollte, eine überaus erstaunliche Entwicklung.

Was sollen wir denn jetzt tun, bzw. wie sollen wir uns jetzt verhalten ? So denn Sie eine Kontaktaufnahme empfehlen, bitten wir Sie um einige, entsprechende Zeilen die wir an den Makler richten sollten. Zugegeben, wir sind völlig verzweifelt.

Wir bitten Sie dringendst um Unterstützung.

Herzlichen Dank.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 20.11.2006 | 09:29

Sehr geehrter Fragesteller,

wenn der Makler einen Alleinauftrag hat, ist er zum Tätigwerden verpflichtet.

D.h er muß bis zum Ende des Vertrages alles in seinen Kräften Stehende tun, um einen seinem Auftraggeber vorteilhaften Abschluss zu erreichen.

Kommt er dieser Verpflichtung schuldhaft nicht nach, haben Sie grundsätzlich einen Schadensersatzanspruch gegenüber dem Makler. Vorraussetzung dafür ist, dass Ihnen auch ein Schaden enstanden ist. Dies können z. Bsp. Zinsverluste, notwendige zusätzliche Zinslasten oder Kosten der Eigentumswohnung etc. sein.

Formulierungen sind im Rahmen der kostenlosen Nachfragemöglichkeit, auch in Anbetracht Ihres Einsatzes nicht möglich.

Wünschen Sie eine weiterführende Vetretung, kontaktieren Sie mich einfach telefonisch oder über die untenstehende EMailadresse.

Ich hoffe, mit der Beantwortung Ihrer Anfrage, weitergeholfen zu haben.


Mit freundlichen Grüßen

Ingo Bordasch
Rechtsanwalt

Tel.: 030 - 293 646 75
Fax.: 030 - 293 646 76
EMail: info@RA-Bordasch.de

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