Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.252
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Leider habe ich jetzt die Befürchtung,dass meine jetzige Anwältin bei den Unterhaltsberechnungen tak


| 07.10.2005 15:46 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht



Zur Zeit zahle ich für meine 10-Jährige Tochter aus 2.Ehe 249 € Kindesunterhalt,bei einem Nettoverdienst von ca.2100€.
Für zwei volljährige Kinder aus 1.Ehe,beide zur Zeit in der Ausbildung,zahle ich monatlich insges. 300 € Kindesunterhalt.
Die Mutter meiner 10-jährigen Tochter hat mich nun über ihre Rechtsanwältin aufgefordert,meine Verdienstabrechnungen
für den Zeitraum Sept.2004-Aug.2005 vorzulegen,einschließlich Einkommensteuerbescheid für 2004.
Habe mir nun auch eine Anwältin genommen und die geforderten Unterlagen ihr bei einem Termin vorgelegt.
Neben meiner privaten Krankenversicherung (Beamter) und meiner monatlichen Leasingzahlung für einen
PKW hat meine Anwältin keine weiteren unterhaltsmindernde Belege der Gegenanwältin vorgelegt.
Die Unterhaltsverpflichtungen an die Kinder aus 1.Ehe hielt sie noch nicht einmal für erwähnenswert.
Nach heutiger tel. Rücksprache erklärte sie mir,das jetzt das Kind aus zweiter Ehe vorrangig ist und
die Zahlungen an meine volljährigen Kinder nicht mehr berücksichtigungsfähig sind.
Bei der letzten Überprüfung meiner Bezüge im Jahre 2002 mit anschließender Klageerhebung durch
meine Ex-Frau, fanden diese Zahlungen aber sehr wohl Berücksichtigung.
Ich habe meine Anwältin darauf hingewiesen und sie wollte sich nun mal die von mir mit vorgelegte
Akte von 2002 durchlesen.

Leider war der Rechtstreit 2002 nicht emotionslos,da meine Ex-Frau es mit der Wahrheit alles andere
als genau nimmt. Sie bezieht Sozialhilfe und bekommt immer Armenrecht und somit PKH.
Ihre Freundin und Rechtsanwältin zieht mich immer auf`s Glatteis, mein letzter Anwalt ließ es
auf einen Prozeß ankommen und ich sitze nachher auf den .Kosten.
Das möchte ich aber jetzt tunlichst vermeiden.
Leider habe ich jetzt die Befürchtung,daß meine jetzige Anwältin taktisch unklug
vorgegangen ist und spiele mit dem Gedanken ihr das Mandat zu entziehen.
Was soll ich tun?

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten
Guten Tag,

eine konkrete Unterhaltsberechnung läßt sich in diesem Rahmen natürlich nicht vornehmen. Sie sollten aber mit Ihrer Rechtsanwältin noch einmal die Beträge genau durchgehen und insbesondere sämtliche Positionen, die Ihr Einkommen schmälern, genau mit den erforderlichen Belegen angeben.

Hinsichtlich der (jetzt) volljährigen Kinder erscheint mir allerdings die Rechtsposition Ihrer Anwältin leider zutreffend zu sein:
Gemäß § 1609 BGB gehen für den Fall, daß mehrere Bedürftige vorhanden sind und Sie aufgrund Ihres Einkommens nicht den gesamten Bedarf decken können, die minderjährigen Kinder den volljährigen Kindern vor, es sei denn, diese wohnen noch bei einem Elternteil und sind noch in der allgemeinen Schulausbildung.
§ 1609 BGB hat folgenden Wortlaut:

§ 1609
Rangverhältnisse mehrerer Bedürftiger

(1) Sind mehrere Bedürftige vorhanden und ist der Unterhaltspflichtige außerstande, allen Unterhalt zu gewähren, so gehen die Kinder im Sinne des § 1603 Abs. 2 den anderen Kindern, die Kinder den übrigen Abkömmlingen, die Abkömmlinge den Verwandten der aufsteigenden Linie und unter den Verwandten der aufsteigenden Linie die näheren den entfernteren vor.

