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Kindergeld im Ausland, Kinder in Deutschland

| 15.08.2010 15:03 |
Preis: ***,00 € |

Sozialrecht


Guten Tag,
es geht um Kindergeld im Ausland.

Meine Ehefrau (verbeamtete Lehrerin) und ich (Rentner seit 1 Jahr) sind vor 2 Jahren nach Dänemark ausgewandert, weil sich meine Ehefrau von Schleswig-Holstein aus dorthin versetzen lassen hat.

Wir haben zwei Kinder in Deutschland, die sich in der Ausbildung befinden und zwischen 18 und 25 Jahren alt sind.

Da wir dachten, es gäbe kein Kindergeld, da wir im Ausland leben, haben wir keines beantragt.
Ich bin vom Finanzamt auch für bedingt steuerpflichtig in Deutschland erklärt worden.
Nun habe ich aber gelesen, es gibt doch Möglichkeiten, als Rentner im Ausland, als Hauseigentümer in Deutschland oder als Beamter, Kindergeld zu beziehen.

Wir besitzen ein Haus in Deutschland, welches wir verpachtet haben und daher Mieteinnahmen aus Deutschland bekommen. Außerdem bekomme ich eine deutsche Rente seit einem Jahr und davor ein Jahr lang eine Erwerbsunfähigkeitsrente.

Meine Kinder haben vor einigen Monaten für sich selbst versucht Kindergeld zu beantragen, was durch die zuständige Familienkasse in beiden Fällen mit der Begründung, dass die Eltern in Dänemark leben, abgelehnt wurde.

Die Frage ist nun, ob und wie es am besten ist, Kindergeld zu beantragen. Für wie lange rückwirkend können wir, oder unsere Kinder, es beantragen? Worauf stütze ich mich?

Mit freundlichen Grüßen



Sehr geehrter Fragesteller,

gerne beantworte ich Ihre Frage.

Auch im Ausland lebende Deutsche haben unter bestimmten Umständen einen Anspruch auf Kindergeld. Bei Ihrer Frau kommt es darauf an, ob Sie nach § 1 I Nr. 3 BKGG eine nach § 123a des Beamtenrechtsrahmengesetzes oder § 29 des Bundesbeamtengesetzes oder § 20 des Beamtenstatusgesetzes bei einer Einrichtung außerhalb Deutschlands zugewiesene Tätigkeit ausübt. Dies dürfte nach Ihren Angaben wohl der Fall sein, müsste aber noch abschließend geklärt werden.

Der Anspruch Ihrer Frau würde sich aus § 1 I Nr. 3 BKGG ergeben. Auch für Sie als Rentner besteht der Anspruch und zwar über § 1 I Nr. 1 BKGG, weil Sie als Rentner versicherungsfrei im Sinne des § 28 I Nr. 2 SGB III sind.

Generell besteht der Anspruch für jeden Monat, in dem für einen Tag die Anspruchsvoraussetzungen gegeben waren. Ich gehe davon aus, dass für Ihre Kinder die Voraussetzungen erfüllt sind.

Der Anspruch verjährt in 4 Jahren. Sie können also grundsätzlich auch für die letzten 2 Jahre eine Nachzahlung erhalten. Da Sie erst seit einem Jahr Rentner sind, sollte Ihre Frau den Antrag stellen, soweit die beamtenrechtlichen Voraussetzungen vorliegen.




Nachfrage vom Fragesteller 29.08.2010 | 18:20

Vielen Dank,
da wir unseren Antrag nun fertig haben und alles zusammen getragen haben, habe ich noch folgende Frage:
Geht der Antrag über meine Frau an die gleiche bisher zuständige Familienkasse (bisher wurde über mich Kindergeld beantragt) oder geht es über die Beamtenkasse?
Besteht Anspruch auf Kindergeld auch für eine vorübergehende Arbeitslosigkeit zwischen Schule und Studium?
Vielen Dank noch einmal und alles Gute!

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 29.08.2010 | 18:55

Sehr geehrter Fragesteller,

gerne komme ich auf die Nachfrage zurück.

Für eine Übergangszeit von max. 4 Monaten zwischen zwei Ausbildungsabschnitten wird Kindergeld weitergezahlt.

Bei Beamten wird das Kindergeld mit der Besoldung durch das Landesamt für Bezüge und Versorgung ausgezahlt, der Antrag muss also dort gestellt werden und nicht bei der Kindergeldkasse.

Mit freundlichen Grüßen

Oliver Wöhler, Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 17.08.2010 | 09:39

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