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Mahnbescheid und deren Zinsen / eventuelle Verjährung ?

| 24.06.2019 11:41 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von


Sehr geehrte Dame oder Herr,

(folgender Text ist ein CopyPaste aus meinem Thread/Post :
https://www.123recht.de/forum/inkasso/Mahnbescheid-und-Widerspruch-gegen-Zinsen-__f555508.html )

[
ich habe heute einen Mahnbescheid erhalten der sich um eine Forderung aus 2010 dreht (zugestellt 13.6.19).
Die Hauptforderung ist berechtigt und wird auch gezahlt werden, allerdings machen mich die Zinsen etwas stutzig und ich würde gerne wissen, ob es sich um berechtigte Zinsen handelt oder ich eben diesen Widersprechen kann.
Aufgrund meiner finanziellen Lage würde ich die (Gerichts)Kosten im Falle eines nichtberechtigten Widerspruchs nicht tragen können und meine Situation erheblich erschweren.

Situation:
Ich habe im Zeitraum um 2010 einen Vertrag mit der Hansenet Gmbh (Alice) abgeschlossen und bin dann gewechselt. Warum auch immer habe ich die nachfolgenden Mahnungen evtl direkt in den Papierkorb geschmissen. Nicht gerade mein bester Einfall zugegeben, aber das mache ich (leider) mit allen Inkasso Schreiben.

Jetzt habe ich den Mahnbescheid bekommen mit der Forderung €823,63,- zuzüglich der (5% Basis)Zinsen ab 13.6.2019 zu bezahlen und wie gesagt, der Hauptforderung werde ich auf keinen Fall widersprechen, da berechtigt.

Was mich stutzig macht, ist, das die Angelegenheit am 11.6.2019 vom Gläubiger an die Inkasso abgetreten wurde (GFKL Collections GmbH) und diese berechnet Zinsen seit 24.12.09 bis 10.6.2019 und meine Frage ist, ob das berechtigt ist oder ich eben widersprechen kann.

Auszug des Mahnbescheids:

Der Antragsteller macht folgenden Anspruch geltend:
I. Hauptforderung (Telekommunikationsdienstleistungen)
1. gem. Rechnung xy vom 17.12.09 = 47,16,-
2. gem. Rechnung xy vom 19.01.10 = 35,11,-
3. gem. Rechnung xy vom 17.02.10 = 36,87,-
4. gem. Rechnung xy vom 10.03.10 = 3,00,-
5. gem. Rechnung xy vom 17. 03.10 = 41,03,-
6. gem. Rechnung xy vom 17.04.10 = 36,46,-
7. gem. Rechnung xy vom 17.05.10 = 297,29,-

II. Verfahrenskosten (SW = 496,92 ,- )
1. Gerichtskosten:
- Gebühr (§§ 3, 34, Nr. 1100 KV GKG) = 32,00,-
2. RA / RB Kosten
- Gebühr (Nr. 3305 V V RVG) = 45,00,-
- Auslagen (Nr. 7001/ 7002 V V RVG) = 9,00,-

Summe Kosten: 86,00,-

III. Nebenforderungen
1. Mahnkosten 10,00,-
2. Auskünfte 5,50,-
3. Bankrücklastkosten 19,20,-

IV. Zinsen
1. Vom Antragsteller ausgerechnete Zinsen vom 24.12.09 bis 10.06.19 205,89,-
2. laufende, vom Gericht ausgerechnete Zinsen (5% Basiszinszusatz zu Hauptforderung)
- aus 47,16,- vom 11.6.19 bis 12.6.19 0,01,-
- [...]

Gesamtsumme : 823,63,-

3. hinzu kommen weitere laufende Zinsen (5% Basiszinszusatz)
- aus den vorgenannten Hauptforderungen ( I.1-7) ab dem 13.06.2019

Hinweis zu Hauptforderung I.1-7
Die Forderung ist seit dem 11.06.2019 an den Antragsteller abgetreten bzw. auf Ihn übergegangen.
Früherer Gläubiger HanseNet Telekommunikation GmbH.
Der Antragsteller hat erklärt, dass der Anspruch von einer Gegenleistung abhänge, diese aber erbracht worden zu sein.