Der § 1603 BGB, auf den § 1609 BGB ja verweist, sieht folgendes vor:

§ 1603
Leistungsfähigkeit

(1) Unterhaltspflichtig ist nicht, wer bei Berücksichtigung seiner sonstigen Verpflichtungen außerstande ist, ohne Gefährdung seines angemessenen Unterhalts den Unterhalt zu gewähren.

(2) Befinden sich Eltern in dieser Lage, so sind sie ihren minderjährigen unverheirateten Kindern gegenüber verpflichtet, alle verfügbaren Mittel zu ihrem und der Kinder Unterhalt gleichmäßig zu verwenden. Den minderjährigen unverheirateten Kindern stehen volljährige unverheiratete Kinder bis zur Vollendung des 21. Lebensjahrs gleich, solange sie im Haushalt der Eltern oder eines Elternteils leben und sich in der allgemeinen Schulausbildung befinden. Diese Verpflichtung tritt nicht ein, wenn ein anderer unterhaltspflichtiger Verwandter vorhanden ist; sie tritt auch nicht ein gegenüber einem Kind, dessen Unterhalt aus dem Stamme seines Vermögens bestritten werden kann."

Hieraus ergibt sich bei entsprechenden Einkommensverhältnissen der Vorrang Ihrer minderjährigen Tochter. Folge wäre dann, daß ggf. im Wege der Unterhaltsabänderungsklage festgestellt werden müßte, daß Sie Ihren volljährigen Töchtern keinen Unterhalt mehr schulden.

Sie sollten mit Ihrer Anwältin noch einmal die Zahlen genau durchgehen und dann den Unterhaltsberechtigten konkrete Zahlen vorschlagen. Daß Sie natürlich hinsichtlich des von Ihnen angegebenen Zeitraumes auskunftspflichtig sind, werden Sie wissen.

Ich hoffe, ich habe Ihnen weitergeholfen. Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Weiß
Rechtsanwalt und auch Fachanwalt für Arbeitsrecht
Esenser Straße 19
26603 Aurich
Tel. 04941 60 53 47
Fax 04941 60 53 48
e-mail: info@fachanwalt-aurich.de

Nachfrage vom Fragesteller 07.10.2005 | 17:35

Wieviel mehr Unterhalt über die bereits gezahlten 249€ hinaus kann die Gegenseite lt.Düsseld.Tabelle
für meine 10-jährige Tochter bei einem Durchschnittseinkommen von ca. 2100€ in etwa fordern? Wird das Kindergeld hälftig angerechnet?
Meine Einkommensteuererstattung für 2004 beträgt 1600€.
Darin enthalten sind aber hohe Werbungskosten(Anreise zur Arbeitsstelle).
Für Ihre Antwort schon jetzt recht herzlichen Dank!

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 09.10.2005 | 15:03

Guten Tag,

haben Sie bitte Verständnis, daß in diesem Rahmen eine konkrete Unterhaltsberechnung nicht zu leisten ist. Ich stehe Ihnen hier aber gerne beratend zur Verfügung.

Nimmt man die von Ihnen genannten 2.100 € als Basis, ergibt sich ein bereinigtes Nettoeinkommen von 1.995 € (fünf Prozent-Abzug für pauschalierte berufsbedingte Aufwendungen). Bereits hier müßte man konkret prüfen, ob nicht die konkreten Aufwendungen höher sind.
Sofern keine weiteren Abzüge vom Einkommen vorzunehmen sind, ergäbe sich hieraus nach der Düsseldorfer Tabelle ein Unterhaltsbetrag von 317,- €, von dem allerdings noch Kindergeld in Höhe von 60,- € Anrechnung findet.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Weiß

Bewertung des Fragestellers |


Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Vielen Dank ,Ihre Antwort hat mir sehr geholfen.Habe jetzt in etwa einen Ansatzpunkt an den ich mich halten werde,werde gffs. nach der UH-Berechnung der Gegenseite nochmal auf Sie zurückgreifen. Vielen Dank! MFG "
FRAGESTELLER 5/5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60143 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Sehr schnelle und hilfreiche Antworten. Kompetent und freundlich. So wünscht man es sich als Mandant. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Sehr hilfreiche Informationen. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Vielen Dank für die schnelle und ausführliche, sehr gute Antwort. ...
FRAGESTELLER