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Kündigung und Krankheit


05.11.2007 18:19 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Karin Plewe



Sehr geehrte Damen und Herren,
ich bin 31J. alt und in einem kleinen Betrieb mit 8 Mitarbeitern seit 02.05.2002 beschäftigt.
Seit einem Jahr leide ich unter psychischen Problemen und dem schlechten Betriebsklima. Im Sommer diesen Jahres habe ich mich versucht woanderst zu bewerben, aber trotz Zusagen konnte ich Aufgrund meines Wohlbefinden mir nichts vorstellen bzw mir zutrauen. Ich wollte künftig erst einmal für mich eine Therapie machen und dann weiter sehen.
Am 05.09. hatte ich im Urlaub einen schweren Unfall, wurde Operiert und nach 2 Wochen Krankenhaus bin ich seit her krankgeschrieben. Mein Chef war darüber informiert, auch daß es bis Ende des Jahres dauern wird, bis ich wieder arbeitsfähig wäre.
Vor einer Woche besuchte mich mein Chef mit seiner Frau bei mir zuhause. Sie erklärten mir, daß sie zufällig diese Woche erfahren hätten, daß ich mich woanderst beworben hätte. Nun sei das Vertrauen zerstört und ich soll mir überlegen wie ich mir das weiter vorstelle. Die Frau legt mir nahe, ob es nicht besser sei sich was anderes zu suchen. Meine Erklärung dazu läßt sie unberührt und zeigen keinerlei Verständnis. Vor 3 Tagen und auch heute riefen sie bei mir an, aber ich bin nicht ans Telefon aus Angst. Ich weiß nicht wie ich mich verhalten soll, will unter diesen Umständen auf keinen Fall zurück in den Betrieb. Es belastet mich nun zunehmendst, zumal ich nicht weiß ob mein Fuß steif bleib und ich mich auch bis dahin nicht bewerben kann und auch dazu nicht im stande bin. Von dem Seniorchef weiß ich, daß sie diese Info schon seit 8 Wochen haben und ich denke sie wollen mich jetzt einfach los werden.

Meine Fragen dazu:

- bin ich verpflichtet mich zu melden und/oder erreichbar zu sein wenn ich krank bin bzw unter diesen Umständen?

- bin ich verpflichtet mich dazu zu äußern oder gar eine Entscheidung für mich zu treffen?

- was würden Sie mir empfehlen, was ich am Telefon sagen sollte und was nicht?

- ist das Argument des Vertrauensbruches denn gerechtfertigt?

- kann ich eine Kündigung vorschlagen, wenn ich eine Abfindung bekomme, oder kann ich die nur einklagen, wenn ich gekündigt wurde?

- wenn ich auf Anraten eines Arztes selber kündige wäre ich nicht ALG gesperrt, oder?

- ich bekomme Krankengeld, was gerade meine fixen Kosten deckt. Gibt es Möglichkeiten finanziell unterstützt zu werden? Wenn ich arbeitslos wäre bekäme ich ja immer noch Krankengeld, oder?

Ich wäre Ihnen sehr dankbar, wenn Sie mir bald möglichst Antworten könnten.
Mit freundlichen Grüßen
Fr. B.

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Sehr geehrte Fragestellerin,

Sie müssen zwar immer regelmäßig Ihre Krankmeldungen bzw. Folgebescheinigungen abgeben, sich aber ansonsten nicht melden. Wenn Sie vom Arbeitgeber bereits unter Druck gesetzt wurden, müssen Sie sich dem nicht erneut aussetzen.

Wenn Sie selbst kündigen, kann es Probleme mit dem Arbeitsamt geben, auch wenn die Rechtsprechung dazu übergeht, Mobbing als berechtigten Grund zu akzeptieren, so dass möglicherweise keine Sperrzeit eintritt. Ein Restrisiko besteht jedoch. Deshalb sollten Sie lieber nicht selbst kündigen.

Eine Abfindung können Sie zwar ansprechen, aber hier wird es auf Ihr Verhandlungsgeschick ankommen.
Deshalb empfehle ich Ihnen, zu warten, ob der Arbeitgeber Ihnen kündigt. Wenn Sie eine Kündigung erhalten, sollten Sie jedoch SCHNELLSTENS einen Anwalt vor Ort aufsuchen, da die Klagefrist nur 3 Wochen beträgt. Im Rahmen des Klageverfahrens kann man dann über eine Abfindung verhandeln, denn die Kündigung mit dem Argument "Vertrauensbruch" dürfte unwirksam sein. Dies wäre die günstigste Möglichkeit, da Sie für das Gerichtsverfahren möglicherweise Prozesskostenhilfe bekommen können.
Es gibt auch die Möglichkeit, dass Sie bereits jetzt einen Anwalt vor Ort beauftragen, mit dem Arbeitgeber über eine Abfindung zu verhandeln, um die Sache hinter sich zu bringen und Ihren Seelenfrieden wieder zu finden. Allerdings ist dies mit Kosten verbunden, die nicht von der Staatskasse getragen werden.

Mit freundlichen Grüßen

Karin Plewe
Rechtsanwältin

info@kanzlei-plewe.de


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