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Vertrag mit einem Makler


18.04.2013 17:49 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Raphael Fork



Wir haben eine Wohnung zu vermieten und uns mit einem Makler in Verbindung gesetzt, der Wohnungen für "Mitarbeiter einer Schweizer Bank" sucht. Heute hat mein Mann mit ihm einen Vertrag abgeschlossen. Wir haben ihn jetzt gerade erst durchgelesen, der Makler hat jetzt einen "Alleinvermietungsauftrag", wenn wir die Vermietungsabsicht aufgeben, haben wir einen Aufwendungsersatz in Höhe von 1060 Euro zu bezahlen. Mein Mann hat diesen Vertrag zwischen Tür und Angel unterschrieben.

Frage 1: können wir von dem Vertrag zurücktreten?
Frage 2: von "Mitarbeitern einer Schweizer Bank" ist jetzt nicht mehr die Rede. Ist das nicht ein Betrug?

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Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, welche ich anhand des von Ihnen geschilderten Sachverhalts und unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes im Rahmen einer ersten rechtlichen Einschätzung wie folgt beantworte:





Frage 1:
"können wir von dem Vertrag zurücktreten?"



Sie können nur dann mit Erfolg vom Vertrag zurücktreten, wenn Sie einen Anfechtungsgrund hätten und dies auch erfolgreich beweisen könnten.

Ein solcher Anfechtungsgrund kann sich aus § 119 I , II BGB oder in besonderen Fällen aus § 123 BGB ergeben.

Nach Ihrer Schilderung hat Ihr Mann einen Alleinvermittlungsauftrag beim Makler unterschrieben, nachdem sie diesen sogar selbst aus freien Stücken kontaktiert haben.

Ein solcher Alleinvermittlungsauftrag ist in der Branche nicht unüblich und verpflichtet sie für einen gewissen Zeitraum ( meist 6 Monate) "dem Makler treu" zu bleiben. Durch einen solchen Vertrag kann der Immobilienmakler den Auftraggeber auch zu einer Provisionszahlung verpflichten, wenn kein Verkauf entstanden ist, wenn der Kunde den Vertrag vorzeitig kündigt oder aber eine Selbstvermittlung ohne den Markler tätigt.

Da Sie angeben den Vertrag erst zuhause gelesen zu haben, sehe ich ehrlich gesagt - auch wenn sie das nicht gerne hören möchten - keine realistische Chance aufgrund Ihrer Schilderung zu einer erfolgreichen Anfechtung des Vertrags zu kommen.


Dies gilt umso mehr als sie im Falle eines möglichen Prozesses in der Beweislast für das Vorliegen eines Anfechtungsgrundes wären. Gelänge Ihnen dieser Nachweis nicht, verlören Sie allein deswegen einen Prozess mit weiteren Folgekosten.


Sollten Sie ungeachtet dessen dennoch eine Anfechtung in Betracht ziehen, so sollten Sie das schriftich und nachweislich und unverzüglich (§ 121 I BGB) tun.

Erfolgsaussichten dafür sehe ich nach Ihrer Schilderung aber nicht.

Möglicherweise besteht Ihr Anfechtungswunsch nur, weil Sie aufgrund der Strafzahlung annehmen durch den Makler "übers Ohr gehauen" worden zu sein. Dies ist aber nicht der Fall solche Verträge sind - vorbehaltlich einer genauen Vertragsprüfung - in der Branche absolut üblich.




Frage 2:
" von "Mitarbeitern einer Schweizer Bank" ist jetzt nicht mehr die Rede. Ist das nicht ein Betrug?"


Nein, denn Ihnen ist ja kein Vermögensschaden entstanden.

Es ist ja sogar im Gegenteil der potentielle Mieter, der für die Tätigkeit des Maklers eine Provision zu zahlen hat.




Bedenken Sie bitte, dass jede Ergänzung des Sachverhalts zu einer veränderten rechtlichen Beurteilung führen kann.

Ich stehe Ihnen im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion sowie gegebenenfalls für eine weitere Interessenwahrnehmung gern zur Verfügung.

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