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KFZ-Unfall, Versicherung kürzt DEKRA-Gutachten (fiktive Abrechnung)

| 15.09.2015 16:04 |
Preis: ***,00 € |

Verkehrsrecht


Beantwortet von


11:12

Meiner Frau ist Ende Juli ein Auto hinten reingefahren (beim Ausparken (Gegner)). Die Schuldfrage ist geklärt und die gegnerische Versicherung hat sich auch bereit erklärt den Schaden auszuzahlen.

Wir haben der Versicherung zuerst einen Kostenvoranschlag geschickt (2.600 Euro) und anschließend, nach Recherche im Internet, einen unabhängigen Gutachter beauftragt (Beauftragung lief über ein Autohaus). Ich habe der Versicherung per Mail dann mitgeteilt, dass der Kostenvoranschlag nicht zu beachten ist. Weiterhin habe ich hier erwähnt, dass ich ein Gutachten zusenden werde.

Das Gutachten wurde durchgeführt und hier wurde ein Schaden in Höhe von 3500 Euro (ohne MwSt.) ermittelt. Dieses Gutachten liegt der Versicherung vor. Einige Tage später kam ein Gutachter der gegnerischen Versicherung vorbei und wollte das Fahrzeug noch einmal anschaun. Dies tat er und er kam auf die Schlussfolgerung, dass einige Teile nicht zu ersetzen wären (laut DEKRA-Gutachten aber schon). Zumal seien die Lohnkosten zu hoch berechnet worden etc.. Summa summarum wurde mir gesagt, dass ich mit einer Kürzung rechnen muss.

Nun habe ich telefonisch erfahren, dass die Versicherung mit eine Summe in Höhe von 2276 Euro überweisen wird und ein Schreiben mit einer detaillierten Auflistung der Kürzungen unterwegs sei.

Ich persönlich finde den Unterschied in Höhe von ca. 1300 als zuviel! Wie kann es sein, dass sich die DEKRA um so einen Wert verschätzt?

Ich bräuchte also einen Anwalt, der das ganze überprüft, ob die Kürzungen gerechtfertigt sind. Ich würde den Brief der Versicherung bei Erhalt per Mail zusenden.

Weiterhin wäre es interessant, wer hier die Kosten des Anwalts trägt? Werden die Kosten für diese Plattform auch übernommen?

Vielen Dank.

15.09.2015 | 17:04

Antwort

von


(845)
Hussenstraße 19
78462 Konstanz
Tel: 07531-9450300
Web: http://www.anwaltskanzlei-dotterweich.de
E-Mail:

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage Ihrer Schilderung summarisch gerne wie folgt beantworte:

Hier ist zunächst zu fragen, weshalb Sie einer Begutachtung durch einen Sachverständigen des Haftpflichtversicherers überhaupt zugestimmt haben, obwohl bereits ein Gutachten der DEKRA vorlag.

Der Streit um Stundenverrechnungssätze und notwendige Reparaturen wird von Versicherern gerne geführt – ob die DEKRA oder der Versicherungsgutachter Recht haben, ist keine im Kern juristische Fragen, sondern kann nur durch einen weiteren Kfz-Sachverständigen geklärt werden, der etwa vom Gericht beauftragt werden würde und entsprechend unabhängig wäre. Von Anwaltsseite kann daher keine abschließende Beurteilung und erst recht keine abschließende und auch den Haftpflichtversicherer bindende Entscheidung getroffen werden.

Bei den Lohnkosten ist zu beachten, ob Sie Ihr Fahrzeug in einer markengebundenen Fachwerkstatt reparieren lassen dürfen (z.B., wenn Ihr Wagen scheckheftgepflegt ist) oder sich ggf. an eine freie Werkstatt verweisen lassen müssen. Wenn der DEKRA aber ein Fehler unterlaufen wäre, müssten entsprechende Schadenersatzansprüche v.a. bezüglich der von dort gestellten Rechnung geprüft werden.

Gleichwohl sollte nun ein Rechtsanwalt beauftragt werden – dessen Kosten trägt zunächst der Geschädigte als Auftraggeber. Allerdings besteht ein Kostenerstattungsanspruch gegenüber dem Schädiger bzw. dessen Haftpflichtversicherer – wird aber mehr gefordert als ersetzt, kann ein Anteil auch am Geschädigten „hängenbleiben". Die Beratungskosten im Rahmen dieser Plattform erscheinen als rein interner Austausch ohne Tätigwerden nach außen hin nicht absetzbar.

Ich bin gerne bereit, Sie im Rahmen eines Mandatsverhältnisses zu vertreten.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Böhler
Rechtsanwalt


Rückfrage vom Fragesteller 16.09.2015 | 08:50

"Hier ist zunächst zu fragen, weshalb Sie einer Begutachtung durch einen Sachverständigen des Haftpflichtversicherers überhaupt zugestimmt haben, obwohl bereits ein Gutachten der DEKRA vorlag."

- Dies wurde mir hier nicht als Option angeboten, sondern war eine Forderung (telefonisch). Hätte es mir hier denn mitgeteilt werden müssen, dass es optional ist und eines Einverständnis meinerseits notwendig ist? Es wurde mir mitgeteilt, dass die Versicherung das Auto anschaun muss, da es den Schaden nicht nachvollziehen kann.

Die abschließende Frage wäre:

Lohnt es sich wegen den ca. 1300 Euro einen Anwalt einzuschalten und wäre es ein "mühsamer" Weg? Ich brauche hier Erfahrungswerte, die mir wiederspiegeln, ob es nur ein "Stupser" oder "Rumps" sein wird, den die Versicherung braucht um mir entgegenzukommen.

Vielen Dank im Voraus für Ihre Zeit und Mühe!

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 16.09.2015 | 11:12

Sehr geehrter Ratsuchender,

Ihre Nachfrage beantworte ich gerne wie folgt:

Dass die Gegenseite Sie nicht über Ihre Rechte aufklärt, erstaunt genausowenig wie der Umstand, dass die Anfrage telefonisch erfolgt ist. Sei es wie es sei: der Versicherungsgutachter konnte das Fahrzeug inspizieren.

Ohne genaue Prüfung von Gutachten und "Gegengutachten" sowie des Abrechnungsschreiben des Haftpflichtversicherers kann keine Beurteilung der Frage erfolgen, inwieweit eine Nachzahlung erfolgen wird. Auf einen "Stupser" (z.B. außergerichtlicher Vergleich) wird aber in aller Regel weniger bezahlt wie nach dem "Rumps" (Klageverfahren), vorausgesetzt die Nachforderung ist berechtigt.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Böhler
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 16.09.2015 | 13:40

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Wenig Empathie, aber dafür professionell und zielgerichtet! So stelle ich mir das vor! Sehr zu empfehlen!

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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 16.09.2015
4,6/5,0

Wenig Empathie, aber dafür professionell und zielgerichtet! So stelle ich mir das vor! Sehr zu empfehlen!


ANTWORT VON

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