Kann ich dagegen Widersprechen oder ist alles rechtens und ich beiß in meinen eigens fabrizierten sauren Apfel?
]

Meine Frage bezieht sich zum einen um den Text sowie um die Antworten der beiden Forumsnutzer
( "Vollumfänglich widersprechen" )

1. Ist dem vollumfänglich zu widersprechen? Auch wenn evtl. schon ein Titel vorliegt bzw. kann eine Sache überhaupt zweimal Tituliert/ gerichtlich angemahnt werden?
2. Wenn nicht, kann ich etwas widersprechen oder soll ich alles bezahlen (in Raten)?
Die Widerspruchsfrist läuft am Freitag, 28.06.2019 ab

Wie gesagt, die Hauptforderung möchte ich nicht bestreiten, aber aufgrund meiner finanziellen Situation wäre das schon was nettes, wenn ich so wenig wie möglich bezahlen muss.

Ich danke Ihnen und wünsche einen angenehmen Tag

Mit freundlichen Grüßen
S. T.

24.06.2019 | 15:03

Antwort

von


(452)
HInter der Twiete 28
22851 Norderstedt
Tel: 040-41186796
E-Mail:
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

1. Die Forderung, insbesondere die Hauptforderung, kann meines Erachtens nur noch geltend gemacht werden, wenn sie bereits tituliert war, da ansonsten die dreijährige Verjährung greift.

Forderung 1 wäre somit grundsätzlich am 31.12.2012 verjährt, die Forderung 2-6 am 31.12.2013.

Auch hinsichtlich der Zinsen gilt, dass nur bereits titulierte ZInsen nicht verjähren, sämtliche anderen Zinsen unterliegen der dreijährigen Verjährung.

Ist bereits 1 Tiel ergangen, so kann ein solcher kein zweitel Mal ergehen. Bitte prüfen Sie, ob es sich - sofern 1 Tiel bereits vorliegt- um dieselben Zeiträume handelt.

2.
Sollte dies der Fall sein, so sollten Sie vollumfänglich widersprechen.
Insofern ist hier von Ihnen zu prüfen, ob in der Vergangenheit wegen dieser Forderung ein Titel gegen Sie ergangen ist.

Ansonsten können Sie wegen eventuell verjährter Forderungen (teilweise) widersprechen.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwältin Wibke Türk

Rückfrage vom Fragesteller 24.06.2019 | 15:21

Ich danke Ihnen vielmals für Ihre Antwort! Zum einen weil mir einfach mal ein Stein vom Herzen fällt und ich dankbar bin dass ich nicht blind einfach alles unterschrieben habe und zum anderen weil ich einfach mal Glück im Unglück habe.
Werde wie empfohlen erstmal (zwecks der Frist) vollumfänglich widersprechen.
Allerdings bin ich mir nicht sicher, ob bereits ein Titel vorliegt.
Müsste ich das bei dem Gericht erfragen, bei dem auch der jetzige Mahnbescheid beantragt worden ist, erfragen oder gibt es eine andere Möglichkeit, dieses in Erfahrung zu bringen, eventuell sogar durch ein einfaches Telefonat mit dem zuständigen Gericht?

Wie gesagt, ich bin Ihnen sehr dankbar und wünsche Ihnen einen schönen Tag.

Mit freundlichen Grüssen

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 24.06.2019 | 15:40

Wenn Sie widersprechen, wird die Angelegenheit an das zuständige Amtsgericht bei Ihnen am Wohnort abgegeben. Im Zuge dieser Abgabe muss dann quasi eine der Klageschrift entsprechende Schrift eingereicht werden.
Im Grunde genommen wird dann zu überprüfen sein, was bereits verjährt ist, etc.

Gerne kann ich IHnen bei der Durchsetzung der (Verteidigungs-)Ansprüche behilflich sein. Melden Sie sich dann gerne in meiner Kanzlei.


Bewertung des Fragestellers 24.06.2019 | 15:25

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